Kirche will lesbischer Erzieherin kündigen - Gericht dagegen
19.06.2012 | 13:09 Uhr 2012-06-19T13:09:49+0200
Augsburg. Mitten in der Elternzeit will die katholische Kirche einer Kindergarten-Leiterin kündigen. Der Grund: Die Frau ist lesbisch. Die Kirche sieht darin einen Verstoß gegen Loyalitätspflichten, der Freistaat Bayern will die Kündigung nicht erlauben. Jetzt ging es vor Gericht.
Im Rechtsstreit um die Kündigung einer lesbischen Mitarbeiterin während der Elternzeit hat die katholische Kirche eine Niederlage erlitten. Das Verwaltungsgericht Augsburg wies am Dienstag eine Klage einer Pfarrkirchenstiftung gegen den Freistaat Bayern ab.
Die Stiftung wollte eine lesbische Leiterin eines Kindergartens während der Elternzeit außerordentlich kündigen, weil sie mit einer gleichgeschlechtlichen Beziehung gegen die Grundsätze der katholischen Glaubens- und Sittenlehre verstößt. Das zuständige Gewerbeaufsichtsamt verweigerte allerdings die notwendige Zustimmung. Das Verwaltungsgericht stärkte der Behörde den Rücken. Das Amt sei nicht an das Wertesystem der Kirche gebunden.
Da sich die Leiterin eines Kindergartens im Landkreis Neu-Ulm nach der Geburt eines Kindes seit knapp einem Jahr in Elternzeit befindet, ist sie gesetzlich allerdings lediglich in Ausnahmefällen kündbar. Mit der Geburt des Kindes hatte sie ihren Arbeitgeber auch über ihre gleichgeschlechtliche Partnerschaft informiert. Das Bistum Augsburg sieht darin einen schwerwiegenden Verstoß gegen Loyalitätspflichten. (dapd)

12:07
muss natürlich konkordat lauten.
12:04
der hormonhaushalt der mitarbeiter oder mitarbeiterinnen an?meiner meinung nach garnichts.die alten männer da oben welche heute nur noch scheinheilig agieren,sollen sich mal an ihre jugend erinnern.wer auch in einem internat war weiss was ich meine.
das konkardat sollte schnellstens aufgehoben werden aber da gibt es noch genug speichellecker der politverlogenen welche dieses zu verhindern wissen.
09:12
Selbst schuld, wenn sie es öffentlich macht. Dass es mit der katholischen Kirche deswegen Probleme geben könnte war abzusehen. Wie ist eigtl das Kind entstanden? Schade, keinen Vater für dieses Kind.
kein Vater für das Kind aber zwei Mütter...
Und das ist sicherlich besser, als wenn das Kind einen Vater hätte, der ihm beibringt, feige zu sein und mit dem Strom zu schwimmen. Nun raten Sie mal, wen ich damit meine :-)
Und wie das Kind entstanden ist, geht weder Sie noch mich irgendetwas an!
21:12
Warum die ganze Aufregung, austreten aus dem Kirchensteuerverein, das verstehen die Herrenmenschen des Glaubens-Vereins bestimmt.
Denn auch hier ist der Kommerz das höchste Gebot.
Das Problem ist: kath. Kindergärten werden in der Regel gar nicht aus dem Kirchensteuertopf bezahlt - die werden von der Kommune meist zu über 90% bezuschusst! Und genau für solche Betriebe gehört der Tendenzschutz abgeschafft.
19:59
Solange die Bundesrepublik das Konkordat mit dem Vatikan nicht ändert, ändert sich nichts an der Sonderrolle der Kirche im Recht... dieser Vertrag zwischen Nazi-Deutschland und dem Papsttum gilt halt immer noch.
Die Gesellschaftsansichten der Kirchen sind echt finsterstes Mittelalter und die Kirche ist systematisch dabei das Christentum in Deutschland vollkommen zu zerstören.
Aber wer nun mal nicht den Moralvorstellungen der schwarzen Brüder entspricht, der soll halt dort nicht arbeiten. Dass die Kirche am längeren Hebel sitzt, bei der jetzigen Rechtslage, ist doch allgemein bekannt.
15:27
Was der Artikel leider verschweigt: die Erzieherin ist nur momentan aufgrund der Elternzeit geschützt! Nach dem Ablauf der Elternzeit ist sie dem Kirchenarbeitsrecht wieder ausgeliefert.
Arbeitsrechtliche Sonderwege und insbesondere der Tendenzschutz für die Kirchen gehören da abgeschafft, wo es eine staatliche oder staatsnahe Ko-Finanzierung gibt - also in Kindergärten, die teilweise kommunale Fördergelder in Höhe von 80%, 90% und mehr der Betriebskosten bekommen, bei Krankenhäusern, die mit nicht- oder überkonfessionellen Kassen abrechnen und so weiter ...
Den Religionsunterricht bekommt man leider nur mit 2/3-Mehrheiten aus der Verfassung und NRW hat es vor Ratifizierung des Grundgesetzes verpasst, sich rechtzeitig für die Bremer Klausel (Art. 141) zu qualifizieren.
Allerdings sollte mal über ein Gegengewicht zu Religionsvertretern in den Rundfunkräten nachgedacht werden.
14:41
@18
Würde die WAZ berichten und Kommentare zulassen, würde ich genauso meine Meinung dazu äußern.
Es ist ein Unding, dass sich die Kirche über geltende (Grund!-) Rechte hinwegsetzen kann.
Solche Privilegien gehören abgeschafft.
Ebenso ein Religionsunterricht an Schulen, ob christlich, islamisch oder diskordianisch..
Keine staatlich finanzierte Theologenausbildung an den Hochschulen mehr.
Religionsgemeinschaften sollte es untersagt werden, Bildungs- und Erziehungseinrichtungen zu betreiben.
Religiöse Traditionen dürfen keinen Einfluss auf die Gesetzgebung haben (Stichwort NRW Feiertagsgesetz).
@19 war gemeint, entschuldigung..
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14:37
Liebe unter Menschen ist der Kirche suspekt, sie hält es mehr mit institioneller Gewalt. Sie sollte sich vor Entscheidungen fragen: Wie hätte Christus entschieden? Dann sähe das wohl ganz anders aus.
14:27
Wer ein Arbeitsverhätnis mit der katholischen Kirchen eingeht, muss sich an die Regeln der katholischen Kirchen halten. Den Vorteil des Arbeitsplatzes mitnehmen, den Nachteil nach katholischer Glaubenslehre zu leben aber nicht , ist unredlich. Übrigens beim geplanten islamischen Religionsunterricht in NRW gelten ähnliche Grundsätze. Lehrerinnen müssen auch islamisch leben. Andernfalls keine Einstelling. Da kann man aber nicht so schön auf die Christen einkloppen. Deshalb berichtet die WAZ darüber wohl nicht.
14:08
Die Kirche bestärkt mich täglich aufs neue das mein Austritt mehr als richtig war. Dies Doppelmoral ist wirklich unerträglich. Ich kann nur hoffen das noch mehr Menschen austreten werden - vielleicht findet dann ja mal ein Umdenken statt (wobei ich das nicht wirklich glaube). Die Kirche macht sich mit ihrem handeln selber überflüssig und wenn ich hier bei den Kommentaren Worte wie "Sodomismus und "Homo-Unzüchtige" lese wird mir schlecht. Solche Kommentatoren leben wohl noch in einem anderen Jahrhundert (oder in ihrer eigenen, "schönen" Welt). Mein Vorschlag für diese Kommentatoren :postet doch in einem Kirchenforum wo ihr unter Gleichgesinnten seit!
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