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US-Polizeiopfer Rodney King mit 47 Jahren gestorben

18.06.2012 | 07:11 Uhr
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US-Polizeiopfer Rodney King mit 47 Jahren gestorben
Vier Polizisten verprügelten Rodney Kind 1991. Als sie 1992 freigesprochen wurden, brachen Rassenunruhen in LA los.Foto: ap

Los Angeles.   Sein Name wurde zum Synonym für die tödlichen Rassenunruhen in Los Angeles. Rodney King, dessen Misshandlung durch Polizisten die Unruhen ausgelöst hatten, ist im Alter von 47 Jahren gestorben. Er lag tot auf dem Grund seines Swimming Pools.

Nach dem Tod von Rodney King, dessen Misshandlung durch Polizisten in Los Angeles 1992 tödliche Rassenunruhen auslöste, warten die Amerikaner auf die Befunde der Obduktion. Obwohl nichts auf ein Verbrechen hindeutet, soll die Autopsie die genauen Todesumstände klären. Der Afroamerikaner wurde am Sonntag von seiner Verlobten tot auf dem Grund des Schwimmbeckens ihres Hauses entdeckt, wie die Polizei mitteilte. Er wurde 47 Jahre alt.

Die Sanitäter hätten erfolglos versucht, King wiederzubeleben, sagte ein Polizeisprecher. Im Krankenhaus wurde wenig später sein Tod festgestellt.

Die Attacke gegen King im März 1991 löste Bestürzen in den USA aus. Vier Polizeibeamte prügelten den Schwarzen mit mehr als 50 Schlägen nieder, traten ihn und feuerten mit einer Schreckschusspistole auf ihn, nachdem sie ihn wegen einer Geschwindigkeitsüberschreitung gestoppt hatten. Ein Passant filmte das Geschehen und reichte die Aufnahmen an einen Fernsehsender weiter.

Vier Polizisten prügelten King mit mehr als 50 Schlägen nieder

Eine Verurteilung der Beamten schien sicher, doch dann wurde das Verfahren in den mehrheitlich von Weißen bewohnten Vorort Simi Valley verlegt. Im April 1992 sprach eine Jury, der kein Schwarzer angehörte, drei Polizisten frei. Das Verfahren gegen den vierten platzte.

Das Urteil löste umgehend gewaltsame Ausschreitungen aus, die in South Los Angeles ihren Anfang nahmen. Innerhalb von drei Tagen kamen 55 Menschen ums Leben, mehr als 2000 wurden verletzt. Auf dem Höhepunkt der Gewalt bat King auf einer Pressekonferenz: „Können wir nicht alle miteinander auskommen?“

Die Polizei wurde von den Unruhen überrascht. Der Aufruhr breitete sich auf Koreatown aus, wo Ladeninhaber sich bewaffneten und Feuergefechte mit Plünderern lieferten. Mehrere schwarze Männer zogen einen weißen Lastwagenfahrer aus seinem Fahrzeug und prügelten ihn fast zu Tode.

Im Sommer desselben Jahres kam es erneut zu einer Anklage der vier Polizisten. Zwei von ihnen wurden in dem Prozess zu zwei Jahren Haft verurteilt, King erhielt 3,8 Millionen Dollar (3 Millionen Euro) Entschädigung.

In den zwei Jahrzehnten, seit sein Name zum Synonym für die Unruhen geworden war, wurde King mehrfach festgenommen, meist im Zusammenhang mit Alkohol. Später wurde er Manager bei einer Plattenfirma und trat in der Reality-Show „Celebrity Rehab“ auf. Kürzlich sagte er der Nachrichtenagentur AP, er sei ein glücklicher Mann. „Amerika war gut zu mir, nachdem ich den Preis bezahlt und das alles überlebt hatte“, erklärte er. „Dieser Teil meines Lebens ist jetzt der leichte Teil.“

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