Das aktuelle Wetter NRW 16°C
Thronjubiläum

Flugparade und ein "Danke, Mummy" für die Queen

05.06.2012 | 16:58 Uhr
Mit einer Kutschfahrt zum Buckingham Palast beendete die Queen ihre Feier zum Thronjubiläum.Neben ihr saß Schwiegertochter Camilla, da Prinz Philip noch im Krankenhaus behandelt wurde. Foto: afp

London.  Sie hat vier Stunden im strömenden Regen auf einem Boot auf der Themse verbracht und stand mit Robbie Williams spät nachts auf der Bühne: Doch die englische Königin scheint nicht feiermüde zu werden. Am Dienstag feierten die Briten ihre Queen zum Abschluss des Jubiläums mit einem Gottesdienst und einer Flugparade - und freuten sich erstmals so richtig über Prinz Charles.

"The show must go on": Ohne ihren erkrankten Ehemann Prinz Philip hat Königin Elizabeth II. den letzten von vier Festtagen zu ihrem diamanten Thronjubiläum bestritten. Am Dienstagvormittag besuchte die Queen einen Gottesdienst in der Londoner Saint Paul's Cathedral. Auf dem Programm standen danach ein Festessen mit 700 geladenen Gästen in der Westminster Hall, ein Auftritt auf dem Balkon des Buckingham Palace und eine Flugparade.

Tausende Menschen bejubelten die in einen mintgrünen Seidenmantel mit passendem Hut gewandete Monarchin, als sie in ihrem Bentley durch die Straßen zur Kathedrale fuhr. Unter den Besuchern des Gottesdienstes waren neben engen Familienmitgliedern wie Prinz Charles und Camilla, Prinz William und seiner Frau Catherine sowie Prinz Harry auch zahlreiche politische Führungspersönlichkeiten und ausländische Botschafter.

Prinz Philip noch immer im Krankenhaus

Der Erzbischof von Canterbury und Oberhaupt der Anglikanischen Kirche, Rowan Williams, ehrte in seiner Predigt die Queen und schloss in seine Gebete auch Prinz Philip ein. Der 90-Jährige war am Montag mit einer Blasenentzündung ins Krankenhaus eingeliefert worden und sollte dort mehrere Tage zur Beobachtung bleiben, wie der Palast mitteilte. An der Erkrankung Philips, der am Sonntag 91 Jahre alt wird, könnte auch die lange Schiffsparade am Wochenende mit Schuld sein. Vier Stunden lang hatten die 86-jährige Queen und ihr Mann bei Wind und Wetter stehend durchhalten müssen.

Prinz Charles dankt seiner "Mummy"

Unter dem tosenden Applaus hunderttausender Zuschauer hatte Prinz Charles nach dem großen Popkonzert am Montagabend seine Mutter gewürdigt. Vor der Bühne am Buckingham Palace in London brach das Publikum in Freudengeschrei aus, als Charles die britische Monarchin mit "Eure Majestät, Mummy" ansprach. Das Diamantene Thronjubiläum sei eine Gelegenheit, "Dir und meinem Vater zu danken, dass ihr immer für uns da wart, uns mit eurer selbstlosen Verpflichtung inspiriert habt und uns stolz macht, Briten zu sein", sagte der Thronfolger.

Seinem Vater, Prinz Philip, schickte Charles Jubelrufe der rund 250.000 Menschen an der Bühne und in den umliegenden Straßen ins Krankenhaus. Das Publikum rief nach einer Aufforderung von ihm "Philip, Philip".

Statt Philip nahm Camilla neben der Queen Platz

An einem Mittagessen in der aus dem elften Jahrhundert stammenden Westminster Hall nahmen am Dienstag 700 geladene Repräsentanten verschiedener Branchen, Wohlfahrtsverbände und Schulen teil. Anschließend fuhr die Queen in einer Kutschenprozession von Westminster Hall zum Buckingham Palace. Statt ihrem Ehemann saß Schwiegertochter Camilla in der königlichen Kutsche neben der Monarchin. Kurz vor halb vier Ortszeit zeigte sich die königliche Familie auf dem Balkon des Buckingham Palastes, nachdem die Menschenmassen auf die zum Palast führende Mall gelassen worden waren.

