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Zwischen Aufbruch und Beharrung

24.06.2009 | 17:53 Uhr

Die Islam-Konferenz muss weitergehen - trotz allem

Als im Herbst 2006 die Islamkonferenz erstmals zusammentrat, war er zu spüren, der Zauber des Anfangs. Innenminister Wolfgang Schäuble, entschiedener Christdemokrat und Konservativer, traute sich: Als erster deutscher Innenminister organisierte er einen staatlichen Dialog mit Vertretern des muslimischen Deutschland. Das war Neuland. Das war mutig.

Inzwischen hat sich grauer Alltag über die Euphorie geschoben. Manche Teilnehmer sind auf halber Fahrt ausgestiegen, wollten zu viel auf einmal, kamen nicht klar mit der aufgeklärten Gläubigkeit des einen oder der altertümlichen Frömmigkeit des anderen. Die meisten aber haben den Dialog mit Leben gefüllt. Sie haben sich ertragen und besser verstehen gelernt.

Das allein, dass erzkonservative Muslime, die ihr Hiersein mitunter noch immer als territorialen Irrtum empfinden, mit radikalen Islam-Beschimpferinnen auskommen, ist ein Fortschritt, der nicht hoch genug einzuschätzen ist. Er wird abfärben auf die Gesellschaft. Aber das dauert. Es könnte schneller gehen.

Nur zögerlich akzeptieren manche, dass die Frage, wie viel Islam unsere Demokratie verträgt, nur eine Antwort verdient: Wer für jedermann erkennbar als Muslim hier leben will, muss sich nicht nur der demokratischen Werteordnung verpflichtet fühlen, er muss sich auch der Auseinandersetzung stellen. Andersherum: Wer selbstbewusst für den Bau von Moscheen eintritt, als sichtbares Zeichen eines angekommenen Islam, dann aber Orte der Abschottung wachsen lässt, darf sich nicht wundern, wenn die nicht-muslimische Umgebung ihm fortgesetzt misstraut.

Die traditionalistisch gewirkten Verbände in der Islamkonferenz, die stets das große Wort führen, ohne zusammen zehn Prozent der Muslime in diesem Land vertreten zu können, sind bisher nicht über ihren Schatten gesprungen.

Gesucht werden unverbrauchte Gesichter, Menschen, die den Islam nicht mal einen Millimeter über das Grundgesetz zu stellen bereit sind, die es satt haben, zwischen Aufbruch und Beharrung zu lavieren. Eine Selbstorganisation der weltlichen Muslime, die ihr Muslim-Sein als unaufgeregten Teil einer kulturellen Identität versteht, als eine breite Mitte von Gläubigen, die religiös und aufgeklärt zugleich sind. Nicht Muslime in Deutschland, sondern deutsche Muslime. NRZ

Dirk Hautkapp

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Kommentare
26.06.2009
22:07
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von ehemaligerSPDWähler | #7

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26.06.2009
15:08
Zwischen Aufbruch und Beharrung
von juergengojny | #6

Eine klare Trennlinie zum islamischen Fundamentalismus, ein Bekenntnis zu den Prinzipien unserer Verfassung, eine Absage an Ehrenmorde, Zwangsehen, Unterdrückung und dergleichen - all das muß von den Muslimen in Deutschland und ihren Verbänden eingefordert werden. Der Islamrat kommt dem nicht nach, ergo ist für ihn und seine Anhänger kein Platz in Deutschland!

