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SPD beantwortet die K-Frage - Peer Steinbrück tritt gegen Merkel an

28.09.2012 | 09:43 Uhr
Die "Troika" hat entschieden: Peer Steinbrück wird Kanzlerkandidat und nicht SPD-Chef Sigmar Gabriel, oder SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier.

Berlin.  Peer Steinbrück wird SPD-Kanzlerkandidat für die Bundestagswahl 2013. Parteichef Gabriel hat den früheren Finanzminister offiziell vorgeschlagen, nachdem Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier die Kandidatur abgelehnt hat. Gabriel selbst war schon zuvor als nahezu chancenlos innerhalb der SPD-Troika eingeschätzt worden.

Der frühere Bundesfinanzminister Peer Steinbrück soll Kanzlerkandidat der SPD bei der Bundestagswahl in einem Jahr werden. Das gab SPD-Parteichef Sigmar Gabriel am Freitag in Berlin bekannt. Er werde ihn am Montag dem Parteivorstand vorschlagen. Gabriel räumte ein, dass er ursprünglich einen anderen Zeitplan verfolgt habe und die Nominierung eigentlich erst Ende November bekannt geben wollte. Viele Mandatsträger hätten aber eine "vorgezogene Klärung" gewollt.

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Berlin, 28.09.12: Peer Steinbrück soll die SPD in die Bundestagswahl führen. Auf einer Pressekonferenz im Willy-Brandt-Haus am Freitagnachmittag wurde der Ex-Finanzminister von Parteichef Sigmar Gabriel als designierter Kanzlerkandidat präsentiert.

Zur so genannten Troika der SPD gehörte neben Steinbrück und Gabriel auch SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier. Dieser habe ihm vor etwa vier Wochen mitgeteilt, dass er nicht zur Verfügung stehe, sagte Gabriel. Alle drei SPD-Politiker nahmen am Freitag an der Pressekonferenz teil.  Gabriel sei davon überrascht worden, hieß es aus der SPD. Um sich die Entscheidung nicht aus den Händen nehmen zu lassen, habe Gabriel die Benennung vorgezogen.

SPD-Linke hatte Steinmeier favorisiert

Die SPD-Linken hatten Steinmeier favorisiert. Allerdings wird erwartet, dass sie sich nun hinter Steinbrück versammeln. Alles andere käme einer Demontage des Parteivorsitzenden gleich.

Mit der frühzeitigen Benennung hat sich das Vorhaben der Troika erledigt, die Entscheidung bis Anfang nächsten Jahres offenzuhalten. Bisher sollte die Landtagswahl in Niedersachsen im Januar 2013 abgewartet werden, von der sich die SPD einen Sieg für Rot-Grün und damit Rückenwind für ihre Wunschkoalition bei der Bundestagswahl verspricht. Der SPD-Spitzenkandidat Stephan Weil erklärte: "Ich begrüße die Entscheidung außerordentlich. Das ist eine gute Wahl - Peer Steinbrück kann Kanzler."

Dem früheren Finanzminister wird in Teilen der SPD zugetraut, der CDU in der bürgerlichen Mitte Wähler abspenstig zu machen. Nach dem ZDF-Politbarometer vom Freitag liegt Merkel in der Wählergunst deutlich vor Steinbrück. Demnach sprachen sich 53 Prozent der Befragten für Merkel als Kanzlerin aus und 36 für Steinbrück als Regierungschef.

Kommentare
12.12.2012
15:41
SPD beantwortet die K-Frage - Peer Steinbrück tritt gegen Merkel an
von Gegen-Verbote | #88

Grün steht ja auf Augenhöhe mit der SPD.

Dann bekommen wir ja noch mehr Verbote. Dann haben die ja die Möglichkeit ein bundesweit einheitliches...
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SPD beantwortet die K-Frage - Peer Steinbrück tritt gegen Merkel an
SPD beantwortet die K-Frage - Peer Steinbrück tritt gegen Merkel an
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2012-09-28 09:43
Steinbrück, SPD, Gerhard Schröder, Peer Steinbrück, Sozialdemokraten, K-Frage, Kanzlerkandidat, Kanzleramt, Angela Merkel, Steinmeier, Frank-Walter Steinmeier
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