Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Entschädigung

NSU-Opfer erhielten insgesamt gut 832.000 Euro Entschädigung

29.10.2012 | 06:38 Uhr
NSU-Opfer erhielten insgesamt gut 832.000 Euro Entschädigung
Die Opfern und deren Angehörige der Morde des Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) sollen mit insgesamt 832.000 Euro entschädigt worden sein.Foto: dapd

Osnabrück.  Die Opfern und deren Angehörige der Morde des Nationalsozialistischen Untergrund (NSU) sind einem Pressebericht zufolge weitgehend entschädigt worden. So wurden insgesamt gut 832.000 Euro an Entschädigungen gezahlt. Wie das Bundesjustizministerium schreibt, seien weitere Zahlungen unwahrscheinlich.

Knapp ein Jahr nach Aufdeckung der Morde des rechtsextremen Nationalsozialistischen Untergrunds (NSU) hat die Regierung einem Pressebericht zufolge die Opfern und deren Angehörigen weitgehend entschädigt . Wie die "Neue Osnabrücker Zeitung" am Montag unter Berufung auf einen Bericht des Bundesamts für Justiz berichtete, wurde den Opfern und deren Angehörigen insgesamt gut 832.000 Euro gezahlt.

Weitere Entschädigungszahlungen sind dem Bericht zufolge eher unwahrscheinlich, da das Bundesamt für Justiz über die ihm vorliegenden Anträge für Härteleistungen im wesentlichen entschieden habe. Die Zeitung berichtete unter Berufung auf ein früheres Schreiben des Bundesjustizministeriums (BMJ) vom März 2012, dass Ehepartner und Kinder der ermordeten neun Kleinunternehmer eine Pauschale von 10.000 Euro erhalten, Geschwister 5000 Euro.

An Opfer der Bombenanschläge seien insgesamt 140.000. Euro überwiesen worden

Die Familien sollen zudem die Beerdigungskosten erstattet bekommen. Im Fall der in Heilbronn ermordeten Polizistin wurden demnach bislang 25.000 Euro an die Hinterbliebenen ausgezahlt, an ihren schwerverletzten Kollegen 10.000 Euro. An die Opfer der beiden Bombenanschläge in  Köln seien insgesamt 140.000 Euro überwiesen worden.

Die Existenz des NSU war am 4. November 2011 aufgeflogen, als sich zwei der Mitglieder nach einem Banküberfall in Eisenach das Leben nahmen. Wenige Tage darauf stellte sich die dritte Beteiligte der Polizei. Das Trio wird für insgesamt neun Morde an türkischen und griechischen Migranten zwischen 2000 und 2006 verantwortlich gemacht sowie den Mord an der 2007 in Heilbronn erschossenen Polizistin.

Zudem sollen sie zwei Bombenanschläge in Köln verübt haben. Warum Polizei und Verfassungsschutz der Gruppe nicht früher auf die Spur kamen, soll derzeit ein Untersuchungsausschuss des Bundestags klären. (afp)



Aus dem Ressort
Zuwanderung in Duisburg ist städtebauliche Herausforderung
Soziales
Bundesbauministerin Barbara Hendricks informierte sich in Duisburg über die Erfolge des Förderprogramms Soziale Stadt – und erfuhr, wie diese in den letzten zwei Jahren durch massive Armutszuwanderung konterkariert werden. Das Grundübel ist ein „qualitativ schlechter Leerstand“ von Wohnraum.
Nach Ermordung von Reporter Foley wächst der Druck auf Obama
Terror
US-Spezialeinsatzkommandos waren vor wenigen Wochen geheim in Syrien, um amerikanische Geiseln zu befreien. Ohne Erfolg: Das Militär konnte die Hinrichtung des Reporters James Foley nicht verhindern. Nun wächst der Druck auf Präsident Obama, vehementer gegen die IS-Terroristen vorzugehen.
Terrormiliz Islamischer Staat hält 4000 Gefangene in Syrien
Islamischer Staat
Menschenrechtler glauben, dass die Terrormiliz Islamischer Staat noch mindestens 4000 Gefangene in Syrien in ihrer Gewalt hält. Auch Europäer und Amerikaner sollen zu den Gefangenen gehören, die an verschiedenen Orten in Ostsyrien festgehalten werden.
Urteil könnte Plan der Dortmunder Rechten durchkreuzen
Rat
Ein aktuelles Urteil des Oberverwaltungsgerichts Münster könnte die Absicht der beiden rechtsextremen Vertreter von NPD und "Die Rechte" im Dortmunder Rat vereiteln, als Ratsgruppe 42.540 Euro zu kassieren. Aber auch Die Linke & Piraten müssen um ihren gemeinsamen Fraktionsstatus bangen.
Hamas gibt Tod dreier Top-Kommandeure in Gaza bekannt
Nahost
Die Anführer des militärischen Arms der islamistischen Organisation sind nach deren Angaben bei Angriffen der israelischen Luftwaffe auf Gaza ums Leben gekommen. Nach dem Ende der Waffenruhe eskaliert der Krieg erneut.
Umfrage
Düster, schmutzig, kein Service – Experten finden an Rhein und Ruhr einige der schlechstesten Bahnhöfe Deutschlands . Würden Sie den Vorwurf der

Düster, schmutzig, kein Service – Experten finden an Rhein und Ruhr einige der schlechstesten Bahnhöfe Deutschlands . Würden Sie den Vorwurf der "beispiellosen Verwahrlosung" unterschreiben?