Das aktuelle Wetter NRW 11°C
Linke

Gysi kann sich Wagenknecht als seine Nachfolgerin vorstellen

08.08.2012 | 12:30 Uhr
Gysi: Wagenknecht kann meine Nachfolgerin sein.Foto: dapd

Berlin.  Vergiftetes Kompliment oder Kehrtwende? Der Fraktionschef der Linken lobt die politische Entwicklung der einstigen Vorzeige-Kommunistin Wagenknecht: Die habe nun nicht nur Marx, sondern auch Ludwig Erhard gelesen - "und verstanden". Und auch mit Lafontaine sei wieder alles in Ordnung.

Linken-Fraktionschef Gregor Gysi kann sich seine Stellvertreterin Sahra Wagenknecht gut als seine künftige Nachfolgerin vorstellen. "Irgendwann steht der Generationswechsel an. Ich würde es ihr gönnen", sagte Gysi der Zeitschrift "Bunte". "Das Zeug dazu entwickelt sie." Vor einigen Jahren habe er Wagenknechts Aufstieg nicht befürwortet, fügte der Fraktionschef hinzu. "Heute hat sie nicht nur Karl Marx, sondern auch Ludwig Erhard gelesen - und verstanden. Nun müsse Wagenknecht nur noch lernen, ihre Erkenntnisse auch Leuten zu vermitteln, die sich kaum mit Politik beschäftigten.

"Ich denke nicht ans Aufhören"

Wann der Generationenwechsel anstehen könnte, ließ Gysi offen. Im "Sommerinterview" der ARD hatte der Fraktionsvorsitzende der Linken erst jüngst noch angekündigt, er wolle seine politische Karriere noch nicht beenden. "Ich denke nicht ans Aufhören und will mein Bundestags-Direktmandat in Berlin auf jeden Fall wieder erringen", hatte der der 64-Jährige betont.

Gysi-Auftritt in Bochum

Dass er nun Wagenknechts politische Weiterentwicklung lobt, dürfte viele Beobachter überraschen. Denn die Fraktionsvize, die mit dem früheren Linke-Vorsitzenden Oskar Lafontaine liiert ist, gilt als Vertreterin des linken Parteiflügels und hatte als einstige Wortführerin der Kommunistischen Plattform einst viel interne Kritik auf sich gezogen. Zudem hatte sie gemeinsam mit Lafontaine die Linke beim jüngsten Parteitag in eine Zerreißprobe geführt, indem die beiden fintenreich verhindert hatten, dass der erklärte Lafontaine-Kritiker und Reformpolitiker Dietmar Bartsch neuer Parteichef wurde.

Stattdessen lancierten sie mit Katja Kipping und Bernd Riexinger zwei eher unerfahrene Politiker an der Parteispitze - die aber auf Lafontaines kompromisslosen Anti-SPD-Kurs liegen. Gysi äußerte sich nach dem Parteitag extrem kritisch über seinen früheren Co-Parteichef. Nun allerdings betont er, er verstehe er sich inzwischen gut mit Lafontaine. Die beiden sprächen "so deutlich miteinander wie nie zuvor, sagte der Fraktionschef. "Der Ton ist wieder besser geworden, wir meistern die Widersprüche." (afp)



Kommentare
09.08.2012
16:15
Holzfäller
von wohlzufrieden | #15

Es ist wunderbar zu beobachten, wie der so genannte Konservative Block bei dem Namen Sahra Wagenknecht in heillose Panik gerät. Ihr pfeifen im Wald wird schon überflüssig, weil durch ihr zittern die Bäume umfallen...

09.08.2012
16:05
#12 kuba
von DKWF12 | #14

Ich zitierte, deutlich als Zitat gekennzeichnet und mit Link, nur aus der links TAZ.

Aber ansonsten mit dem Esel auf dem dünnen Eis, stimme ich Ihnen zu.

1 Antwort
So eine Eselei...
von wohlzufrieden | #14-1

Dann haben Sie, wenn Sie als Zweitakter wie versprochen aufhören, ja schon einen neuen Nickname: I A...

09.08.2012
13:27
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #13

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

09.08.2012
13:07
Gysi kann sich Wagenknecht als seine Nachfolgerin vorstellen
von kuba4711 | #12

Wird es dem Polit -Esel zu wohl ,dann geht er auf das dünne Eis politisch kommentieren zu wollen ohne sich tatsächlich politisch - inhaltlich auseinandersetzen zu wollen.
Der ein oder andere DKW -Polit - Ausbremser hier ist da nur die Spitze des Eisberges.

1 Antwort
Gysi kann sich Wagenknecht als seine Nachfolgerin vorstellen
von wohlzufrieden | #12-1

Der Zweitakter weiß es halt nicht besser. Ich betrachte Ihn daher ausschließlich als Komiker, und da hat er seine Talente...

