Steinbrück ist Honorar-Millionär
29.10.2012 | 18:15 Uhr 2012-10-29T18:15:00+0100
Berlin. Berlin.Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung mit Vorträgen rund 1,25 Millionen Euro verdient. Er will seine Nebeneinnahmen am Dienstag in Berlin offenlegen.
Der designierte SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat nach einem Bericht der „Bild“-Zeitung mit Vorträgen rund 1,25 Millionen Euro verdient. Er will seine Nebeneinnahmen am Dienstag in Berlin offenlegen. Es geht um Honorare seit 2009. Steinbrück hat die meisten Reden kostenlos gehalten beziehungsweise die Einnahmen gespendet, zum Beispiel an das Jazz-Museum.
Die Zeitung beruft sich auf die von Steinbrück selbst beauftragten Wirtschaftsprüfer. Der SPD-Politiker erhielt 89 Honorarverträge. Der höchstdotierte Vortrag lag bei 25 000 Euro. Steinbrück hat aber schon mal für 1000 Euro geredet und in 237 Fällen kostenlos. Im Durchschnitt habe Steinbrück 14 065 Euro Honorar erhalten. Davon seien ihm bei einem Steuersatz von 48,5 Prozent 7314 Euro pro Auftritt geblieben. Im selben Zeitraum besuchte er rund 250 Veranstaltungen in seinem Wahlkreis Mettmann.
Keine Angaben macht Steinbrück über seine Buchhonorare. Das hatte der Sozialdemokrat weder angekündigt noch war es ihm abverlangt worden. Mit der Veröffentlichung will er den Verdacht ausräumen, dass die Auftraggeber Einfluss auf ihn und auf seine politischen Positionen ausgeübt hätten. FDP und Union hatten Steinbrücks Nebeneinkünfte kritisiert.

09:39
Ich schäme mich, in einem Land zu leben, das zunehmend von Neidkultur, Blockwartmentalität und Plagiatjägern regiert wird und in dem bereits beruflicher Erfolg und hoher Verdienst als Makel angesehen werden. Kein kluger und erfolgreicher Kopf, der auch außerhalb der Politik bestehen kann, wird sich zukünftig für die im Vergleich zur freien Wirtschaft eher geringen Verdientsmöglichkeiten noch bereit finden, sich diesen Hexenjagden auszusetzen. Am Ende werden wir nur noch von Berufspolitikern regiert, die in der freien Wirtschaft nicht bestehen könnten.
21:13
Die Höhe der Vergütung ist zweitrangig.
Interessanter ist, wieviel Zeit für die vielen Reden, Aufsichtsratposten, Verfassung der Bücher, und... und.... -....., aufgewendet wurden.
Und welches Klientel wurde von Herrn Steinbrück mit Reden beglückt?
siehe auch Kommentare bei
http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7240485/create