Das aktuelle Wetter NRW 8°C
Politik

Obama will nach Krisenmanagement Wahlkampf wieder aufnehmen

01.11.2012 | 07:05 Uhr
Funktionen
Foto: /AP/Patrick Semansky

Nun beginnt der letzte Durchgang vor der Wahl: Nach einem von Hurrikan "Sandy" erzwungenen dreitägigen Einsatz als Krisenmanager will US-Präsident Barack Obama am (heutigen) Donnerstag sein Wahlkampfprogramm wieder aufnehmen. Geplant sind Stationen in Nevada, Colorado und Wisconsin. Damit wird vermutlich auch Herausforderer Mitt Romney das Tempo wieder erhöhen.

New York (dapd). Nun beginnt der letzte Durchgang vor der Wahl: Nach einem von Hurrikan "Sandy" erzwungenen dreitägigen Einsatz als Krisenmanager will US-Präsident Barack Obama am (heutigen) Donnerstag sein Wahlkampfprogramm wieder aufnehmen. Geplant sind Stationen in Nevada, Colorado und Wisconsin. Damit wird vermutlich auch Herausforderer Mitt Romney das Tempo wieder erhöhen. Der Republikaner hatte sich bei seinen Auftritten am Mittwoch angesichts dutzender Todesopfer durch den Supersturm mit verbalen Angriffen auf den Präsidenten zurückgehalten.

Für Obama war die Naturkatastrophe eine einmalige Gelegenheit, kurz vor der Wahl seine Führungsqualitäten unter Beweis zu stellen. Dabei hatte er unerwartete Schützenhilfe von einem seiner ärgsten Widersacher bekommen: New Jerseys republikanischer Gouverneur Chris Christie hatte den Präsidenten am Dienstag ausdrücklich für sein Krisenmanagement gelobt und seinem Parteifreund Romney so einen Rückschlag versetzt. "Ich kann ihm nicht genug dafür danken", sagte Christie über die zügige Reaktion Obamas auf die schweren Schäden, die "Sandy" in seinem Staat angerichtet hatte.

Dennoch ist kaum abzusehen, welchen Einfluss Obamas dreitägiges Sonderprogramm auf den Ausgang der Wahl haben wird. Jüngsten Umfragen zufolge liegen beide Kandidaten derzeit nahezu gleichauf. In zahlreichen der vermutlich wahlentscheidenden Swing-States liegt der Amtsinhaber demnach leicht in Führung.

Romney will den "wahren Wandel"

Romney hatte sich bereits nach zwei Tagen Krisen-Pause wieder in den Wahlkampf gestürzt. Bei seinen Auftritten am Mittwoch in Florida verzichtete er jedoch auf direkte Angriffe auf Obama. Der Republikaner steckte in einem Dilemma: Angesichts der Zerstörung an der Ostküste will er nicht als herzloser Politiker erscheinen, jedoch zugleich eine Woche vor der Wahl keine Zeit verschwenden.

Statt auf Verbalattacken setzte Romney daher auf ein neues Thema. Bei einer Wahlkampfveranstaltung in Florida sagte der Republikaner, er stehe für den "wahren Wandel", den der Amtsinhaber bislang nicht erreicht habe. "Ich spreche nicht bloß über Wandel, ich habe einen Plan, um den Wandel zu bewirken und geschehen zu lassen", sagte er vor rund 2.000 Anhängern.

© 2012 AP. All rights reserved

dapd

Kommentare
Aus dem Ressort
New Yorks Polizeichef nennt Tat „Hinrichtung ohne Warnung“
Polizistenmord
In New York werden zwei Polizisten von einem Schwarzen im Auto hingerichtet. War es ein Racheakt für Michael Brown und Eric Garner? Die Angst geht um.
Abhörsicherer Raum für NSU-Ausschuss kostet NRW Millionen
NSU-Mordserie
Der NRW-Landtag rüstet sich mit einem nie dagewesenen Aufwand für Zeugenvernehmungen im parlamentarischen Untersuchungsausschuss zur NSU-Mordserie.
Russland macht Unterstützung der Separatisten offiziell
Ukraine-Krise
Während Kiew die Feuerpause für Waffenkäufe nutzen soll, macht Russland die Unterstützung der abtrünnigen Gebiete in der Ostukraine offiziell.
Dresden fürchtet wegen "Pegida" um seinen guten Ruf
Pegida
Viele Einwohner Dresdens fürchten wegen der "Pegida"-Demonstrationen um den guten Ruf der Elbmetropole. Die Welt schaut irritiert auf die Proteste.
IS-Miliz soll in Syrien 100 "Abtrünnige" getötet haben
Hinrichtungen
Die Terrormiliz "Islamischer Staat" soll mehr als 100 ausländische IS-Kämpfer getötet haben, die in ihre Heimatländer zurückkehren wollten.
Fotos und Videos
Sakurai und Co.
Bildgalerie
Fotostrecke
Familie Al Sari floh in den Libanon
Bildgalerie
Spendenaktion