Das aktuelle Wetter NRW 10°C
Religion

Kirche will lesbischer Erzieherin kündigen - Gericht dagegen

19.06.2012 | 13:09 Uhr
Kirche will lesbischer Erzieherin kündigen - Gericht dagegen
Die Kirche will der lesbischen Erzieherin kündigen

Augsburg.  Mitten in der Elternzeit will die katholische Kirche einer Kindergarten-Leiterin kündigen. Der Grund: Die Frau ist lesbisch. Die Kirche sieht darin einen Verstoß gegen Loyalitätspflichten, der Freistaat Bayern will die Kündigung nicht erlauben. Jetzt ging es vor Gericht.

Im Rechtsstreit um die Kündigung einer lesbischen Mitarbeiterin während der Elternzeit hat die katholische Kirche eine Niederlage erlitten. Das Verwaltungsgericht Augsburg wies am Dienstag eine Klage einer Pfarrkirchenstiftung gegen den Freistaat Bayern ab.

Die Stiftung wollte eine lesbische Leiterin eines Kindergartens während der Elternzeit außerordentlich kündigen, weil sie mit einer gleichgeschlechtlichen Beziehung gegen die Grundsätze der katholischen Glaubens- und Sittenlehre verstößt. Das zuständige Gewerbeaufsichtsamt verweigerte allerdings die notwendige Zustimmung. Das Verwaltungsgericht stärkte der Behörde den Rücken. Das Amt sei nicht an das Wertesystem der Kirche gebunden.

Da sich die Leiterin eines Kindergartens im Landkreis Neu-Ulm nach der Geburt eines Kindes seit knapp einem Jahr in Elternzeit befindet, ist sie gesetzlich allerdings lediglich in Ausnahmefällen kündbar. Mit der Geburt des Kindes hatte sie ihren Arbeitgeber auch über ihre gleichgeschlechtliche Partnerschaft informiert. Das Bistum Augsburg sieht darin einen schwerwiegenden Verstoß gegen Loyalitätspflichten. (dapd)


Kommentare
21.06.2012
12:07
sorry schreibfehler
von marianus | #27

muss natürlich konkordat lauten.

21.06.2012
12:04
was geht die kirche
von marianus | #26

der hormonhaushalt der mitarbeiter oder mitarbeiterinnen an?meiner meinung nach garnichts.die alten männer da oben welche heute nur noch scheinheilig agieren,sollen sich mal an ihre jugend erinnern.wer auch in einem internat war weiss was ich meine.
das konkardat sollte schnellstens aufgehoben werden aber da gibt es noch genug speichellecker der politverlogenen welche dieses zu verhindern wissen.

20.06.2012
09:12
Kirche will lesbischer Erzieherin kündigen - Gericht dagegen
von Unverkennbar | #25

Selbst schuld, wenn sie es öffentlich macht. Dass es mit der katholischen Kirche deswegen Probleme geben könnte war abzusehen. Wie ist eigtl das Kind entstanden? Schade, keinen Vater für dieses Kind.

1 Antwort
Kirche will lesbischer Erzieherin kündigen - Gericht dagegen
von barbarylane | #25-1

kein Vater für das Kind aber zwei Mütter...
Und das ist sicherlich besser, als wenn das Kind einen Vater hätte, der ihm beibringt, feige zu sein und mit dem Strom zu schwimmen. Nun raten Sie mal, wen ich damit meine :-)
Und wie das Kind entstanden ist, geht weder Sie noch mich irgendetwas an!

19.06.2012
21:12
Kirche will lesbischer Erzieherin kündigen - Gericht dagegen
von Dieselpumpe | #24

Warum die ganze Aufregung, austreten aus dem Kirchensteuerverein, das verstehen die Herrenmenschen des Glaubens-Vereins bestimmt.
Denn auch hier ist der Kommerz das höchste Gebot.

