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So kann man seine Stromkosten ordentlich senken

28.12.2012 | 17:32 Uhr
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So kann man seine Stromkosten ordentlich senken
Energieberater Ismail Sargin misst den Stromverbrauch eines Kühlschrankes. Strom ist teuer. Und er wird noch teurer.Foto: Oliver Berg/dpa

Berlin.   Zum Jahresanfang drehen die meisten Energieversorger an der Preisschraube. Die Stromkosten werden dementsprechend steigen. Verbrauche können aber einer hohen Stromrechnung entgegenwirken. Bei Beleuchtung, Tiefkühltruhe und Trockner lässt sich eine ganze Menge sparen.

Wenn die Strompreise zu Beginn des Jahres 2013 empfindlich steigen werden, sind die Verbraucher dieser Entwicklung nicht hilflos ausgeliefert. Dass sich die Stromrechnung durch eigenes Verhalten nennenswert verringern lässt, zeigt unsere Tabelle. Mehrere hundert Euro Einsparung pro Jahr sind realistisch.

Die Höhe des Stromverbrauchs und der Kosten hängt stark von den Geräten im jeweiligen Haushalt ab. Mit stromfressenden Lampen, altem Kühlschrank und Trockner erreicht eine Familie leicht Stromkosten von rund 90 Euro pro Monat. Auf das Jahr gerechnet, macht das fast 1100 Euro aus. Wer auf Energiesparlampen umgestiegen ist, seine Geräte modernisiert hat und eventuell auf die Tiefkühltruhe und den Wäschetrockner verzichtet, kann seine Kosten dagegen auf rund 40 Euro monatlich drücken. Die Jahresrechnung liegt dann nur noch bei knapp 500 Euro.

Investitionskosten sollten vorher gegengerechnet werden

Große Einsparmöglichkeiten ergeben sich zum Beispiel bei der Beleuchtung. Wer alte Glühbirnen durch Energiesparlampen oder gar LEDs ersetzt, kann die Verbrauchskosten um 80 Prozent verringern. Statt knapp 150 Euro jährlich kostet das häusliche Licht dann nur noch 25 Euro. Gegenrechnen muss man allerdings die Investitionskosten für die oft nicht billigen Sparleuchten.

Erhebliches Potenzial zur Kostenreduzierung gibt es auch beim Kühlschrank, der Tiefkühltruhe und dem Wäschetrockner. Einerseits verbrauchen moderne Geräte viel weniger als alte. Außerdem kann es passieren, dass der Trockner etwa ein Viertel des gesamten Stromes frisst, den eine Familie pro Jahr verbraucht. Wer auf dieses Gerät verzichtet und die Wäsche ins Schlafzimmer zum Trocknen stellt, hat sofort einen spürbaren finanziellen Vorteil.

Ein neuer Herd spart nicht viel

Gewisse Reduzierungen lassen sich allerdings auch erzielen, wenn man die Unterhaltungs- und Büroelektronik (Musikanlage, Fernsehgeräte, Computer, Radio etc.) mit Steckerleisten versieht und diese nachts ausschaltet. Auf diese Weise umgeht man den Standby-Modus der Geräte, was ebenfalls Elektrizität spart.

Keine allzu großen Einspareffekte sind hingegen beispielsweise beim Kauf eines neuen Herdes zu erzielen. Auch bei sporadischen Kleinverbrauchern wie Mikrowelle oder Staubsauger fällt die Effizienzsteigerung wenig ins Gewicht.

Hannes Koch

Kommentare
01.01.2013
20:13
Ein Tip wurde übersehen:
von bearny67 | #20

Die Möglichkeit, die Stromart auszuwählen. Anstatt teuren Ökostrom zu nehmen, gibt es auch die Auswahl hin zu mehr political incorrect energy, sprich: Atomstrom.
Dem einzelnen Elektron sehe ich eh nicht an, wie es produziert wurde, ob per Windrad im Sauerland oder aus Cattenom importiert. Anstatt nur die Energielieferanten reich zu machen, wird so der eigene Geldbeutel geschont.

Die andere Sache sind die Energiesparlampen: Giftig, teilweise augenschädliches Licht abgebend und obendrein 10x teurer als normale Birnen. Oberwitzig aber ist, daß sie nur im Dauerbetrieb lohnen- oftmaliges Ein/ ausschalten ist ziemlich lebensdauerverkürzend. Und gerade in Bereichen wie Flur, Bad, Garage völlig fehl am Platze.
Abschließend noch eine (rhetorische) Frage an Politik und Industrie:
Es wird doch nicht im Ernst daran geglaubt, daß dieser Lampensondermüll ordnungsgemäß getrennt zurückgebracht wird? Wenn die Herren möchten, dürfen sie gerne den Restmüll auf gewisse Rückstände untersuchen. Viel Spaß!

