Das aktuelle Wetter NRW 14°C
Zuwanderung

Friedrich will Armutszuwanderung mit Einreiseverbot verhindern

19.02.2013 | 23:08 Uhr
Friedrich will Armutszuwanderung mit Einreiseverbot verhindern
Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will Armutszuwanderung aus Bulgarien und Rumänien notfalls mit einem Einreiseverbot stoppen. Das sagte Friedrich im ZDF-"heute journal".Foto: dapd

Berlin.  Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) will mit einem Einreiseverbot eine Armutszuwanderung aus Bulgarien und Rumänien verhindern. Dies gelte für Menschen aus diesen Ländern, die nach der Abschiebung in ihre Heimat sofort wieder in die Bundesrepublik einreisen wollten, sagte Friedrich am Dienstag im ZDF-"heute journal".

Angesichts zunehmender Klagen über Armutseinwanderer aus Bulgarien und Rumänien hat Bundesinnenminister Hans-Peter Friedrich (CSU) ein härteres Vorgehen in Aussicht gestellt. Ein Teil der Zuwanderer aus beiden EU-Ländern komme nur deshalb nach Deutschland, um Sozialleistungen zu bekommen, sagte Friedrich am Dienstag dem ZDF-"heute journal". "Das können wir nicht akzeptieren. Wenn ein solcher Betrug nachgewiesen werden kann, und das ist Aufgabe auch der Behörden vor Ort, dann kann man die Ausreise dieser Personen verlangen."

Wenn sie sofort nach der Abschiebung wieder einreisten , müsse erreicht werden, "dass wir für solche Menschen eine Einreisesperre nach Deutschland bekommen". Das müsse jetzt mit den EU-Partnern besprochen werden. "Notfalls muss es auf europäischer Ebene härtere Bandagen geben in dieser Frage."

Friedrich sieht Rumänien und Bulgarien in der Pflicht

Friedrich sieht die Herkunftsländer Rumänien und Bulgarien in der Pflicht. "Die Länder müssen davor sorgen, dass ihre Menschen daheim ordentliche Verhältnisse haben, so dass sie keinen Grund haben, nach Deutschland zu kommen." Und: "Wir geben eine Menge Geld an die Europäische Union zum Zwecke auch der Hilfe für die Länder aus Osteuropa. Und das muss dann auch entsprechend genutzt werden. Wir zahlen nicht zweimal. Nicht einmal über die Europäische Union und ein zweites Mal durch Sozialleistungen hier."

Sozialhilfe
Städte fürchten Millionenkosten durch Zuwanderung

Ab 2014 gilt auch für Rumänen und Bulgaren die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit in Europa. Doch in vielen Städten haben sich auch viele Armutsflüchtlinge niedergelassen. Im nächsten Jahr sind sie sozialhilfeberechtigt. Die Städte fühlen sich mit den Kosten allein gelassen.

Zuletzt hatten Kommunal- und Landespolitiker gewarnt, dass eine massive Zunahme der Armutseinwanderung in deutsche Großstädte von den Sozialsystemen nicht mehr zu bewältigen sei. Vom 1. Januar 2014 an gilt die volle Arbeitnehmerfreizügigkeit für Bulgaren und Rumänen in Europa. (dpa/dapd)

Facebook
 
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/7638442/create

Umfrage
Die SPD feiert ihren 150. Geburtstag . Ist die Partei für Sie immer noch aktuell oder schon total veraltet?

Die SPD feiert ihren 150. Geburtstag . Ist die Partei für Sie immer noch aktuell oder schon total veraltet?

 
Fotos und Videos
1,3 Promille mit der Rauschbrille
Video
Straßenverkehr
Kanzlerin Merkel in Kleve
Bildgalerie
Staatsbesuch
Altkanzler wird geehrt
Bildgalerie
Helmut Kohl
Prinz Harry in den USA
Bildgalerie
Prinz-Besuch
Aus dem Ressort
Krawalle weiten sich von Stockholm auf weitere Städte aus
Gewalt
Die Krawalle in der schwedischen Hauptstadt Stockholm haben sich auf andere Teile des Landes ausgeweitet. In Örebro warfen Jugendliche mit Steinen auf Polizisten. Insgesamt ist es in der sechsten Nacht der Gewalt aber ruhiger geworden, auch Dank verstärkter Polizeipräsenz und Bürgerpatrouillen.
Prämie soll mehr Milch an Schulen und Kindergärten bringen
Schulmilch
Kinder sollen mehr Milch trinken, wenn es nach dem EU-Schulmilchprogramm in NRW geht. Mit einer bundesweit einmaligen Schulmilchprämie vom Ministerium für Klimaschutz, Umwelt, Landwirtschaft, Natur- und Verbraucherschutz sollen nun mehr Schulen und Kindergärten gelockt werden, Milch anzubieten.