Das aktuelle Wetter NRW 19°C
Mars-Expedition

"Sensationsfund" der Curiosity offenbar ein Teil der Curiosity

10.10.2012 | 13:38 Uhr

Pasadena/USA.  Das kleine silberne Objekt, dass der Mars-Roboter Curiosity am Wochenende auf dem roten Planeten entdeckt hatte, ist doch kein Sensationsfund. Nach Einschätzung der NASA könnte das Material vom Roboter selbst stammen; dass es vom Mars stammen könnte, wird mittlerweile ausgeschlossen.

Das rätselhafte Fundstück der "Curiosity" auf dem Mars gehört nach Einschätzung der NASA vermutlich zum Rover selbst. Das Plastikstück sei wohl von der "Curiosity" abgefallen und harmlos, teilte die US-Raumfahrtbehörde am Dienstag mit.

Der Rover hatte am Wochenende auf dem Mars mit seinem Greifarm erstmals Sand aufgehoben und dabei ein merkwürdiges, silbernes Objekt entdeckt und anschließend fotografiert. Die NASA will den Fund weiter analysieren, ist sich aber sicher, kein "Material vom Mars" zu untersuchen.

Spuren auf dem Mars

Die "Curiosity" war am 6. August mit einer völlig neuartigen Technik sicher auf dem Roten Planeten gelandet. Ein mit Düsen abgebremstes Kranmodul hatte das 900 Kilogramm schwere sechsrädrige Roboterfahrzeug mit seinen zahlreichen Sonden und Instrumenten auf der Marsoberfläche abgesetzt. Bei der 2,5 Milliarden Dollar (1,9 Milliarden Euro) teuren Mission soll sich die "Curiosity" auf Spurensuche nach organischem Leben begeben. Dabei kann der Rover auf eine komplexe, chemische Labortechnik sowie einen ausgeklügelten Robotergreifarm und einen Bohrer zurückgreifen.

Hinweise auf einen Fluss

Erst Ende September hatte die "Curiosity" auf dem Roten Planeten mögliche Hinweise auf einen einstigen Fluss gefunden. So fotografierte der Rover abgerundete Kiesel, die nach NASA-Angaben von einer starken Wasserströmung mitgerissen und geformt wurden. Die Entdeckung ist der bislang deutlichste Beleg für früheres Wasser auf dem Mars.

Erste Mars-Bilder

Um den Wasserspuren nachzugehen, hatte die NASA "Curiosity" (Neugier) im Gale-Krater nahe des Mars-Äquators abgesetzt. Die Marsoberfläche ist bei einer Durchschnittstemperatur von minus 55 Grad eine eiskalte Wüste, die kontinuierlich von starker kosmischer Strahlung getroffen wird. (dapd)


Kommentare
12.10.2012
13:19
Von einem Sensationsfund war seitens der NASA nie die Rede!
von Javier | #2

Es wurde von Anfang an vermutet, dass es sich um einen Teil des Rovers handelt.

Zitat von der NASA:
"Curiositys first scooping activity appeared to go well on Oct. 7. Subsequently, the rover team decided to refrain from using the rovers robotic arm on Oct. 8 due to the detection of a bright object on the ground that might be a piece from the rover. Instead of arm activities during the 62nd Martian day, or sol, of the mission, Curiosity is acquiring additional imaging of the object to aid the team in identifying the object and assessing possible impact, if any, to sampling activities. "

10.10.2012
17:02
Staun!
von soulseeker | #1

Und hinter sich hat Curiosity mysteriöse Reifenspuren gefunden ... die Wissenschaftler sind schon wieder in heller Aufruhr.

Aus dem Ressort
"Hidden Cash" - Unternehmer versteckt Geld für Schatzsucher
Geldsuche
Hunderte Schatzsucher sind am Wochenende durch den Berliner Tiergarten gestreift. Ihr Ziel: versteckte, grüne Briefumschläge. Darin hatte ein edler Spender aus den USA Geldscheine deponiert — wie zuvor schon in anderen Städten der Welt.
Lottospieler holen Gewinne in Millionenhöhe nicht ab
Glücksspiel
Sechs Richtige im Lotto? Da muss man Glück haben. Doch das reicht mitunter nicht. Denn manche Lottospieler holen ihr Geld nicht ab - sogar Millionengewinne. Jetzt zog der deutsche Lotto- und Totoblock eine Bilanz. Alleine in NRW blieben 8,6 Millionen Euro liegen.
Anwälte wollen Mollath nicht mehr vertreten - müssen aber
Rechtsstreit
Im Wiederaufnahmeverfahren im Fall Mollath tobt der Streit zwischen dem Ex-Psychiatrie-Insassen und seinen Anwälten: Die Pflichtverteidiger wollen den 57-Jährigen nicht weiter vertreten, werfen ihm Lügen vor. Das Gericht lehnte den Antrag ab. Das Vertrauensverhältnis sei nicht ernsthaft gestört.
WHO will Ebola-Patient in Hamburger Klinik behandeln lassen
Ebola
Die Weltgesundheitsorganisation hat angefragt, ob ein Ebola-Patient aus Westafrika im Universitätsklinikum Hamburg-Eppendorf behandelt werden kann. Es handelt sich um einen Mitarbeiter einer Gesundheitsorganisation.
Drei Menschen in Pakistan wegen Facebook-Eintrag getötet
Religion
Eine Frau und zwei kleine Kinder sind in Pakistan wegen eines "blasphemischen" Facebook-Eintrags getötet worden. Dutzende Sunniten hatte mitten in der Nacht eine Wohnsiedlung überfallen und die Häuser mit Benzin angezündet.
Umfrage
Die Ebola-Seuche breitet sich in Westafrika weiter aus. Ein erster Patient könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Macht Ihnen Ebola Sorgen?

Die Ebola-Seuche breitet sich in Westafrika weiter aus. Ein erster Patient könnte möglicherweise in Hamburg behandelt werden. Macht Ihnen Ebola Sorgen?