Peer Steinbrück will Honorare für Vorträge offen legen
05.10.2012 | 14:16 Uhr 2012-10-05T14:16:12+0200Berlin. SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück hat laut einem Medienbericht angekündigt, die Honorare offen zu legen, die er für Vorträge kassiert hat. In „zwei bis drei Wochen“ will Steinbrück die Honorare für Vorträge aus den Jahren 2009 bis 2012 öffentlich machen - allerdings mit Einschränkungen.
SPD-Kanzlerkandidat Peer Steinbrück will alle Informationen zu seinen Honorar-Vorträgen so schnell und umfassend wie möglich offen legen. Das kündigte der frühere Finanzminister in der "Bild"-Zeitung (Samstagausgabe) an. Er habe bereits eine renommierte Düsseldorfer Wirtschaftsprüfungsgesellschaft damit beauftragt, alle Unterlagen zu seinen Vorträgen noch einmal zu prüfen.
"Wenn die Arbeit in zwei bis drei Wochen abgeschlossen ist, werden Auftraggeber, Ort und Thema jedes einzelnen Vortrages veröffentlicht. Außerdem werde ich das durchschnittliche Honorar der bezahlten Vorträge vor und nach Steuern in den Jahren 2009 bis 2012 veröffentlichen", sagte Steinbrück weiter.
Transparency International wirft Peer Steinbrück vor, gegen Bundestagsregeln zu verstoßen. Der SPD-Kanzlerkandidat solle seine Nebeneinkünfte offenlegen, fordert die Anti-Korruptions-Organisation. Die Bundestagsfraktionen wollen Nebeneinkünfte indes grundsätzlich strenger reglementieren.
Vorwürfe von Schwarz-Gelb "scheinheilig"
Jedes einzelne Honorar genau anzugeben sei "so gut wie unmöglich", erklärte Steinbrück: "Denn dazu müsste jeder Vertragspartner einzeln um Erlaubnis gefragt werden. Wenn nur ein Vertragspartner nicht zustimmt, hängen Sie am Fliegenfänger nach dem Motto: das ist ja wieder nicht vollständig. Aus der Gesamtsumme der Honorare eine Durchschnittssumme zu veröffentlichen, liegt allerdings in meiner Hand."
Die Kritik aus den Reihen von Union und FDP an seinem Umgang mit den Nebeneinkünften wies der SPD-Kanzlerkandidat in scharfer Form zurück: "Die Vorwürfe aus den Reihen der CDU/CSU und der FDP sind heuchlerisch und scheinheilig. Union und FDP waren die heute geltenden Transparenzregeln für Bundestagsabgeordnete viel zu scharf, wir mussten sie gegen ihren Willen durchsetzen."
Steinbrück fordert Verschärfung der Offenlegungs-Pflicht für Abgeordnete
Zugleich forderte Steinbrück die Koalition auf, den Weg für strengere Regeln zur Offenlegung von Nebeneinkünfte freizumachen. Er schlug vor, die Transparenzregeln des Bundestages so zu verschärfen, "dass alle Angeordnete auf Heller und Pfennig angeben müssen, von wem und wofür sie in welcher Höhe für eine Nebentätigkeit bezahlt worden sind."
"Ich fordere Union und FDP auf, einer solchen Neuregelung zuzustimmen. Außerdem fordere ich CDU und FDP auf, Abgeordnetenbestechung in Zukunft endlich unter Strafe zu stellen", sagte Steinbrück. Er sei gespannt, ob Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Außenminister Guido Westerwelle (FDP) und CSU-Chef Horst Seehofer dies unterstützen. (dapd)

18:50
Soso, der Honorarkanzlerkandidat hat alles richtig gesetzlich erworben, mag sein.
Wenn aber die Summe seiner Honorare ohne Deckelung eine Einflußnahme auf seine zukünftige Politik nicht mehr ausschließen kann, sollte der Nebenverdienst entfallen, sofort!
Eine Honorarsumme über 600TSD € bekommt man nicht umsonst!
15:16
Dann sollen alle BT- Abgeordneten ihre Bezüge offenlegen. Kritisieren können Alle nur auch " Butter bei die Fische " wollen sie nicht. Die Fdp mit Westerewlle, Solms und der Döring sind auch Weltmeister im Nebenverdiensten und siehe da, als es jetzt heißt ...dann Alle....will die FDP und die CDU / CSU nichts mehr davon wissen. Das hginge zu weit...Also was schließt man daraus? Man will eine Person wllentlich kaputt machen mit Hilfe der Medien, aber selbst die Nebeneinkünfte nicht offenlegen!
