Das aktuelle Wetter NRW 20°C
Unwetter

Mann stirbt durch Schlammlawine in Österreich

22.07.2012 | 12:29 Uhr
Mann stirbt durch Schlammlawine in Österreich
Nach heftigen Regenfällen ist in Österreich ein Mann bei einem Erdrutsch ums Leben gekommen. Foto: dapd

Thörl/St. Lorenzen.  In Österreich im Dorf Thörl ist ein Mann durch eine Schlammlawine ums Leben gekommen. Betroffen war auch das Dorf St. Lorenzen, wie Thörl in der Steiermark gelegen. Dort rissen Schlamm und Geröll Garagen und Autos weg. Nach heftigen Regenfällen hat das Hochwasser in Österreich offenbar seinen Höchststand erreicht.

Schlammlawinen haben in der österreichischen Provinz Steiermark einen Menschen getötet, mehrere Häuser zerstört und Dörfer von der Außenwelt abgeschnitten. Die Leiche eines 47-Jährigen sei entdeckt worden, teilte die Polizei am Samstag mit. Der Mann sei in Thörl von den Schlammmassen, die von sintflutartigen Regenfällen ausgelöst wurden, begraben worden. Der 47-Jährige war zu Fuß in Thörl unterwegs gewesen, als sich die Erdmassen oberhalb der Straße lösten und den Mann unter sich begruben, wie die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete.

Durch das Dorf St. Lorenzen im Paltental wälzte sich am frühen Samstagmorgen eine meterhohe Schlammlawine und verletzte einen Menschen schwer. Er wurde laut APA in einer Baggerschaufel geborgen und ins Krankenhaus gebracht. Autos, Garagen und Brückenteile wurden fortgerissen, die Strom- und Wasserversorgung teils unterbrochen.

Rettung mit dem Hubschrauber

Die Rettungskräfte holten etwa 20 Bewohner von St. Lorenzen mit Hubschraubern aus dem Dorf. Auch aus dem Nachbardorf Schwarzenbach mussten bis zu 150 Menschen in Sicherheit gebracht werden. Etwa 40 Menschen kamen in einer Notunterkunft unter, alle weiteren bei Freunden und Verwandten.

In Kärnten gab es einen Felssturz auf der bei Touristen beliebten Burg Hochosterwitz. Dabei wurden fünf Menschen verletzt, mindestens einer davon schwer, wie das Rote Kreuz mitteilte. Nach Angaben der Feuerwehr lösten sich fast 100 Kilogramm Steinbrocken und stürzten auf den Zugangsweg zu der Burg.

Überflutungen in der Steiermark in Österreich

Nach heftigen Regenfällen und Schlammlawinen hat das Hochwasser in Österreich offenbar seinen Höchststand erreicht. Die österreichische Nachrichtenagentur APA berichtete am Sonntag unter Berufung auf den Katastrophenschutz, die Pegel der Flüsse stiegen nicht weiter an. Offenbar sei das Schlimmste vorüber.

In Graz wurden Brücken geschlossen. Die Behörden forderten die Menschen auf, sich nicht den Ufern der Mur zu nähern. Sie beschrieben die Lage am Sonntag allerdings als stabil. Die Mur war am Samstagabend über die Ufer getreten und hatte Häuser in Deutschfeistritz in der Nähe von Graz überflutet.

Wegen der starken Regenfälle wurde auch die Auftaktpartie der österreichischen Fußball-Bundesliga zwischen dem Wolfsberger AC und Austria Wien vier Stunden vor dem geplanten Spielbeginn abgesagt, wie APA berichtete. Der Regen hatte den Platz unbespielbar gemacht. (dapd/rtr/afp)



Kommentare
Aus dem Ressort
Leipziger Hauptbahnhof wird für vier Tage gesperrt
Bahnverkehr
Wegen des Anschlusses an die Neubaustrecke Nürnberg-Leipzig-Berlin, wird der Leipziger Hauptbahnhof vom 24. bis 28. September komplett gesperrt. Fahrgäste im Regional- und Fernverkehr müssen sich auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Die Bahn informiert im Internet über die Änderungen.
Fünf Camper sterben in schwerem Unwetter in Südfrankreich
Unwetter
Starkregen verwandelt einen kleinen Fluss in einen reißenden Strom. Mehrere Camper können sich in Südfrankreich nicht in Sicherheit bringen. Wohnwagen werden mitgerissen, Menschen ertrinken.
Frau in Texas wegen Mordes an neunjährigem Sohn hingerichtet
Todesstrafe
Sie ließ ihr Kind verhungern, bis es nur noch 16 Kilogramm wog. Das US-Bundesgericht verurteilte Lisa Coleman daraufhin zur Todesstrafe. Laut amerikanischen Medienberichten wurde die 38-Jährige am Mittwochabend mit einer Giftspritze hingerichtet.
Mit Whisky und Schottenrock - Klischees über Schottland
Schottland
Längst sind die Schotten mehr als nur dudelsackspielende Trunkenbolde.Doch in England ist das Klischee stärker als die Wirklichkeit. Dabei hat die einst bitterarme Nordprovinz den arroganten Süden auf den meisten Feldern eingeholt, zuweilen sogar abgehängt.
Torontos Skandalbürgermeister Ford hat seltene Art von Krebs
Skandalbürgermeister
Bei dem Bürgermeister der kanadischen Stadt Toronto Rob Ford, wurde eine seltene Form von Krebs festgestellt. Der bösartige Tumor wird jetzt mit einer Chemotherapie behandelt. Ford war unter anderem durch das Fahren unter Alkoholeinfluss und Drogenmissbrauch bekannt geworden.
Umfrage
Die Messpunkte sind bekannt , die Autofahrer alle gewarnt. Trotzdem werden beim Blitzmarathon wieder die Kassen klingeln. Alles Abzocke?

Die Messpunkte sind bekannt , die Autofahrer alle gewarnt. Trotzdem werden beim Blitzmarathon wieder die Kassen klingeln. Alles Abzocke?