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Parteien geben Okay für "Dänen-Ampel" in Schleswig-Holstein

09.06.2012 | 16:18 Uhr
Parteien geben Okay für "Dänen-Ampel" in Schleswig-Holstein
Will mit der "Dänen-Ampel" Schleswig-Holstein regieren: SPD-Spitzenkandidat Torsten Albig.Foto: dapd

Kiel.   Die "Dänen-Ampel" in Schleswig-Holstein steht. Nach SPD und Südschleswigschen Wählerverband (SSW) stimmten am Samstag auch die Grünen für den Koalitionsvertrag des Dreierbündnisses.

Knapp fünf Wochen nach der Landtagwahl in Schleswig-Holstein ist der Weg für ein Regierungsbündnis von SPD, Grünen und südschleswigschem Wählerverband (SSW) frei. Landesparteitage aller drei Parteien stimmten am Samstag ohne Gegenstimmen dem zuvor ausgehandelten Koalitionsvertrag zu. Am Montag soll der Vertrag formal unterzeichnet werden, für Dienstag ist im Landtag die Wahl des SPD-Politikers und früheren Kieler Oberbürgermeisters Torsten Albig zum neuen Ministerpräsidenten geplant.

Auf dem SPD-Parteitag in Neumünster stimmten die 216 Delegierten geschlossen für den Koalitionsvertrag, wie der Landesverband mitteilte. Der SPD-Landesvorsitzende Ralf Stegner und Albig äußerten sich anschließend sehr erfreut über das deutliche Votum. Albig will die Nachfolge von Ministerpräsident Peter Harry Carstensen (CDU) antreten, dessen Koalition aus CDU und FDP seit 2009 in Kiel regierte.

Eine Enthaltung bei den Grünen

Bei den Grünen, die ebenfalls in Neumünster tagten, wurde der Vertrag ohne Gegenstimme und bei einer Enthaltung gebilligt. In der Debatte zuvor gab es viel Zuspruch und wenig Kritik, wie Pressesprecherin Claudia Jacob mitteilte. Bereits zuvor hatte auch der SSW dem Koalitionsvertrag einstimmig zugestimmt. Die drei Parteien verfügen im Kieler Landtag über eine knappe Mehrheit von einer Stimme für ihr auch "Dänenampel" genannte Bündnis. Der SSW ist die Vertretung der dänischen Minderheit in Schleswig-Holstein.

Der Koalitionsvertrag enthält Schwerpunktsetzungen vor allem in den Bereichen Bildung und Energie. Der SSW, der sich erstmals an einer Regierung beteiligt, erhält das Justizressort. Die Grünen übernehmen ein neu zugeschnittenes Ressort für Energiewende, Umwelt, Landwirtschaft und ländliche Räume sowie das Finanzministerium. Die SPD stellt die vier Minister für Wirtschaft, Arbeit und Verkehr, für Inneres, für Bildung und Wissenschaft sowie für Soziales, Gesundheit, Familie und Gleichstellung. (afp)

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Kommentare
10.06.2012
17:03
Ja, und was darf man in den nächsten Jahren konkret erwarten?
von Ani-Metaber | #3

„..Schwerpunktsetzungen vor allem in den Bereichen Bildung und Energie..“,
was ist da bei der „Energie“ geplant?
Wird Druck gemacht werden, damit Windräder wegen Überproduktion von Strom oder wegen unterlassenen Ausbau durch die Netzbetreiber nicht länger abgeschaltet werden müssen?
Werden die Bewohner in den Gemeinden in Zukunft über die Standorte von Windanlagen mitentscheiden, vor allem aber mitprofitieren dürfen, weil man die Stromerzeugung durch Genossenschaften oder kommunale Betriebe fördert?
Wird der Unsinn, das Land in Raps- und Maislandschaften zu verwandeln endlich gestoppt werden können und wenn dann wie?

Wird man anstreben, dass Industrie mit Energiebedarf vom Süden in den Norden zieht, anstatt aufwendige Stromtrassen in den Süden zu bauen?

10.06.2012
00:37
Parteien geben Okay für
von dummmberger | #2

Meine Sympathie hat die "Dänen-Ampel".

Immerhin haben die Dänen eben gegen Holland gewonnen.

09.06.2012
17:29
Parteien geben Okay für
von wohlzufrieden | #1

Einfach nur noch dänlich...

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