Bei jungen Schlägern sinkt laut Hilfsorganisation die Hemmschwelle
30.05.2012 | 19:31 Uhr 2012-05-30T19:31:00+0200
Essen. Aus vermeintlich nichtigen Gründen schlagen sie zu. Bei jungen Gewalttätern sinke die Hemmschwelle, beklagt die Hilfsorganisation Weißer Ring nach der Prügelattacke auf zwei Frauen in Mönchengladbach. Sechs Gewalttaten gibt es am Tag an Bahnhöfen in NRW. Nun werden Forderungen nach mehr Polizeipräsenz laut.
Nach der Gewaltattacke mit zwei schwer verletzten Frauen im Mönchengladbacher Hauptbahnhof und einem ähnlichen Vorfall in Essen beklagt die Hilfsorganisation „Weißer Ring“ eine neue Qualität der Jugendgewalt. Es sinke „die Hemmschwelle auf wehrlose Opfer einzuprügeln“, so Veit Schiemann, Sprecher der Opferhilfe. Aus vermeintlich nichtigen Gründen werde immer brutaler zugeschlagen. Und: Immer weniger Menschen trauten sich einzugreifen. „Wir sind zu einer Gesellschaft der Wegseher geworden.“
Die nackte Statistik belegt allerdings keinen Anstieg der Deliktzahlen, insbesondere bei der Bahn. Die Bundespolizei registriert in NRW pro Tag sechs bis sieben Fälle von Körperverletzung. Insgesamt seien 2011 rund 2400 derartige Delikte erfasst worden, so Sprecher Jens Flören – ein leichter Rückgang im Vergleich zum Vorjahr mit 2700 Vorfällen. Wenn man berücksichtige, dass im Ballungsraum Rhein/Ruhr täglich mehr als eine Million Reisende unterwegs sind, sei diese Fallzahl sogar „relativ gering“.
Stärkere Überwachung als Lösung?
Der Sicherheitschef der Bahn, Gerd Neubeck sieht eher „Handlungsbedarf bei Rüpeleien, Rumpöbeln, Verschmutzen – eben unsozialem Verhalten. „Hier würden wir uns wünschen, mehr durchgreifen zu können und mit einem Bußgeld, ähnlich dem Straßenverkehr, ungesittete Fahrgäste zur Ruhe zu bringen“ Das Strafrecht müsse nicht verschärft werden. Eine stärkere Überwachung per Video sei datenschutzrechtlich bedenklich und würde Täter, die im Affekt handeln, ohnehin nicht abschrecken, sagte er im NRZ-Gespräch. In NRW sei das Sicherheitspersonal im vergangenen Jahr um 150 auf 600 Mitarbeiter aufgestockt worden.
Nach Angaben von Frank Richter, Landeschef der Gewerkschaft der Polizei (GdP) fehlen in NRW rund 5000 Polizisten. Der Mangel sei entstanden, weil über Jahre hinweg zu wenig Beamte eingestellt worden seien, während die Arbeit massiv zugenommen habe: „Unsere Auftragsbücher sind voll“, sagte Richter und verwies auf steigende Zahlen etwa bei der Gewalt- oder Einbruchskriminalität. Beamte fehlten in allen Bereichen, für den Bürger besonders sichtbar sei der Mangel beim Streifen- oder beim Ermittlungsdienst.

08:08
Genau diese Aussage im privaten Kreis hat ein Jugendschöffe bei einem Gericht einer großen Ruhrgebietsstadt gemacht. Mehr als die Hälfte der Verfahren betreffen Jugendliche mit Migrationshintergrund, wobei die Gerichtsverfahren oftmals erst ein Jahr nach der Tat stattfinden, Zeugen sich kaum mehr erinnern können und der Sühnegedanke ad absurdum geführt wird. In den Herkunftsländern hätte diese straffällig gewordenen Jugendlichen schnellere und härtere Strafen zu erwarten, und würden nicht in den leider wirklich meisten Fällen mit einem Lachen aus dem Gerichtssaal gehen und zu den Kumpels sagen: "Ey, ich habe nix gemacht, ich muss nicht in den Bau!"
Die manchmal aufgebrummten "Sozialstunden" sind Feuerwehrautoswaschen etc., zum Nachdenken über ihre Tat regt es diese Jugendlichen nicht an.
Bevor hier die Zensurkeule geschwungen wird, es stehen auch viele "deutsche" Jugendliche vor Gericht, aber der Jugendschöffe konnte glaubhaft versichern,dass die Hauptfälle Migrationshintergrund haben
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Ich frage mich, was die Freunde, Freundinnen und Familienmitglieder dieser Schläger Denen nach solchen Taten sagen? Auch hier gibt es ein "Wegschauen".
Ich kann mir nicht vorstellen, dass sie stolz auf solche Idioten sind.