1 Antwort
Kirche will lesbischer Erzieherin kündigen - Gericht dagegen
von 1980yann | #24-1

Das Problem ist: kath. Kindergärten werden in der Regel gar nicht aus dem Kirchensteuertopf bezahlt - die werden von der Kommune meist zu über 90% bezuschusst! Und genau für solche Betriebe gehört der Tendenzschutz abgeschafft.

19.06.2012
19:59
Kirche will lesbischer Erzieherin kündigen - Gericht dagegen
von Pucky2 | #23

Solange die Bundesrepublik das Konkordat mit dem Vatikan nicht ändert, ändert sich nichts an der Sonderrolle der Kirche im Recht... dieser Vertrag zwischen Nazi-Deutschland und dem Papsttum gilt halt immer noch.

Die Gesellschaftsansichten der Kirchen sind echt finsterstes Mittelalter und die Kirche ist systematisch dabei das Christentum in Deutschland vollkommen zu zerstören.
Aber wer nun mal nicht den Moralvorstellungen der schwarzen Brüder entspricht, der soll halt dort nicht arbeiten. Dass die Kirche am längeren Hebel sitzt, bei der jetzigen Rechtslage, ist doch allgemein bekannt.

19.06.2012
15:27
Kirche will lesbischer Erzieherin kündigen - Gericht dagegen
von 1980yann | #22

Was der Artikel leider verschweigt: die Erzieherin ist nur momentan aufgrund der Elternzeit geschützt! Nach dem Ablauf der Elternzeit ist sie dem Kirchenarbeitsrecht wieder ausgeliefert.

Arbeitsrechtliche Sonderwege und insbesondere der Tendenzschutz für die Kirchen gehören da abgeschafft, wo es eine staatliche oder staatsnahe Ko-Finanzierung gibt - also in Kindergärten, die teilweise kommunale Fördergelder in Höhe von 80%, 90% und mehr der Betriebskosten bekommen, bei Krankenhäusern, die mit nicht- oder überkonfessionellen Kassen abrechnen und so weiter ...
Den Religionsunterricht bekommt man leider nur mit 2/3-Mehrheiten aus der Verfassung und NRW hat es vor Ratifizierung des Grundgesetzes verpasst, sich rechtzeitig für die Bremer Klausel (Art. 141) zu qualifizieren.
Allerdings sollte mal über ein Gegengewicht zu Religionsvertretern in den Rundfunkräten nachgedacht werden.

19.06.2012
14:41
Kirche will lesbischer Erzieherin kündigen - Gericht dagegen
von Dr.Seltsam | #21

@18
Würde die WAZ berichten und Kommentare zulassen, würde ich genauso meine Meinung dazu äußern.
Es ist ein Unding, dass sich die Kirche über geltende (Grund!-) Rechte hinwegsetzen kann.
Solche Privilegien gehören abgeschafft.
Ebenso ein Religionsunterricht an Schulen, ob christlich, islamisch oder diskordianisch..
Keine staatlich finanzierte Theologenausbildung an den Hochschulen mehr.

Religionsgemeinschaften sollte es untersagt werden, Bildungs- und Erziehungseinrichtungen zu betreiben.
Religiöse Traditionen dürfen keinen Einfluss auf die Gesetzgebung haben (Stichwort NRW Feiertagsgesetz).

2 Antworten
Kirche will lesbischer Erzieherin kündigen - Gericht dagegen
von Dr.Seltsam | #21-1

@19 war gemeint, entschuldigung..

Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #21-2

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

19.06.2012
14:37
Hätte sie Kinder geschlagen, wäre ihr wohl nicht gekündigt worden
von vantast | #20

Liebe unter Menschen ist der Kirche suspekt, sie hält es mehr mit institioneller Gewalt. Sie sollte sich vor Entscheidungen fragen: Wie hätte Christus entschieden? Dann sähe das wohl ganz anders aus.