09.08.2012
11:19
Gysi kann sich Wagenknecht als seine Nachfolgerin vorstellen
von DKWF12 | #11

Deshalb die Meinungsänderung. Ein reine PR Sache,

HOLLYWOOD: SAHRA WAGENKNECHTS LEBEN WIRD VERFILMT

Quelle: http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=wa&dig=2012%2F08%2F09%2Fa0175&cHash=14a45a977b
Zitat:
Das Leben der deutschen Politikerin Sahra Wagenknecht soll in Hollywood verfilmt werden. Wie ein Sprecher der Produktionsfirma 20th Century Fox am Mittwoch in Los Angeles erklärte, werde der Film mit dem Titel "Red Life" im Jahr 2014 in die Kinos kommen. Das Biopic solle das internationale Geschäft von 20th Century Fox beleben. Zum Inhalt des Spielfilms wurde nur bekannt, dass er die menschliche Seite Wagenknechts beleuchten soll. In dem Hollywood-Streifen soll sich die Politikone von einer kaltblütigen Kommunistin aus dem Osten zu einer warmherzigen Europäerin entwickeln: Eine neu gewonnene Liebe hat Wagenknechts Abkehr von der radikalen Szene bewirkt. Durch ihren ebenso eleganten wie intelligenten Geliebten erhält sie Zugang zu gehobenen Kreisen, deren Vertreter sie mit o

3 Antworten
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #11-1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Gysi kann sich Wagenknecht als seine Nachfolgerin vorstellen
von wohlzufrieden | #11-2

Zitat:..."deren Vertreter sie mit o" Zitat Ende. Ja, zu Ihren "Kommentaren" sage selbst ich als überzeugter nicht-Christ: O Gott, O Gott, erlöse uns von dem Übel...

wohlzufrieden
von DKWF12 | #11-3

Damit auch Sie, 1. wegen der Buchstaben Begrenzung und 2. trotz des angegebenen Links, auch den Rest, aus der "rechtsgerichteten" TAZ, des Zitats kennen lernen, hier der Rest des Artikels.
Zitat:
Durch ihren ebenso eleganten wie intelligenten Geliebten erhält sie Zugang zu gehobenen Kreisen, deren Vertreter sie mit offenen Armen aufnehmen. Der Film soll mit den schweren Stunden der Eurorettung durch Wagenknecht im Jahr 2013 enden. Wie das Branchenblatt Variety in seiner aktuellen Ausgabe berichtet, sind für die Hauptrollen Selena Gomez als junge und Penélope Cruz als gereifte Sahra Wagenknecht vorgesehen.
Zitat Ende:
Quelle:

. http://www.taz.de/1/archiv/digitaz/artikel/?ressort=wa&dig=2012%2F08%2F09%2Fa0175&cHash=14a45a977b

09.08.2012
08:41
DKWF12, der Wortbrecher?
von wohlzufrieden | #10

Und darf ich Sie an Ihre Worte von vor ein paar Wochen erinnern? Das Sie wegen der "links Außen" Ihr Abo kündigen wollten, und hier im Blog unter Ihrem Namen gesperrt werden wollten, weil Sie der Reihe nach raus fliegen und blockiert werden? Warum wohl? Ich habe mir Ihre Worte seinerzeit gespeichert, weil ich wusste, wie viel Ihr "Wort" wert ist, und habe mich köstlich über Ihre beleidigte Wortwahl amüsiert! Und ausgerechnet Sie wollen andere an deren Worte erinnern? Auf der anderen Seite aber passt Ihr Verhalten gut zu Ihrer sonstigen politischen und Gesellschaftlichen Einstellung. Schönen Tag noch!

4 Antworten
Gysi kann sich Wagenknecht als seine Nachfolgerin vorstellen
von DKWF12 | #10-1

Verehrter wohlzufrieden,
solange mir die im Voraus bezahlten Zeitungen geliefert werden, kann und werde ich noch kommentieren. Danach ist Schluss. Bis dahin werde ich aber den Linksaußen die Meinung sagen.
Die Zeitung wird immer noch geliefert. Ob dieser Moderator, der jeden Kommentar, der sich gegen diese unglückselige Linkspartei gerichtet hatte, noch Moderator ist, ist eine andere Frage.

Ihre Wahlprognose zur NRW Wahl hatte mit dem Wahlergebnis nichts zu tun. Sie ignorierten sämtliche Umfragen.
Im Vorfeld sahen Sie die Linke als strahlende Siegerin. Die FDP nicht mehr im Landtag.
Bedauerlicherweise ist nur eine Klientelpartei nicht mehr im Landtag vertreten und diese Partei heißt:

Die Linke.

DKWF12
von wohlzufrieden | #10-2

Ihr Wort in Gottes Ohr...Und meinem Computer- Speicher.

Gysi kann sich Wagenknecht als seine Nachfolgerin vorstellen
von DKWF12 | #10-3

Hoppla, Sie sind religiös?

DKWF #10-3
von wohlzufrieden | #10-4

Siehe wohlzufrieden | #11-2...

08.08.2012
22:27
@ wohlzufrieden #7
von DKWF12 | #9

Darf ich Sie an Ihre Prognose zur NRW Landtagswahl erinnern?

Ihre neue Wahrsagung, dürfte das Ende der Linkspartei auch im BT bedeuten.

