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"Rettungsroutine" ist Wort des Jahres

14.12.2012 | 11:56 Uhr
Foto: /dapd/Patrick Sinkel

Mit dem Wort "Rettungsroutine" können nicht alle etwas anfangen. Erwachsene haben den Begriff in diesem Jahr immer mal wieder in der Zeitung gelesen. Nun ist das Wort zum Wort des Jahres 2012 gewählt worden.

Wiesbaden (dapd-kid). Mit dem Wort "Rettungsroutine" können nicht alle etwas anfangen. Erwachsene haben den Begriff in diesem Jahr immer mal wieder in der Zeitung gelesen. Nun ist das Wort zum Wort des Jahres 2012 gewählt worden.

Das Wort des Jahres wird von der Gesellschaft für deutsche Sprache (abgekürzt: GfdS) bestimmt. Ausgewählt werden können Begriffe, die für wichtige Sachen stehen und über die Menschen besonders oft geredet haben. Die Sprachexperten haben sich in diesem Jahr für "Rettungsroutine" entschieden. Damit ist gemeint, dass Politiker sich immer wieder etwas haben einfallen lassen, um die Euro-Krise zu meistern. Wenn die Menschen von der Euro-Krise sprechen, dann meinen sie, dass sich Politiker und Fachleute um unser Geld sorgen. Weil einige Länder in Europa viel zu viele Schulden angehäuft haben, könnte der Euro an Wert verlieren. Das versuchen die Politiker zu verhindern. Schon oft haben sie deswegen zusammengesessen und nachher berichtet, wie sie die Probleme lösen und den Euro retten wollen.

In Zeitungen ist deswegen ab und an von der "Rettungsroutine" geschrieben worden. Das meint, dass es schon normal geworden ist, dass immer wieder neue Rettungsvorhaben verkündet werden. Die Sprachforscher finden das Wort deswegen besonders interessant, weil seine Teile eigentlich nicht zusammenpassen. Rettung bedeutet, dass es gerade brennt und jetzt im Moment etwas getan werden muss. Routine hingegen meint, dass etwas dauerhaft da ist und wiederkehrt.

Im vergangenen Jahr wurde das Wort "Stresstest" zum Wort des Jahres gewählt. Stresstests gab es zum Beispiel für Banken und für den geplanten Umbau des Bahnhofs in Stuttgart. In den Tests wurde geguckt, wie die Banken mit schwierigen Problemen klarkommen und ob auf dem neuen Bahnhof alles besser klappt als auf dem alten. In Zeitungen war das Wort sehr oft zu lesen.

2010 wurde das Wort "Wutbürger" ausgewählt. So wurden Menschen genannt, die wütend waren über Entscheidungen von Politikern und deshalb auf die Straße gingen. Auch gegen den Umbau des Stuttgarter Bahnhofs protestierten viele Leute, weil sie das Projekt zum Beispiel zu teuer fanden. Stuttgart liegt in Baden-Württemberg.

Das Wort des Jahres wird seit 1971 gekürt.

dapd

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