Das aktuelle Wetter NRW 15°C
Stars

Zu jung zum Sterben - Arte-Serie über früh gestorbene Stars

13.07.2012 | 13:25 Uhr
Blues Brother Belushi: Er lebte wild, und er starb jung. Foto: Arte

Straßburg.   Arte würdigt in einem Vierteiler jung verstorbene Helden des Show-Geschäfts. Den Anfang macht am Samstag Blues Brother John Belushi, der sich als TV-Anarcho in „Saturday Night Live“ einen Namen gemacht hatte. Ebenfalls auf dem Programm: Kurt Cobain, Heath Ledger und Sharon Tate.

Der Weg zum Ruhm ist kein Zuckerschlecken, zumindest das entnehmen wir den Casting-Shows, aber richtig stürmisch ist es ja erst beim Aufstieg zur Legende. Kult wird eben nicht jeder, Gebrauchsanweisungen sind eher dünn gesät und zudem wenig verlässlich, aber zumindest eins scheint sicher: Ein früher Tod hilft ungemein. Arte hat dieser These einmal mehr gleich eine ganze Reihe gewidmet und sie passend zum nächtlichen Sendetermin „Too Young To Die“ getauft, Englisch für Fortgeschrittene!

„Die Guten sterben jung“ hätte auch irgendwie deplaziert gewirkt. John Belushi, mit dem die kleine Serie am Samstag (23.50 Uhr) beginnt, war nämlich vieles, Musiker, Comedian, Schauspieler, nur nicht unbedingt einer von den Guten. John Belushi, so suggeriert der Beitrag, machte den bösen Buben erst richtig salonfähig. Die Satire-Show „Saturday Night Live“ machte ihm in den Siebzigern zum Stammgast in den amerikanischen Wohnzimmern, ein Privileg, das er ungeniert nutzte. Immer wieder stürmte Belushi die Wohnungen Wildfremder, so berichten die Überlebenden dieses rastlosen Feldzugs mit wohligem Schauer, und machte es sich dort gemütlich. Fraß den Kühlschrank leer, gern auch im Stehen, und schlief nach dem Konsum diverser Rauschmittel auf dem Sofa ein.

John Belushi starb am tödlichen Drogen-Cocktail aus Heroin und Kokain

Als „Blues Brother“ wurde Belushi anschließend weltberühmt, aber nur kurz. Als Held von romantischen Komödien wollte den Anarcho-Clown schon kurz danach keiner mehr sehen, selbst eine Zusammenarbeit mit Steven Spielberg („1941“) ging daneben. Belush starb 1982 im Alter von 33 Jahren. Ob der tödliche Cocktail aus Heroin und Kokain eher aus Versehen oder mit voller Absicht gemixt wurde, bleibt im Dunkeln, wie so vieles im Leben von Legenden, das doch angeblich bis zum letzten Winkel ausgeleuchtet werden kann.

Kurt Cobains Porträt, das eine Woche später (Freitag, 21. Juli, 21.40 Uhr) ausgestrahlt wird, enthüllt denn auch letztlich nur eins: Legenden lassen sich nicht vergleichen. Belushi stammte aus Wheaton, einem Kleinstadt-Idyll bei Chicago, war der beste Sportler, der liebste Sohn, der umjubelte Clown der Klasse – und scheiterte dennoch gleich in der ersten Lebenskrise.

Der "Club 27"

Cobain, Ledger und Tate folgen

Cobain schlief im tristen Aberdeen (Washington State) unter einer Brücke und schoss sich auf dem Höhepunkt des Erfolgs, als er zum Sprecher einer ganzen Generation wurde, mit einer Flinte in den Kopf. Das Leben und der Tod von Heath Ledger und Sharon Tate, mit denen die Serie an den Freitagen darauf fortgesetzt wird, kollidieren wiederum an so unterschiedlichen Kreuzungen, dass sich letztlich eine gewisse Ratlosigkeit einstellt. Wie man zur Legende wird und warum das so oft als Tragödie endet, bleibt offen. Deshalb sollten alle Casting-Shows sicherheitshalber mit dem Warnvermerk „Ruhm kann Sie töten!“ versehen werden.

Ulrich Schilling-Strack



Kommentare
15.07.2012
17:41
Zu jung zum Sterben - Arte-Serie über früh gestorbene Stars
von Hansilein | #1

welchen Sinn hat so eine Sendereihe ohne Jimi Hendrix und Janis Joplin? Keinen.

Aus dem Ressort
Kleinkind in Witten fällt aus Fenster im vierten Stock
Unglück
Dieser kleine Junge muss wirklich einen Schutzengel gehabt haben. Ohne schwerwiegende Verletzungen überstand er am Montagnachmittag einen Sturz aus einem Fenster im vierten Stock einer Wohnung in der Winkelstraße. Es war zum Lüften geöffnet, als das 14 Monate alte Kind auf eine Couch kletterte.
Hackfleisch mit Nadeln gespickt - 60-Jährige festgenommen
Verbrechen
Fast ein Jahr lang wurde immer wieder abgepacktes Hackfleisch in Märkten in Eutin und Umgebung mit Nähnadeln gespickt. Ein Opfer bemerkte die Nadel erst im Mund. Nun wurde eine 60-jährige Frau als Tatverdächtige gefasst. Sie zeigt sich in einigen Fällen geständig.
Zwangsprostitution - Die Narco-Mädchen von Mexiko
Drogenkrieg
In den Hochburgen der mexikanischen Kartelle werden Frauen und Mädchen zur Prostitution oder zum Drogenschmuggel gezwungen. Immer wieder schließen sie sich aber auch freiwillig den Syndikaten an. Einige machen sogar erstaunliche Karrieren in dem rauen Geschäft.
Drama um Ausreißerin - 15-Jährige prostituiert sich offenbar
Sexplattform
Verschwundene 15 Jährige brannte mit 63-jährigem Nachbarn durch und bot offenbar Sex im Internet an. Angehörige vereinbaren ein Schein-Date und fanden so das Mädchen wohlbehalten im Wohnwagen des Mannes. Gegen den Nachbarn liegt nun der Verdacht der Förderung sexueller Handlungen Minderjähriger vor.
Wetter-Experten erwarten künftig noch mehr Sommer-Gewitter
Wetter
Vollgelaufene Keller in der Mitte Deutschlands, Freibad-Temperaturen im Osten: Der Sommer 2014 brachte schwülwarmes Wetter und viel Regen. Aber sind die Ereignisse auch ein Zeichen des Klimawandels?
Umfrage
Die Stadt Dortmund lehnt Pfandringe an Mülltonnen ab: Sie seien zu gefährlich . Teilen Sie diese Einschätzung?

Die Stadt Dortmund lehnt Pfandringe an Mülltonnen ab: Sie seien zu gefährlich . Teilen Sie diese Einschätzung?

 
Fotos und Videos