19.06.2012
14:27
Kirche will lesbischer Erzieherin kündigen - Gericht dagegen
von Dunervstmich | #19

Wer ein Arbeitsverhätnis mit der katholischen Kirchen eingeht, muss sich an die Regeln der katholischen Kirchen halten. Den Vorteil des Arbeitsplatzes mitnehmen, den Nachteil nach katholischer Glaubenslehre zu leben aber nicht , ist unredlich. Übrigens beim geplanten islamischen Religionsunterricht in NRW gelten ähnliche Grundsätze. Lehrerinnen müssen auch islamisch leben. Andernfalls keine Einstelling. Da kann man aber nicht so schön auf die Christen einkloppen. Deshalb berichtet die WAZ darüber wohl nicht.

19.06.2012
14:08
Kirche will lesbischer Erzieherin kündigen - Gericht entscheidet
von hh78 | #18

Die Kirche bestärkt mich täglich aufs neue das mein Austritt mehr als richtig war. Dies Doppelmoral ist wirklich unerträglich. Ich kann nur hoffen das noch mehr Menschen austreten werden - vielleicht findet dann ja mal ein Umdenken statt (wobei ich das nicht wirklich glaube). Die Kirche macht sich mit ihrem handeln selber überflüssig und wenn ich hier bei den Kommentaren Worte wie "Sodomismus und "Homo-Unzüchtige" lese wird mir schlecht. Solche Kommentatoren leben wohl noch in einem anderen Jahrhundert (oder in ihrer eigenen, "schönen" Welt). Mein Vorschlag für diese Kommentatoren :postet doch in einem Kirchenforum wo ihr unter Gleichgesinnten seit!

1 Antwort
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #18-1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Aus dem Ressort
Verurteilter Wikileaks-Informant heißt nun offiziell Chelsea
Wikileaks
Der zu 35 Jahren Haft verurteilte Wikileaks- Informant Bradley Manning darf nun auch offiziell den Frauennamen Chelsea Elizabeth Manning tragen. Ein Gericht im US-Staat Kansas stimmte am Mittwoch der Namensänderung zu.
Sherpas sind nach Lawinen-Tod wütend auf die Regierung
Nepal
Der Lawinen-Tod von 16 Bergführern drückt die Stimmung. Doch der Ärger bei den Sherpas sitzt tiefer. Sie sind wütend auf die Regierung. Andere, glauben die Hochgebirgshelfer, machen das dicke Geschäft, nur sie nicht. Jetzt wandern sie talwärts.
Jan Delay bezeichnet Heino als Nazi
Heino
Der Deutschrapper Jan Delay hat den Musiker Heino in einem Interview als "Nazi" beschimpft. Ihm habe der Hype um den Volksmusiker, als dieser Rammstein-Songs neu interpretiert hat, überhaupt nicht gefallen. Damals habe er geschwiegen, um Heino nicht noch ein größeres Forum zu geben.
Bergsteiger packen nach Everest-Unglück ihre Sachen
Unfälle
Die Sherpas am Mount Everest trauern um ihre Freunde und Verwandten. Sie wollen nach dem Lawinenunglück nicht auf den Berg. Nach und nach brechen die Expeditionen ihre Vorhaben ab. Wird diese Saison noch jemand auf den Gipfel steigen?
Kinderporno-Verdacht in Odenwaldschule
Schulen
Vor vier Jahren wurde das Ausmaß eines lange zurückliegenden sexuellen Missbrauchs an der Odenwaldschule bekannt. Nun gibt es einen neuen Verdacht: Hat ein Lehrer Kinderpornos besessen? Das Internat wird von der Vergangenheit eingeholt.
Umfrage
Der Wahlkampf geht in die heiße Phase, immer mehr Plakate zieren die Straßen. Was halten Sie von den Motiven, mit denen die Parteien auf Stimmenfang gehen?

Der Wahlkampf geht in die heiße Phase, immer mehr Plakate zieren die Straßen. Was halten Sie von den Motiven, mit denen die Parteien auf Stimmenfang gehen?

 
Fotos und Videos
Silozug kippt auf A44 um
Bildgalerie
Lkw-Unfall
Unruhen in Rio de Janeiro
Bildgalerie
Brasilien
Scoopshot-Bild des Tages
Bildgalerie
Fotoaktion