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In 9000 Metern Höhe ein Loch im Rumpf

25.07.2008 | 23:25 Uhr
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NOTLANDUNG. Riesenschreck für 346 Fluggäste und 19 Besatzungsmitglieder während eines Fluges nach Melbourne.

MANILA. Einen Alptraum haben mehr als 300 Passagiere eines Flugzeugs auf dem Weg nach Australien erlebt: Nachdem in fast 9000 Meter Höhe ein drei Meter großes Loch in den Rumpf des Fliegers gerissen wurde, musste die Maschine auf den Philippinen notlanden. Die 346 Fluggäste und 19 Besatzungsmitglieder an Bord des Qantas-Fliegers hätten die Landung in Manila unverletzt überlebt, teilte die australische Fluggesellschaft mit. Eine Untersuchung soll klären, warum am Rumpf der Boeing 747 in der Nähe der rechten Tragfläche ein riesiges Loch entstand.

"Es gab einen schrecklichen Knall, Holz- und Trümmerstücke flogen in die erste Klasse, und die Sauerstoffmasken fielen herunter", sagte June Kane, eine Passagierin aus Melbourne, dem australischen Sender ABC. Sie habe aus dem Fenster geschaut und ein "klaffendes Loch" im Flugzeugrumpf gesehen, führte Kane aus. Koffer hätten herausgeragt und möglicherweise seien einige Gepäckstücke aus dem Flieger gefallen. "Es war absolut beängstigend, aber ich muss sagen, dass alle ruhig waren."

Lob für die Besatzung

Ein englischer Geschäftsmann an Bord der Maschine lobte das Verhalten der Besatzung. Sie sei "sehr ruhig" geblieben und "alles war gut", sagte Phil Rescall. Der Schock sei bei vielen erst eingetreten, als sie nach der Notlandung ausstiegen und das Loch sahen. Einige Passagiere seien in Tränen ausgebrochen. "Du siehst das Loch und dir wird klar, dass du großes Glück gehabt hast," sagte Rescall.

Die australische Verkehrssicherheitsbehörde erklärte, die Qantas-Maschine sei in gut 8800 Meter Höhe geflogen, als die Besatzung die Notlandung einleitete. Das Loch habe einen schnellen Druckabfall in dem Flugzeug ausgelöst und die Masken aus den Deckenverkleidungen fallen lassen. Die Behörde wollte vier eigene Ermittler nach Manila schicken. Qantas-Chef Geoff Dixon teilte mit, an der Aufklärung des Vorfalls seien Ingenieure beteiligt.

Die Qantas-Maschine war in London gestartet. Nach einem Zwischenstopp in Hongkong war sie dann am Morgen mit dem Ziel Melbourne weitergeflogen. (afp)

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