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Südsudan und Sudan einigen sich im Streit ums Öl

05.08.2012 | 10:03 Uhr

Der monatelange Ölkonflikt zwischen Südsudan und dem Norden scheint vorerst beigelegt. Nachdem beide Staaten im April im Streit über die Nutzung der Ölvorkommen um die Stadt Heglig am Rande einer militärischen Konfrontation standen, einigten sie sich jetzt über den Export südsudanesischen Öls über sudanesische Pipelines.

Addis Abeba/Äthiopien (dapd). Der monatelange Ölkonflikt zwischen Südsudan und dem Norden scheint vorerst beigelegt. Nachdem beide Staaten im April im Streit über die Nutzung der Ölvorkommen um die Stadt Heglig am Rande einer militärischen Konfrontation standen, einigten sie sich jetzt über den Export südsudanesischen Öls über sudanesische Pipelines: Nach Angaben der südsudanesischen Regierung vom Samstag wurde vereinbart, dass der Süden für die nächsten dreieinhalb Jahre 9,48 Dollar pro Barrel Transportgebühr für die Nutzung der Ölleitungen Khartums bezahlt.

Südsudan verfügt über rund drei Viertel der Ölvorkommen in der Grenzregion zum Sudan. Im Januar stellte das Land allerdings die Förderung ein, nachdem es dem Sudan Öldiebstahl vorgeworfen hatte. Das Binnenland Südsudan muss die sudanesischen Pipelines nutzen, um das Öl für den Export zu den Häfen zu pumpen. Über die Aufteilung der Erlöse aus dem Erdölgeschäft hatten Khartum und Juba bislang keine Einigung erzielt. Stattdessen hatte der Konflikt beide Staaten an den Rande eines Krieges geführt.

US-Außenministerin Hillary Clinton begrüßte die Einigung im Ölstreit. Sie zeige Führungsstärke und Kompromisswillen auf beiden Seiten, hieß es in einer Erklärung am Samstag. Bereits am Freitag hatte Clinton bei einem Besuch in der südsudanesischen Hauptstadt Juba ein Abkommen über die gemeinsame Ölindustrie mit dem Sudan angemahnt. "Auch wenn Südsudan und Sudan nun getrennte Staaten sind, so teilen sie doch ein Schicksal und eine Zukunft", sagte Clinton nach einem Treffen mit Präsident Salva Kiir. "Es ist nun dringend nötig, dass beide Seiten - der Norden und der Süden - zügig ein Abkommen über die offenen Fragen schließen. Die Menschen im Südsudan erwarten das."

Am Donnerstag war eine Frist des UN-Sicherheitsrates zum Abschluss eines Abkommens zwischen den Nachbarstaaten ausgelaufen. Der arabisch dominierte Norden und die afrikanischen Stämme im Süden hatten von 1983 bis 2005 einen blutigen Bürgerkrieg mit rund zwei Millionen Todesopfern geführt. Im vergangenen Jahr hatte sich der Südsudan für unabhängig erklärt.

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dapd

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