Das aktuelle Wetter NRW 13°C
PIP

Dämpfer für Klägerin im Prozess um PIP-Brustimplantate

13.11.2012 | 11:35 Uhr
Dämpfer für Klägerin im Prozess um PIP-Brustimplantate
Die Klägerin fordert im PIP-Prozess Schmerzensgeld in Höhe von 20.000 bis 30.000 Euro. Foto: Joachim Kleine-Büning/WAZ FotoPool

Karlsruhe.  Es geht um Schadenersatz in Höhe von 20.000 Euro: Vor dem Landgericht Karlsruhe hat der Prozess um minderwertige Brustimplantate des französischen Herstellers PIP begonnen. Die Klägerin hofft auf Entschädigung, weil sie unzureichend informiert worden sei, doch der Richter dämpft ihre Erwartungen.

Im Schadenersatzprozess wegen minderwertiger Brustimplantate des französischen Herstellers PIP hat das Landgericht Karlsruhe der Klägerin einen Dämpfer versetzt. Der Vorsitzende Richter der zweiten Zivilkammer, Eberhard Lang, sprach am Dienstag in seiner zweistündigen Einführung mehrfach von "rechtlichen Problemen" und Zweifeln des Gerichts, ob die geltend gemachten Ansprüche in Betracht kämen.

Die Klägerin fordert Schmerzensgeld in Höhe von 20.000 bis 30.000 Euro. Nach Angaben ihrer Anwälte handelt es sich um die erste derartige in Deutschland eingereichte Klage. In dem Zivilverfahren müssen sich fünf Beklagte verantworten, darunter der Chirurgen, der der Frau die Implantate im Jahr 2007 eingesetzt hatte. Er habe sie unzureichend aufgeklärt und die Implantate des Produzenten "Poly Implant Prothèse" (PIP) als besonders sicher dargestellt, hieß es in der Klage.

Die PIP-Implantate stehen im Verdacht, gesundheitsgefährdend zu sein und schneller zu platzen. Die inzwischen insolvente Firma hatte für die Kissen minderwertiges Industriesilikon verwendet. (dapd)    



Kommentare
14.11.2012
10:19
Blockierter Kommentar.
Name von Moderation entfernt | #1

Dieser Kommentar wurde von einem Moderator blockiert.

Aus dem Ressort
Ein Toter, zehn Verletzte bei Gas-Explosion in Ludwigshafen
Feuer
Eine Gas-Explosion hat am Donnerstagmittag Ludwigshafen erschüttert. Nach ersten Erkenntnissen kam bei dem Unfall mindestens ein Mensch ums Leben. Vermutlich war es bei Bauarbeiten an einer freigelegten Gasleitung zu der Detanation gekommen.
Eine überlebende Ebola-Patientin ist Spaniens Heldin
Todesvirus
Die Krankenschwester Teresa Romero infizierte sich mit dem Todesvirus, als sie freiwillig einem an Ebola erkrankten Patienten half. Sie wurde beschuldigt, selbst schuld zu sein, ihr Hund eingeschläfert. Doch sie überwand die Krankheit - und die Spanier feiern sie jetzt als Heldin.
Schumacher-Arzt hofft auf Genesung in spätestens drei Jahren
Schumacher
Ein Arzt aus Michael Schumachers Behandlungsteam mahnt zur Geduld, wenn es um die Genesung des Formel-1-Weltmeisters geht. Die Reha könne noch ein bis drei Jahre dauern, sagte Jean-François Payen. Schumacher lag nach einem Skiunfall im Dezember 2013 länger in Koma.
Online-Klamottenbörse "Kleiderkreisel" reagiert auf Kritik
Second-Hand
Die Verbraucherzentrale bezeichnet das Bewertungs- und Bezahlsystem von "Kleiderkreisel" als verlockend für Betrüger. Vor allem das Bewertungssystem steht in der Kritik. Nutzer können sich dort bewerten obwohl sie gar nicht miteinander gehandelt haben. Nun reagiert Kleiderkreisel auf die Kritik.
BKA-Mitarbeiter wegen Kinderpornografie in Verdacht
Kinderpornografie
Ein 40-jähriger Mitarbeiter des Bundeskriminalamtes (BKA) steht im Verdacht des Besitzes von Kinderpornografie. Der Fall steht laut BKA aber nicht im Zusammenhang mit der Kinderpornografie-Affäre um den SPD-Politiker Sebastian Edathy.
Umfrage
Um die verkürzte Schulzeit besser zu meistern, sollen G8-Schüler weniger Hausaufgaben bekommen. Richtig so?

Um die verkürzte Schulzeit besser zu meistern, sollen G8-Schüler weniger Hausaufgaben bekommen. Richtig so?