Wie VERLOGEN IST DAS? Westerwelle kauft sich eine Villa für CA. 2-3 Mill. €!! Vom Ministergehalt?? er geht auf Events und Eröffnungen kassiert dafüt Geld und sein Lebenspartner arrangiert das alles als Eventmanager siehe in Bonn. Ruft hier einer..Einkünfte offenlegen!! Er sitzt schließlich in der Regierung.
Warum gehen die Medien und Kritiker nicht alle Abgeordneten durch? Das wäre Fair und keine Hexenjadt und die WAZ beteiligt sich daran. Warum..siehe FDP!!!
12:51
"Nebeneinkünfte (sic) offen legen".
Diese Millionen Euro,die Steinbrück eingesammelt hat,als Nebeneinkommem zu bezeichnen ,ist schon eine Frechheit und Verar...der Bürger.
Diese Haupteinnahmequelle zu pflegen und sprudeln zu lassen, war doch nur möglich,weil er sein Mandat als MdB sträflich vernachlässigte.Vielleicht fragen ihn mal die Bürger von Mettmann ,was er denn mit seinem Listenplatz-Mandat -Nebenjob für sie getan hat,außer Diäten bezogen und durch Abwesenheit zu glänzen.
00:39
. . . seine Pflichten als Abgeordneter teilweise deshalb nicht wahrgenommen, weil er zur selben Zeit, in der wichtige Sitzungen stattfanden, für richtig Kohle Vorträge gehalten hat! Eigentlich müßte er seine Diäten wegen Untätigkeit zurückzahlen! Und so einer will Bundeskanzler werden? Ich faß´es nicht! Aber in einer Zeit, in der Leute wie Westerwilli, Teppich-Niebel oder Röslein Minister spielen, ist wohl alles möglich!
19:50
Als KK der cDU wäre Steinbrück mit seinen Vorträgen und Zielen absolut der Richtige, aber wie kommt er nur an Merkel vorbei?
Die Reste-sPD kann ihn nicht tragen, da bricht er ein, wenn es zur Wahl kommt.
19:25
Jüngste dapd-Meldungen zur Causa Steinbrück, einmal von der "Welt am Sonntag", dem 4chan des deutschen Blätterwaldes, zum zweiten vom "Spiegel":
Steinbrück erhielt fünfstellige Honorare
06.10.2012 | 16:34 Uhr
http://www.derwesten.de/politik/zeitung-steinbrueck-erhielt-fuenfstellige-honorare-id7169198.html
Neue Details zu Steinbrücks Nebenjobs
06.10.2012 | 16:48 Uhr
http://www.derwesten.de/politik/neue-details-zu-steinbruecks-nebenjobs-id7169299.html
18:12
Und ich hab mich schon immer gefragt, warum die Anzüge des Herrn Peer Christian Steinwulff so viele Taschen haben?
15:55
Steinbrück ist kein rechtliches sondern ein moralisches Problem für die SPD.
Man kann nicht damit hausieren gehen, daß die Schere zwischen Arm und Reich immer größer wird und den Herrn Steinbrück, der sich nebenberuflich die Taschen füllt, zum Kanzlerkandidaten machen.
Das sehe ich auch so! Dagegen ist Wulff beispielsweise ein armer Schlucker aber in der CDU!
über den armen Schlucker würde ich spätestens seit heute nochmals nachdenken.
Wie man hört, mußte sich der arme Schlucker noch mehr Geld leihen! Wie man hört kann Steinbrück nur darüber lachen! Also bitte, die heimlichen Kapitalisten sind offensichtlich in der SPD und nicht in der CDU oder FDP.
13:18
Genau.
Deshalb wählen wir auch Schwarz-Gelb, wiel diese Parteien traditionell eine große Distanz zu den Banken haben.
Sollte Antwort auf 41-1 sein.
12:06
Man muss sich nur ansehen, wo er die Vorträge gehalten hat. Somit ist seine Kanzlerkandidatur wohl für die SPD sinnlos.
Steinbrück ist von den Genen her ein geborener Banker und im Umfeld von Banken groß geworden. Er wird daher immer den Geldinstituten nahestehen. Nach einer möglichen Kanzlerschaft wird er auch sicher dort wieder als Berater landen, mit dann noch höheren Honoraren. Gas Gerd hat es vorgemacht. Daran sollten die SPD Wähler denken.