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Zwölf Leichen aus gestohlenem Transporter in Polen identifiziert

25.10.2012 | 15:06 Uhr

Nach dem Fund von zwölf Leichen in einem Wald in Polen sind die Toten identifiziert worden.

Poznan/Frankfurt (Oder) (dapd). Nach dem Fund von zwölf Leichen in einem Wald in Polen sind die Toten identifiziert worden. Es handle sich erwartungsgemäß um die Verstorbenen, die in dem vor anderthalb Wochen in Hoppegarten gestohlenen Transporter lagen, sagte am Donnerstag der Sprecher der Staatsanwaltschaft Frankfurt (Oder), Ulrich Scherding. Die Identifizierung im Gerichtsmedizinischen Institut in Poznan (Posen) sei durch deutsche Kriminalbeamte unterstützt worden.

Die polnischen Behörden seien jetzt dabei, die Unterlagen noch einmal zu sichten, erläuterte ein Polizeisprecher. Nach der endgültigen Freigabe der Leichen durch einen Mediziner könne der Rücktransport nach Deutschland beginnen. Damit würden voraussichtlich Bestattungsfirmen beauftragt. Die Ermittler hoffen, dass der Rücktransport in den nächsten Tagen erfolgen kann.

Angehörige wurden über Fund der Särge informiert

Das Fahrzeug mit den Leichen war in der Nacht zum 15. Oktober zusammen mit zwei weiteren Transportern in einem Hoppegartener Gewerbegebiet unweit der Berliner Stadtgrenze gestohlen worden. Die Verstorbenen sollten ursprünglich zur Einäscherung ins sächsische Meißen gebracht werden. Die Diebe hatten wahrscheinlich aus Versehen das Fahrzeug des Bestattungsfahrdienstes erwischt. Die Särge wurden nach intensiver Suche von polnischen Polizisten am Dienstag in einem Wald bei Konin rund 100 Kilometer östlich von Poznan entdeckt.

Sie seien ungeöffnet und unversehrt gewesen, sagte Scherding. Nach Angaben eines Polizeisprechers wurden die Angehörigen nach dem Fund der Särge sofort informiert.

Die polnische Polizei hatte im Zusammenhang mit dem Diebstahl in der vergangenen Woche drei Verdächtige festgenommen. Nach zwei Männern wird weiterhin gefahndet.

dapd

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