Zollitsch erwartet Entschuldigungvon Bischof Williamson
29.01.2009 | 20:56 Uhr 2009-01-29T20:56:00+0100Mannheim. Auch Zentralrat der Juden in Deutschland bricht Kontakt zur katholischen Kirche ab.
Der Vorsitzende der Deutschen Bischofskonferenz, der Freiburger Erzbischof Robert Zollitsch, erwartet, dass der traditionalistische britische Bischof Richard Williamson seine Äußerungen zum Holocaust zurücknehmen und sich entschuldigen muss, wenn er zur katholischen Kirche gehören will. Beim Besuch einer Synagoge in Mannheim äußerte Zolltisch gestern zugleich sein Bedauern darüber, dass sich der Vatikan vorab nicht besser über Williamson informiert habe. Er könne nachvollziehen, dass es schwer fallen könne, zu glauben, dass die Zusammenhänge im Vatikan nicht bekannt gewesen seien, „aber es ist leider so”, sagte Zollitsch. Papst Benedikt XVI. hatte am Wochenende die Exkommunikation von Williamson und drei weiteren Bischöfen der traditionalistischen Bruderschaft Pius X. aufgehoben. Gegen Williamson läuft ein Ermittlungsverfahren wegen Leugnen des Holocausts.
Unterdessen kündigte die Präsidentin des Zentralrats der Juden in Deutschland, Charlotte Knobloch, an, sie wolle den Dialog mit der Kirche vorerst abbrechen. „Unter solchen Vor- aussetzungen wird es zwischen mir und der Kirche momentan sicher kein Gespräch geben.”
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