01.01.2013
08:30
Seit 30 Jahren nichts neues... und die Tipps sind ja teils echt kontraproduktiv!
von nachdenken | #19

Also, irgendwo habe ich noch ein vergilbtes Faltblatt (damals hießen die noch so...) von der Verbraucherzentrale.
Da sind ungefähr die o.g. Tipps. Seit rund 15 Jahren ändert sich bei meiner optimierten Stromrechnung nur der Grundpreis nach oben. Beim Verbrauch ist praktisch nichts mehr zu holen.
Und wer neue Elektrogeräte kauft, läuft Gefahr die mit der gewollten Obsoleszenz zu kaufen, also mit eingebauten Fehlern. Wo nach drei bis fünf Jahren plötzlich der Fernseher, Waschmaschine etc. nicht mehr funktionieren.
In der Tabelle ist übrigens beim Fernseher alt-neu der gleiche Verbrauch und der gleiche Preis angegeben...
Die "neuen" Geräte dienen nur der Profitmaximierung der Hersteller. Und für die Umwelt sind ständig neue Geräte ja auch nicht gut: Zusätzliche Stromkosten Und Resourcenverbrauch bei der Herstellung, und wie ist das mit der Entsorgung? Alles nach Afrika?
Nasse Wäsche ins (gedämmte) Schlafzimmer = Schimmel = Renovierung = neue Möbel = Kosten. Meinem Nachbarn passiert.

31.12.2012
20:50
So kann man seine Stromkosten ordentlich senken
von Keitermann | #18

Nachdem ich seit einiger Zeit die Hälfte meiner Wohnungsbeleuchtung schon auf LED-technik umgestellt hatte, wollte ich nun den Rest noch umrüsten. Ich mußte aber nun feststellen, dass die Preise für LED-Leuchten kräftig angehoben wurden. Es ist kaum noch eine LED-Birne unter 15 € zu haben, für die ich vor einem Jahr noch 7 € bezahlt habe. Leistungsfähige Birnen kosten gar 20 €. Stückpreis, versteht sich. Auch Stromsparlampen kletterten um 100 % nach oben. Also hab ich erstmal meine Wachmaschine alt gegen neu getauscht. Hier mußte ich überraschender Weise feststellen, dass meine neue Maschine (Energie-Lavel A) kaum weniger verbrauchte als meine 15 Jahre alte Maschine. Rechne ich nun alle meine Vorhaben durch (Sparpotential gegen Investivkosten), müssen schon einige Jahre vergehen, um nennenswerte positive Ergebnisse einzufahren. Ganz so einfach stellt sich das von vielen sog. Energie-Experten vorgestellte Einsparpotential doch nicht dar.

31.12.2012
20:06
So kann man seine Stromkosten ordentlich senken
von mc3hammer | #17

Am 31.12.2012 finde ich hier folgende Überschrift:
"So kann man 2012 seine Stromkosten ordentlich senken"
Danke, liebe WAZ. Abertausend Dank für diese Hilfe!

31.12.2012
16:19
So kann man seine Stromkosten ordentlich senken
von Schuecke.N | #16

Jedes Jahr verbrauchen wir weniger Strom!!! Jedes Jahr zahle wir trotzdem mehr.

31.12.2012
13:31
So kann man seine Stromkosten ordentlich senken
von Jorgel | #15

"Investitionskosten sollten vorher gegengerechnet werden"

Stimmt, das ist zu beherzigen. Nur, warum tun sie es dann nicht?

Denn wenn die Investitionen, die bei der Anschaffung der Geräte, die jetzt vorzeitig ausgetauscht werden sollen, mit eingerechnet werden, bleibt von einer Ersparnis durch Stromkosten nichts mehr übrig, man zahlt höchstens noch drauf.

Genau dieser Faktor wird nämlich in sämtlichen Rechnungen zur Stromersparnis unterschlagen, auch in diesem Artikel. Zur Stromersparnis werden stets konkrete Zahlen genannt, zum Verlust des Restwertes der Geräte die ausgetauscht werden sollen keinerlei Angaben...