08.08.2012
20:39
#7
von ArchieLeach | #8

Wohlzufrieden, verzetteln Sie sich nicht. Sie können nicht gleichzeitig bei zwei Parteien rumschleimen. :-)

2 Antworten
Gysi kann sich Wagenknecht als seine Nachfolgerin vorstellen
von wohlzufrieden | #8-1

Sie haben völlig Recht! Zum schleimen fehlt mir Ihr Charakter, Ihre Einstellung, Ihr Bildungsstand, und wahrscheinlich ein Schnurrbart. Ich kann eben nur Demokratie. Aber, man darf Sie auch nicht überfordern...

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #8-2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

08.08.2012
18:00
ArchieLeach | #2
von wohlzufrieden | #7

Zitat:"Da könnte dann Platz für eine anständige linke Partei entstehen." Zitat Ende. Sehr vernünftig, das Sie die sPD nicht als "anständige, linke Partei ansehen." Zitat: Damit würde endlich das längst überfällige Projekt "Linke bei 2%" angestossen......" Zitat Ende. Sie irren, das Projekt "2 %" ist schon, völlig zu recht von der FDP belegt, die sPD auf dem besten Wege dahin.

08.08.2012
17:49
ArchieLeach | #1-3
von wohlzufrieden | #6

Zitat:: "Sind das bei Ihnen nicht traditionell immer 99,8 oder 99,9 % ? *gg" Zitat Ende. Das kann ich nicht beurteilen, ich bin nicht in der CDU, wo alle Befehle der großen Vorsitzenden abgenickt werden, bzw. bei der sPD, wo die Beschlüsse des Seeheimer Kreises Gesetz sind. Ich kenne mich nur mit demokratischen Parteien aus, also mit der Linken. Zumal die Ost/West/CDU ja die direkte Nachfolgepartei der SED ist.

2 Antworten
Gysi kann sich Wagenknecht als seine Nachfolgerin vorstellen
von ArchieLeach | #6-1

"Zumal die Ost/West/CDU ja die direkte Nachfolgepartei der SED ist."

Wo waren Sie während des Geschichtsunterrichts ?
Blockpartei ja, Nachfolgepartei......dummes Zeug !

Schlimm, wenn man so überhaupt keine Ahnung hat.

ArchieLeach | #6-1
von wohlzufrieden | #6-2

Zitat: "Schlimm, wenn man so überhaupt keine Ahnung hat." Zitat Ende. Dafür tun Sie mir auch aufrichtig Leid! Aber wenigstens haben Sie es selber erkannt!

Aus dem Ressort
Kraft bekräftigt - "Mit mir wird es kein Fracking geben"
Fracking
NRW-Ministerpräsidentin Hannelore Kraft (SPD) hat ihr klares Nein zum Fracking bekräftigt. „Ich bleibe bei dem, was ich immer gesagt habe: Solange ich in Nordrhein-Westfalen Ministerpräsidentin bin, wird es hier kein Fracking für die unkonventionelle Erdgasförderung geben“, sagte sie der WAZ.
60 Deutsche in den Reihen der Terrormiliz IS getötet
Terrormiliz IS
Mindestens neun Deutsche sind nach Angaben des Verfassungsschutzes als Kämpfer der Terrormiliz "Islamischer Staat" bei Selbstmordanschlägen ums Leben gekommen. Insgesamt starben demnach bisher 60 Deutsche bei den Kämpfen in Syrien und im Irak. Auch in Deutschland drohten Anschläge.
Streit um Migration - Obama und Republikaner vor Showdown
US-Politik
Sie wollten zusammenarbeiten - das hatten Obama und die Republikaner nach der Kongresswahl gesagt. Aber danach sieht es nach Obamas Alleingang bei der Einwandererpolitik nicht mehr aus. Die Republikaner reichten im Zusammenhang mit Obamas Gesundheitsreform Verfassungsklage gegen den Präsidenten ein.
Gewerkschaft: Radikale Islamisten bringen Polizei an Grenzen
Polizei
Hooligans, Neonazis, Rocker, Salafisten: Die Klientel, die der Staat besonders im Blick haben soll, ist stark gewachsen. Nun schlägt die Gewerkschaft der Polizei Alarm: Die Überwachung sei nicht mehr zu schaffen, und die Situation werde mit dem geplanten Personalabbau noch verschärfen.
Warum der Rathaus-Chef von Goslar viele Flüchtlinge will
Zuwanderung
Goslars Oberbürgermeister Oliver Junk, 38 Jahre alt, CDU-Mann, sorgt mit einer Ankündigung für Furore. Er möchte am liebsten möglichst viele Flüchtlinge in die Stadt locken. Denn Goslar hat immer weniger Einwohner, und Neubürger aus dem Ausland könnten Betriebe und Arbeitsplätze retten.
Umfrage
Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

Viele Manager von städtischen Unternehmen verdienen mehr als eine halbe Million Euro im Jahr. Die Einkommen richten sich nach Branche, Unternehmensgröße und Umsatz. Finden Sie die hohen Gehälter angemessen?

 
Fotos und Videos