Wettbewerb statt Preisbindung
05.07.2009 | 22:44 Uhr 2009-07-05T22:44:00+0200Zur Aussicht auf teureres Gas im kalten Winter
Trotz Krise legt der Ölpreis einen rasanten Kursanstieg hin. „Fundamental nicht nachvollziehbar” nennen Analysten diese Entwicklung, angesichts einer eher geringen Ölnachfrage. Und doch werden Gaskunden genau diese Entwicklung mit den üblichen sechs Monaten Abstand bei ihrer Heizkostenrechnung nachvollziehen.
Dabei kann man die Drohungen des Gazprom-Chefs vorerst als Stimmungsmache gegen die Ukraine und für die Ostseepipeline nach Deutschland betrachten. Doch auch ohne Gaskrise sorgen Spekulanten für hohe Heizkosten. Ölpreisbindung sei Dank.
Diese Koppelung von Gas- und Ölpreis war lange ein gutes Instrument, um Konzernen kalkulierbare Einnahmen für die Gasförderung zu garantieren. Und Verbraucher schützte sie vor überzogenen Forderungen der Energie-Monopolisten. Doch wenn zunehmend Wettbewerb herrscht, muss damit Schluss sein, dann müssen Angebot und Nachfrage das Regiment übernehmen.
Verbraucher können dies un-terstützen – wie beim Strom, wo Kunden mittlerweile durch Anbieterwechsel zumindest ein Stück weit die Preise drücken. NRZ

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