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Pakistanische Regierung einigt sich mit geistlichem Protestführer

17.01.2013 | 18:46 Uhr
Foto: /AP/Muhammed Muheisen

In Pakistan ist ein Ende der tagelangen Proteste gegen die Regierung von Ministerpräsident Raja Pervaiz Ashraf in Sicht.

Islamabad (dapd). In Pakistan ist ein Ende der tagelangen Proteste gegen die Regierung von Ministerpräsident Raja Pervaiz Ashraf in Sicht. Der Regierungschef habe mit dem Anführer der Proteste, dem Geistlichen Tahir-ul-Qadri, eine Einigung erzielt, wonach die Nationalversammlung einige Tage vor Ablauf der Legislaturperiode im März aufgelöst wird, teilte eine mit den Verhandlungen betraute Gewährsperson am Donnerstag mit. Damit hätten die Behörden vor der Parlamentswahl genug Zeit, um festzustellen, ob Politiker zur Wahl zugelassen seien.

Qadri, dessen Anhänger in den vergangenen vier Tagen zu Tausenden in Islamabad demonstriert hatten, hatte die Auflösung des Kabinetts und die Bildung einer unabhängigen Übergangsregierung gefordert. Zudem sprach er sich für eine Wahlreform aus, um gegen korrupte Politiker vorzugehen.

Zuvor hatte sich der Leiter der Anti-Korruptionsbehörde Pakistans, Fasih Bokhari, am Donnerstag geweigert, einer entsprechenden Anordnung des Obersten Gerichtshofes zu folgen und Ashraf festnehmen zu lassen. Das Gericht hatte am Dienstag die Festnahme des Regierungschefs und 15 weiterer ranghoher Vertreter wegen Korruptionsvorwürfen rund um den Bau von Kraftwerken angeordnet.

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