Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Wetter-Rückschau

So war das Wetter 2012 - mehr Sonne und mehr Extreme

28.12.2012 | 16:10 Uhr
Copacabana? Rimini? Nein - Haltern! Der Badestrand am Silbersee war am 19. August, dem heißesten Tag 2012 in NRW, ein heißbegehrtes Ausflugsziel.Foto: Dirk Bauer/WAZ FotoPool

Offenbach.  Das Jahr 2012 war in Deutschland etwas zu warm, etwas sonniger als üblich, und es fiel zugleich durch extreme Wetterlagen auf. Januar, März, Mai und August seien "deutlich" zu warm gewesen, teilte der Deutsche Wetterdienst mit. Der Februar dagegen war drei Grad kälter als üblich.

Etwas wärmer und sonniger als üblich, mit Niederschlägen nahe am Mittelwert: 2012 war aus meteorologischer Sicht ein eher unauffälliges Jahr. Wie der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Freitag in Offenbach nach einer vorläufigen Auswertung mitteilte, lag die Jahresdurchschnittstemperatur zwischen Flensburg und Passau bei 9,1 Grad. Das waren 0,2 Grad mehr als in der Vergleichsperiode 1981-2010 und 0,9 Grad mehr als das vieljährige Mittel der international gültigen Referenzzeit 1961-1990.

Die durchschnittliche Niederschlagsmenge lag mit 768 Litern pro Quadratmeter im ablaufenden Jahr nur um minimale drei Prozent unter dem Sollwert von 789 Litern. Die Sonnenscheindauer summierte sich nach Aufzeichnungen der rund 2000 DWD-Stationen auf etwa 1651 Stunden, also etwa 108 Prozent des Mittelwerts von 1528 Stunden. Hinter den ausgeglichenen Gesamtdaten verbargen sich nach Angaben der Meteorologen aber einzelne, durchaus heftige Monatsschwankungen. Es habe auch Extremwettersituationen und stellenweise neue Rekordwerte gegeben.

Der Sommer - erst nass, dann gewittrig und heiß

So waren Januar, März, Mai und August "deutlich" zu warm, während der Februar in diesem Jahr um drei Grad zu kalt ausfiel, wie der DWD mitteilte. In der ersten Februarhälfte hatte demnach ein starkes russisches Hoch extrem kalte Luft nach Mitteleuropa gelenkt, so dass dort nach einem relativ milden Januar kurz vor dem Frühling sogar noch einmal zahlreiche Seen und Flüsse zufroren.

Die Winterbilder unserer Leser

Der Sommer blieb anfangs verbreitet nass, wurde dann später allerdings extrem gewittrig und sehr heiß, bei Temperaturen von fast 40 Grad. Der Herbst brachte teilweise noch einmal sommerliches Wetter mit Wärmerekorden im Oktober, gefolgt von einem markant-frühen Wintereinbruch, der sich vor Weihnachten aber wieder verflüchtigte und weit verbreitet frühlingshaften Temperaturen Platz machte.

Am wenigsten Sonne in Hamburg

Den Kälterekord des Jahres meldete die Wetterstation in Oberstdorf in Bayern, wo in der Nacht des 6. Februars minus 29,4 Grad gemessen wurde. Der heißeste Tag war nach den Daten des DWD der 20. August - und zwar in Dresden: In der Station Dresden-Hosterwitz registrierte der Wetterdienst 39,8 Grad.

Das sonnenscheinärmste Bundesland war 2012 Hamburg. Die Hansestadt machte ihrem legendären "Schmuddelwetter" alle Ehre und wies nur 1453 Sonnenstunden auf. Baden-Württemberg war mit 1806 Stunden in diesem Jahr das sonnenscheinreichste Bundesland. (afp)



Kommentare
Aus dem Ressort
The Voice of Germany - Stefanie Kloß spielt die Sexkarte aus
The Voice of Germany
Der Kampf um die besten Talente wird bei "The Voice of Germany" immer härter. In der testosteronhaltigen Luft unter den Coaches setzt Silbermond-Sängerin Stefanie Kloß ihre weiblichen Reize ein. Mit Klammer-Blues, verlockendem Augenaufschlag und Zweideutigkeit spielt die Sexkarte aus.
Gäste von McDonald's in München durch Gas verletzt
Angriff
Gas-Alarm in einem Schnellrestaurant: Plötzlich klagen etliche Besucher eines McDonald's im Münchner Zentrum über Atemwegsbeschweren. Notarzt, Feuerwehr und Polizei rasen zum Einsatzort. Fünf Gäste wurden in ein Krankenhaus eingeliefert.
Mark Medlock muss wegen Beleidigung 3000 Euro zahlen
DSDS-Star
Sein Auftritt auf einer Firmenfeier in Gotha hat Sänger und DSDS-Gewinner Mark Medlock eine Klage eingebracht. Für seine Schimpftiraden gegen einen Moderator muss er Entschädigung zahlen. Medlock selbst fühlte sich vom Publikum rassistisch beleidigt.
Mann wurde 13 Jahre als Sklave auf Pferdehof gehalten
Sklaverei
Er musste 15 Stunden am Tag arbeiten, hauste in einem Schuppen zwischen Ratten und wusch sich in einem Trog für Tiere. 13 Jahre lang wurde ein geistig behinderter Mann in Wales wie ein Sklave gehalten. Jetzt wurde sein Peiniger zu einer Gefängnisstrafe verurteilt.
Gefälschte Whatsapp-Werbung führt Android-Nutzer in Abofalle
Whatsapp
Zuerst denken, dann klicken – das gilt nicht nur für Spam im E-Mail-Postfach, sondern auch für Whatsapp-Werbung. Pop-Ups weisen Nutzer darauf hin, dass ihr Abo angeblich bald auslaufe. Dabei können Kunden sehr leicht selbst herausfinden, wie lange ihr Abo tatsächlich noch läuft.
Umfrage
Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?

Vielen Deutschen könnte die Zeitumstellung gestohlen bleiben. Wir wüssten gerne von Ihnen: Was halten Sie von der Umstellung von Sommer- auf Winterzeit?