Im ungewohnt kleinen Kreis - umrahmt von Prince Charles, Camila, Prince William, Catherine und Prince Harry - nahm Elisabeth II. dort eine Flugparade der Royal Air Force ab. Beim anschließenden "God save the Queen" und dem royalen Salut war ein breites Lächeln auf dem Gesicht der Königin zu sehen. Ihr jüngster Sohn Edward, der Earl of Wessex, besuchte zeitgleich seinen Vater im Krankenhaus.

Um 19 Uhr MESZ will sich die Queen in einer Dankesbotschaft an ihre Untertanen und die zwei Milliarden Menschen des Commonwealth wenden und wird damit die Feierlichkeiten endgültig beschließen. Elizabeth II. war im Februar 1952 nach dem Tod ihres Vaters George VI. Königin geworden und am 2. Juni 1953 gekrönt worden. (afp)

Mega-Konzert für die Queen

 



Kommentare
05.06.2012
17:32
Flugparade und ein
von scouti | #1

Schönes Konzert aus London gestern Abend - und mal ehrlich wer hätte nicht spätestens nach der kalt, feuchten Bootsfahrt auf der Themse oder vom rumstehen am Ufer, Boot, auf Straße und vor der Bühne zumindest einen leichten Schnupfen ... Gute Besserung für den Prinzgemahl.

Aus dem Ressort
Intercity wurde gestoppt, weil der Lokführer betrunken war
Bahn
Die Bahn bestätigt Berichte, wonach am Dienstag ein betrunkener Lokführer aus dem Verkehr gezogen werden musste. Er steuerte einen Intercity von Hamburg nach Berlin, ein Zugbegleiter zog die Notbremse. Die Blutprobe ergab einen Alkoholpegel von 2 Promille.
"Rock am Ring" bleibt in der Eifel - und zieht nach Mendig
Festivals
Nachdem das traditionsreiche Rockfestival nicht mehr auf dem Nürburgring stattfinden soll, war Veranstalter Marek Lieberberg auf der Suche nach einer neuen Arena. Nun soll es ganz in der Nähe steigen: Auf dem Flugplatz des Eifelstädtchens Mendig. Die Voraussetzungen seien ideal, schwärmt Lieberberg.
Polizei findet zwei Babyleichen im Hamburger Hauptbahnhof
Kindstötungen
Schon länger wurde gegen eine Frau aus dem schleswig-holsteinischen Bad Schwartau wegen Totschlags ermittelt, dann fand man bei ihr den Schlüssel zu einem Schließfach im Hamburger Hauptbahnhof. Am Donnerstag wurde es geöffnet: Es enthielt einen Koffer mit zwei toten Kindern.
Leipziger Hauptbahnhof wird für vier Tage gesperrt
Bahnverkehr
Wegen des Anschlusses an die Neubaustrecke Nürnberg-Leipzig-Berlin, wird der Leipziger Hauptbahnhof vom 24. bis 28. September komplett gesperrt. Fahrgäste im Regional- und Fernverkehr müssen sich auf Verspätungen und Zugausfälle einstellen. Die Bahn informiert im Internet über die Änderungen.
Frau in Texas wegen Mordes an neunjährigem Sohn hingerichtet
Todesstrafe
Sie ließ ihr Kind verhungern, bis es nur noch 16 Kilogramm wog. Das US-Bundesgericht verurteilte Lisa Coleman daraufhin zur Todesstrafe. Am Mittwochabend wurde die 38-Jährige mit einer Giftspritze hingerichtet. Eines war diesmal anders als bei anderen Hinrichtungen: Es gab keinen Proteststurm.
Umfrage
Die Messpunkte sind bekannt , die Autofahrer alle gewarnt. Trotzdem werden beim Blitzmarathon wieder die Kassen klingeln. Alles Abzocke?

Die Messpunkte sind bekannt , die Autofahrer alle gewarnt. Trotzdem werden beim Blitzmarathon wieder die Kassen klingeln. Alles Abzocke?

 
Fotos und Videos