Natürlich geht bei vorzeitigem Austausch der Geräte nicht nur deren Restwert verloren, auch die Nachfolgegeräte sind eher defekt, als wären sie später angeschafft worden.

Ganz davon abgesehen, dass in absehbarer Zeit noch effizientere Geräte auf dem Markt kommen. Dann entsorgen wir die gerade Ausgetauschten wieder vorzeitig?

Vergesst eure Milchmädchenrechnungen...

31.12.2012
12:31
So kann man seine Stromkosten ordentlich senken
von ichglaubannichts | #14

Hier etwas zum Thema Energiesparlampen von Hagen Rether:
Unterhalten sich zwei, „komm wir erfinden mal ein richtig schlechtes Produkt“: Es muss Gift drin sein und teuer, au ja, und es darf nicht problemlos zu entsorgen sein, genau, und das Ergebnis muss eigentlich auch mies sein: Hurra, so wurde die Energiesparlampe erfunden.

Glück auf!!

31.12.2012
12:10
So kann man seine Stromkosten ordentlich senken
von Juelicher | #13

Ich kann meinen Vorredner nur unterstützen!
Schon vor mehr als 30 Jahren lernte ich in meiner Elektroausbildung, dass man den Lichtstrom aufgrund geringer Höhe fast vernachlässigen kann. Es sei denn, man würde den Garten mit einer Flutlichtanlage beleuchten. Energiesparlampen haben im Übrigen derart viele eklatante Nachteile, dass man hier ein Buch schreiben könnte, wollte man sie alle aufzählen.
Tiefkühltruhen waren schon immer recht sparsame Geräte. Neugeräte bringen hier kaum Einsparungen. Beim Austausch von technischen Geräten muss allgemein beachtet werden, dass heutige Neugeräte seit einigen Jahren eine - unter Fachleuten bekanntermaßen - deutlich erniedrigte Lebenserwartung aufweisen. Hierdurch ist der Einspareffekt rein theoretischer Natur.

31.12.2012
11:30
So kann man seine Stromkosten ordentlich senken
von ichglaubannichts | #12

Unseren selbsternannten Energieexperten fällt beim energiesparen schon seit Jahren nichts anderes ein, als Haus oder Wohnung mit Energiesparlampen vollzupflastern.
Seltsamerweise wird diesen haarsträubenden Milchmädchenrechnungen auch noch geglaubt.
Wie ja wohl allgemein bekannt, macht die Beleuchtung eines Hauses/Wohnung ca. 8% des Stromverbrauchs aus, so ist es mir vollkommen unerklärlich, wie manche allein durch die Verwendung von Sparlampen 33% Energie einsparen wollen.
In meinem Haus verbrauche ich ca. 10.000 kwh +/- 500kwh im Jahr, durch die totale Umrüstung auf Sparlampen würde ich meinen Verbrauch max. um 1% senken (übrigens habe ich schon mindestens 15 Jahre Sparlampen in Gebrauch, aber nur in Lampen die mindestens 10 Stunden am Tag brennen, das sind im ganzen Haus gerade mal 4 Stück)
Hier etwas zum Thema Energiesparlampen von Hagen Rether:
Unterhalten sich zwei, „komm wir erfinden mal ein richtig schlechtes Produkt“: Es muss Gift drin sein und teuer, au ja, und es darf nicht

31.12.2012
08:55
So kann man seine Stromkosten ordentlich senken
von ogni1 | #11

Wir müssen alle für die Energiewende zahlen, sagen unsere Volksvertreter.
Dazu gehört auch der Finanzminister, aber er bekommt von jeder Kw,h erneuerbarer Energie, zusätzlich 19,6% Steuern.
Da reibt sich einer die Hände ;o)

3 Antworten
So kann man seine Stromkosten ordentlich senken
von ogni1 | #11-1

19,6 % ?

So kann man seine Stromkosten ordentlich senken
von EduardM | #11-2

Ist das etwa sein persönliches Einkommen? Bekommt er hohe Boni, wenn er mehr Steuereinnahmen erzielt?

So kann man seine Stromkosten ordentlich senken
von ogni1 | #11-3

Davon habe ich nichts gesagt!
Wenn man Geflügelschlachtereien, Strassenbahngesellschaften, Betonwerken usw. die Stromsteuer zum Teil erlässt, muss das Geld ja irgendwo herkommen.
Da der Finanzminister UNSER Geld verwaltet, verdient er natürlich an den privaten Haushalten.
Also Eduard, wer spart & wer macht Gewinn ?

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