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Ryan rechnet mit Obama ab

30.08.2012 | 11:11 Uhr
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Unter tosendem Beifall der republikanischen Delegierten hat US-Vizepräsidentschaftskandidat Paul Ryan beim Parteitag in Florida mit Präsident Barack Obama abgerechnet und für einen Wandel der Politik im Weißen Haus geworben. "Warum sollten sich die nächsten vier Jahre ohne einen Führungswechsel anders gestalten als die vergangenen vier Jahre?", fragte Ryan am Mittwochabend (Ortszeit) rhetorisch.

Tampa (dapd). Unter tosendem Beifall der republikanischen Delegierten hat US-Vizepräsidentschaftskandidat Paul Ryan beim Parteitag in Florida mit Präsident Barack Obama abgerechnet und für einen Wandel der Politik im Weißen Haus geworben. "Warum sollten sich die nächsten vier Jahre ohne einen Führungswechsel anders gestalten als die vergangenen vier Jahre?", fragte Ryan am Mittwochabend (Ortszeit) rhetorisch. Zuvor hatte der 42-Jährige offiziell seine Nominierung zum Vize von Präsidentschaftskandidat Mitt Romney angenommen.

Mit einem Präsidenten Romney könnten die Amerikaner mit neuen Jobs rechnen, sagte Ryan. Eine republikanische Regierung werde mit fairer Besteuerung und einer Reform der Vorschriften auf der Seite derer stehen, die Arbeitsplätze schaffen, erklärte er. Einen Tag zuvor war er formell als Nummer zwei an der Seite von Romney nominiert worden. Einen Gegenkandidaten gab es nicht.

Ryan verteidigte seinen heftig umstrittenen Haushaltsplan, der unter anderem bei der staatlichen Gesundheitsversorgung, Studiendarlehen und Sozialprogrammen den Rotstift ansetzen soll. Den Demokraten "sind die Ideen ausgegangen. Ihre Zeit ist gekommen und wieder gegangen. Alles, was sie hinterlassen, ist Angst und Spaltung", sagte Ryan. Obamas Präsidentschaft "treibt davon".

Rice sieht Stellung der USA in Gefahr

Der vor vier Jahren gescheiterte republikanische Präsidentschaftskandidat John McCain beklagte eine Abkehr Washingtons von seiner traditionellen Führungsrolle in der Welt. McCain kritisierte den demokratischen Amtsinhaber Barack Obama unter anderem für die Nennung eines Datums für den Abzug aus Afghanistan und angespannte Beziehungen zu Israel. Der republikanische Herausforderer Romney hingegen wisse, dass Erfolg zu Hause an eine Führungsrolle in der Welt geknüpft sei.

Die ehemalige Außenministerin Condoleezza Rice warnte, die amerikanische Stellung als das erfolgreichste politische und wirtschaftliche Experiment der Geschichte sei in Gefahr. Um das Ansehen zu steigern, müssten die Probleme daheim gelöst werden, erklärte sie laut Redetext. Romney sei der Mann, der diese Aufgabe bewältigen könne.

© 2012 AP. All rights reserved

dapd

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