Das aktuelle Wetter NRW 19°C
Verkehr

NRW macht  Tempo  bei  "Radautobahn"

12.08.2012 | 15:47 Uhr
Verkehrsminister Michael Groschek (SPD, Mitte) hat das Radfahren auf der Schnellstraße schon erprobt: Hier auf der gesperrten B  54.Foto: WR

Düsseldorf.   Schon 2014 könnte es in NRW die ersten Schnellwege für Fahrradfahrer geben. Das große Vorbild ist Holland, die große Vision ist der Ruhrgebiets-Pendlerweg als Alternative zur A 40. Verkehrsminister Michael Groschek hat jetzt den Zeitplan bekanntgegeben.

Nordrhein-Westfalen drückt bei den geplanten „Fahrrad-Autobahnen“ aufs Tempo. Nach Angaben des Verkehrsministeriums können möglicherweise schon 2014 die ersten Radler auf extrabreiten Radschnellwegen fahren . Ende 2012 wird die Machbarkeitsstudie vorliegen. Dabei soll jeder der fünf Regierungsbezirke eine „Radautobahn“ erhalten. Anfang 2013 können die Kommunen Vorschläge einreichen.

Im Ruhrgebiet setzt Landesverkehrsminister Michael Groschek (SPD) zur Entlastung der A40 auf den weitgehend kreuzungsfreien Radschnellweg Ruhr, der über 85 Kilometer von Duisburg und Essen bis nach Hamm führen soll. Diese Radautobahn soll nach holländischem Vorbild je einen Fahrstreifen pro Fahrtrichtung von mindestens zwei Meter Breite haben. Zwischen Essen-Campus und Stadtgrenze Essen-Mülheim gibt es bereits einen befahrbaren Abschnitt, der ausgebaut werden soll. Mit der Stadt Dortmund wird verhandelt.

Fahrräder, auch elektrische – aber keine Mofas

Zugelassen werden ausschließlich Fahrräder und Elektro-Fahrräder – aber keine Mofas. Fußgänger erhalten daneben einen eigenen Weg. Die Radautobahnen sollen möglichst wenige Steigungsstrecken haben und durchgängig beleuchtet werden. Die Kosten schätzt der Fahrradclub ADFC auf rund eine Million Euro pro Streckenkilometer. Groschek drängt den Bund, die Investitionsförderung für die Radschnellwege zu übernehmen. Der Grünen-Abgeordnete Arndt Klocke hält die Fahrradautobahnen für eine „reale Pendleralternative“.

Tausende autofrei unterwegs

Die Fahrrad-Autobahnen sollen Berufspendlern bei Fahrten über Stadtgrenzen hinaus den Umstieg aufs Fahrrad erleichtern. Die Pläne sind Teil des vom Landeskabinett im Februar verabschiedeten Aktionsplans Nahverkehr.

Wilfried Goebels

Kommentare
17.08.2012
16:01
Ein Blick über die Lanfesgrenze
von radfahrer.ruhr | #26

Hallo zusammen,
in Dänemark wird rund um Kopenhagen ein Netz von Radschnellwegen gebaut, nachfolgend ein Bericht über die Radschnellwege zur...
Weiterlesen

Funktionen
Aus dem Ressort
Atom-Poker mit dem Iran: Obama läuft die Zeit davon
Abkommen
Eine Übereinkunft mit Teheran wäre für den US-Präsidenten ein riesiger Erfolg. Bis Dienstag sollen die Details der Grundsatzeinigung stehen. Doch von...
Von der Leyen: Seenotretter sind Botschafter für Solidarität
Flüchtlinge
Die Verteidigungsministerin besucht deutsche Soldaten vor der Küste Siziliens, die Flüchtlinge retten. Für die Bundeswehr beginnt dort eine neue...
Die CDU nähert sich dem grünen Zeitgeist an
CDU
Bessere Bildung, Hilfen für Familien und eine neue „Willkommenskultur“ für Migranten – die Zukunftskommission der Union stellte ihre Ergebnisse vor.
Walter-Borjans: Auch NRW-Firmen profitierten von Steueroasen
Steuerbetrug
NRW-Finanzminister Norbert Walter-Borjans über Steuerbetrug und die Frage, mit welcher Strategie die Behörden am besten dagegenhalten können.
Griechen sagen mit großer Mehrheit
Griechenland
Die Volksabstimmung fiel deutlich aus. Nun will Athen sofort neue Verhandlungen mit den Geldgebern. Merkel und Hollande setzen raschen Sondergipfel an
Fotos und Videos
article
6974873
NRW macht  Tempo  bei  "Radautobahn"
NRW macht  Tempo  bei  "Radautobahn"
$description$
http://www.derwesten.de/nrz/politik/nrw-macht-tempo-bei-radautobahn-id6974873.html
2012-08-12 15:47
Politik