Xanten ist das Ziel
02.04.2008 | 18:25 Uhr 2008-04-02T18:25:00+0200
Das von der NRZ präsentierte Integrationsfest „Tag der Begegnung” wird am 31. Mai in der Domstadt gefeiert; Und dort endet die nun in Aachen gestartete „IntegraTour 2008". Jetzt war Zwischenstopp in Krefeld.
Die "IntegraTour 2008" des Landschaftsverbandes Rheinland (LVR) ist am Mittwoch in Krefeld angekommen. Die Schülerstaffel, die für die Integration von Menschen mit Behinderungen wirbt, war am 2. April in Aachen gestartet und führte bereits über Stolberg, Mönchengladbach, Düren und Viersen. Von Viersen aus brachten 50 Schülerinnen und Schüler der Hanns-Dieter-Hüsch-Schule, Rheinische Förderschule für Kranke, die Stafette und das Banner der IntegraTour 2008 zur Krefelder Gerd Jansen Schule (Rheinische Förderschule für körperliche und motorische Entwicklung). Die Schülerinnen und Schüler aus Krefeld werden am 31. Mai beim Finale des Staffellaufes in Xanten am "Tag der Begegnung" eintreffen. Insgesamt werden im Rahmen der IntegraTour knapp 2.500 Kinder von über 40 Schulen auf mehr als 20 Etappen bis zum 31. Mai unterwegs sein, um für die Integration von Menschen mit Behinderungen zu werben. "Die IntegraTour des LVR ist ein wichtiger Motor für die Integration. Jedes Jahr wollen mehr Schulen mitlaufen. Daran sieht man, dass die Botschaft der Integration ankommt. Die sportli-che Leistung und das soziale Engagement der Schulen ist wirklich bewundernswert", so LVR-Schuldezernent Michael Mertens. Die Idee der Staffel ist angelehnt an das Olympische Feuer: Je eine Gruppe einer Schule läuft oder fährt zur nächsten Schule und übergibt dort die Stafette an die nächste Gruppe. Der Zielort der IntegraTour ist der Archäologische Park Xanten. Dort feiert der LVR am 31. Mai zum elften Mal den "Tag der Begegnung", das bundesweit größte Integrationsfest für Menschen mit und ohne Behinderungen.
Den Staffelstab nahm Franziska von der Gerd Jansen Schule von Christoph, der die Hanns-Dieter-Hüsch-Schule besucht, entgegen. Foto: LVRSchirmherrin der IntegraTour ist Angelika Rüttgers, die Frau des NRW-Ministerpräsidenten: "Sportliche Betätigung mit sozialem Engagement zu verbinden ist eine hervorragende Idee. Es ist zugleich eine überaus wichtige Botschaft für NRW: Ein Zeichen für Integration und für ein gesellschaftliches Miteinander von Menschen mit und ohne Behinderung. Vor allem die Ausdauer und Fitness, der persönliche Einsatz, aber auch die Freude und Begeisterung und die verschiedenen Fortbewegungsarten sind einfach toll." Zusätzlich zum "Tag der Begegnung" organisiert der LVR in diesem Jahr zum vierten Mal mit seinen Rheinischen Förderschulen die IntegraTour. Die teilnehmenden Kinder und Jugendlichen besuchen Schulen mit den Förderschwerpunkten Sehen, Hören und Kommunikation, Sprache oder körperliche und motorische Entwicklung und sind je nach ihren Fähigkeiten unterschiedlich lange Strecken zu Fuß, mit Rollstühlen, Handbikes, Fahrrädern, Inline Skates oder einer Fähre unterwegs. Begeistert von der IntegraTour und der Leistung der Kinder zeigte sich auch Krefelds Bürgermeisterin Jutta Pilat, die sich direkt an die Schülerinnen und Schüler wandte: "Ich bin stolz auf Euch und das, was Ihr geschafft habt. Auch Ihr könnt sehr stolz auf Euch sein." Auch immer mehr Regelschulen möchten bei der IntegraTour mitlaufen und damit ein Zeichen für ein besseres Verständnis zwischen Menschen mit und ohne Behinderung setzen. Im vergangenen Jahr beteiligten sich nicht behinderte Schülerinnen und Schüler von zwei Regelschulen des Rheinlandes an der Staffel, bei der IntegraTour 2008 laufen elf Regelschulen mit. Weitere Stationen sind unter anderem Köln, der Landtag in Düsseldorf, Duisburg und Essen. Die IntegraTour 2008 wird von der RWE Rhein-Ruhr AG und den Verkehrsbetrieben Hermannspann unterstützt. Aktuelles zur IntegraTour: http://www.integratour.lvr.de/
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