26.06.2009
11:55
Zwischen Aufbruch und Beharrung
von kosmopolit | #5

Verlierer im Erstarken des Islam sind auch die Frauen in den westlichen Ländern. Gravierend ist die Tatsache, dass nach der 60 Jahre Feier der Human Rights (Internationale Menschenrechte), diese zukünftig zur Makulatur verdammt werden. Alle die mühsam errungenen Rechte und Freiheiten, gerade auch für die Frauen, werden auf dem Altar der Multukultibewegung unbewusst geopfert. Wer die Entwicklung in der UN Menschenrechtskommsion verfolgte, müsste eigentlich schlaflose Nächte verbringen. Gerade die Mehrheit in dieser UN ( überwiegend alle islamischen Staaten und Diktaturen) verbieten jegliche Kritik am Islam und der Scharia. Somit werden alle menchenverachtenden Ereignisse in den islamischen Ländern, bezüglich der Frauen- und Kinderdiskriminierung, nicht zur Dispostition gestellt, ebenso in Diktaturen wie China. Dazu gehört auch die unterdrückte Religions- und Meinungsfreiheit.
Gerade viele Frauen hier, im politischen, in sozialen oder religiösen Bereichen, setzen sich ( zum Teil unwissend oder unbewusst ) für islamisches Gedankengut ein. Seien es Diskussionen im Bereich der Schule ( Kleidung, Sport getrennter Unterricht zwischen den Geschlechtern, ) oder sonstige Dinge, die im Isalm wichtig sind, wie die Essensvorschriften, zeigen hier ein Verständnis, was nicht angebracht ist. Das macht auch keinen Halt vor religiösen Inhalten.
Teilweise werden christliche Feste, wie Sankt Martin, Weihnachtsfeiern, oder Ostern, auf Druck muslimischer Eltern kastriert oder auch abgesagt. Erinnert sich noch jemand, das einmal die Kreuze in Krankenhäusern Opfer dieser Religion wurden?
Diese engagierte Frauen vergessen, dass sie hier der islamischen Scharia Vorschub leisten. Hier wird schleichend der Islam eingeführt und viele klatschen Beifall, wissen aber nicht um die Tragweite dieser Entwicklung. Gerade die OIC Staaten und der Islam hier, präferieren ihre Scharia und hier ist jedes Mittel recht. Das kommt auch daher, das u.a. DSDS einen noch höheren Stellenwert hat, als die Verteidigung unserer kulturellen Lebensweise, gewachsen in Hunderten von Jahren. Eines sollten alle Bedenken, der Islam hat mit unserer heutigen Lebensweise absolut nichts am Hut. Denn, für alle Moslems ist der Koran unabänderlich bindend. Hier leben Frauen in einem Käfig; einem Käfig geschweißt aus Koran, Männerherrschaft, Familienclan, Gewalt und Ehre.
Alle die tragenden Prinzipien der Demokratie, Volkssouveränität, Gewaltenteilung, Mehrheitsentscheidung, freie Meinungsäußerung, Gleichheit von Mann und Frau, unantastbare Grundrechte der Person sind mit dem Islam nicht vereinbar. Dass die Demokratie über dem Glauben und der Religion steht, ist für den strenggläubigen Muslim inakzeptabel: für ihn ist die islamische Ordnung allem anderen übergeordnet, ein Blick in die islamisch geprägte Länder reicht hier völlig aus.
Deshalb ein Aufruf an alle Frauen, wehret den Anfängen, denn, es geht auch um euer Schicksal.
Wichtig wäre auch, sich mit den Grundlagen dieser Religion zu beschäftigen, damit man eines Tages morgens nicht aufwacht, geweckt durch einen Muizzin, und erschreckt in den Spiegel schaut und sich mit einem Kopftuch vorfindet.

25.06.2009
21:41
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von miriam.lessmann | #4

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25.06.2009
21:18
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von Schweineblut | #3

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25.06.2009
14:35
Zwischen Aufbruch und Beharrung
von Gerhard Niemeyer | #2

Der letzte Satz des Kommentars ist der wichtigste. Nicht Muslime in Deutschland sondern deutsche Muslime. Die deutschen Muslime müssen sich endlich einmal positionieren. Eindeutig und nachhaltig. Themen gibt es zuhauf. Die Einführung der Scharia in Teilen Pakistans. Überfälle auf Mädchenschulen in Afghanistan. Die Ermordung deutscher Soldaten. Was sagen die Imame der DITIB zur Scharia. Oder dürfen sie nichts sagen, weil sie ansonsten Ärger mit irgendeinem sogenannten Rechtsgelehrten des Islam bekommen. Reicht die Macht und der Einfluss dieser Diktatoren auch nach Deutschland. Unterstützen die Imame die Entscheidung muslimischer Eltern, die Mädchen nicht am Sportunterricht und an Klassenfahrten teilnehmen zu lassen. Auch zu den Morden in Rees und jetzt aktuell in Schweinfurt hört man nur dröhnendes Schweigen. Es wird Zeit, daß die deutschen Muslime Verantwortung übernehmen und sich nicht mit der billigen Ausrede herausreden, das alles ginge sie gar nichts an.

26.01.2009
22:07
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von ehemaligerSPDWähler | #1

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