Verbände setzen auf Freiwillige statt Zivildienst
04.11.2009 | 12:58 Uhr 2009-11-04T12:58:00+0100
Essen. Die geplante Verkürzung des Zivildienstes auf sechs Monate ist problematisch - vor allem für Betreuungsaufgaben und den Rettungsdienst. Die Diskussion sorgt für Aufwind für das Freiwillige Soziale Jahr.
Angesichts der geplanten Verkürzung des Wehr- und Zivildienstes auf sechs Monate warnen Wohlfahrtsverbände vor Einschnitten: Der Einsatz von Zivildienstleistenden werde sich dann in vielen Bereichen nicht mehr lohnen. Das Deutsche Rote Kreuz (DRK) etwa erwartet, dass es bei einer Verkürzung der Dienstzeit Zivi-Einsätze im Rettungsdienst oder in der Intensivbetreuung behinderter Menschen nicht mehr geben werde. Der Paritätische Wohlfahrtsverband erwägt sogar einen Ausstieg aus dem Zivildienst.
Als Alternative zu einem verkürzten Zivildienst fordern viele Verbände nun einen Ausbau des Freiwilligen Sozialen Jahres (FSJ) – mit zusätzlicher Unterstützung des Staates. Wenn die Politik den Dienst „durch Verkürzung unattraktiv macht, muss sie für Kompensation sorgen”, forderte DRK-Präsident Rudolf Seiters.
Drei Monate Schulung
Freiwilliges Soziales Jahr und Zivildienst
Das Freiwillige Soziale Jahr (FSJ) kann jeder über 16-Jährige nach der Schulzeit antreten. Wer anerkannter Kriegsdienstverweigerer ist, bekommt das FSJ als Zivildienst angerechnet. Während der 12 Monate (es gibt auch kürzer angelegte Tätigkeiten beim FSJ) ist man kranken- und rentenversichert, es gibt 26 Tage Urlaub und ein Taschengeld. Die Träger werden sehr unterschiedlich vom Staat gefördert: von 72 Euro im Monat bis zu 750 Euro bei einem Programm des Bundesministeriums für wirtschaftliche Zusammenarbeit.
Anfang Oktober 2009 waren 76 000 Zivildienstleistende im Dienst. Die meisten Plätze bieten das Diakonische Werk (19 500), der Deutsche Caritasverband (18 300), der Paritätische Wohlfahrtsverband (18 700) und das Deutsche Rotes Kreuz (9500). Mehr als jeder zweite Zivi ist in der Pflege und Betreuung von Alten, Kranken und Behinderten tätig. Zu Beginn der 9-monatigen Dienstzeit erfolgt eine mindestens 3-wöchige Einweisung, erst dann werden die Zivis in ihrer Dienststelle eingearbeitet. Sie haben Anspruch auf mindestens 20 Urlaubstage. NRZ
Während Zivildienst-Experten auch bei einer verkürzten Dienstzeit etwa Hausmeister-Tätigkeiten wie Rasenmähen oder Pförtnerdienste weiter für denkbar halten, dürfte ein Einsatz im Rettungsdienst tatsächlich auf der Kippe stehen. Allein die Schulung von Rettungssanitätern dauert rund drei Monate. Darüber hinaus werde es „überall da schwierig, wo ein intensiver Beziehungsaufbau nötig ist”, sagt Rudi Löffelsend, Sprecher der Caritas im Ruhrbistum. Ein schneller Wechsel der Bezugspersonen sei alten oder behinderten Menschen, aber auch Kindern nicht zuzumuten. Die Caritas sehe den Zivildienst zudem „als wichtiges Lernfeld für junge Männer”. Schätzungen zufolge „treffen 30 Prozent der Männer, die später im sozialen Bereich arbeiten, diese Berufsentscheidung im Zivildienst”.
„Sechs Monate Zivildienst-Einsatz lohnen nicht. Das ist weder für die Zivildienstleistenden noch für die Einsatzstelle von Wert”, meint auch Gunder Heimlich, Vorsitzender der Arbeiterwohlfahrt Niederrhein. Seine Forderung lautet daher: „Das Freiwillige Soziale Jahr stärker einbeziehen - doch dazu muss dieser Dienst umgestaltet, und die gesetzlichen Bedingungen müssen verändert werden.”
Dieser Forderung erhebt auch der Bund der Deutschen katholischen Jugend. Freiwilligendienste wie das FSJ seien kein Ersatz, aber eine gute Alternative zu einem verkürzten Zivildienst. Die Bundesregierung müsse jedoch bessere Rahmenbedingungen für das FSJ schaffen. Schon jetzt gebe es nicht genug Plätze.
Der „Bundesarbeitskreis Freiwilliges Soziales Jahr” erwartet „einen deutlichen Anstieg von Trägern, die künftig einen FSJ'ler anstatt eines Zivildienstleistenden haben wollen”, so Sprecherin Ute Giesec-ke-Tapp. Dem stehe eine völlig unzureichende Finanzierung durch das Bundes-Familienministerium gegenüber. „Wir haben derzeit 35 000 Plätze beim FSJ, doch davon werden bloß 18 000 gefördert.”
- Bericht zum FSJ: "Weil es super Spaß macht..."
- Klartext: Den Freiwilligen mehr helfen
09:58
@11 von ehemaliger SPD wähler...
...und davon gibt es Tausende !!!!!!!!!!!!! ...
Bitte Beweise vorlegen!
20:22
Wehrpflicht abschaffen und dafür 9 Monate Sozialdienst für Männlein und Weiblein, das wärs.
19:15
@ Anybody
B. Schmitz meint die Hartz iV Empfänger die nie gearbeitet haben und den Staat permanent Bescheißen und Tag für Tag saufend und rauchend auf dem Sofa liegen oder in irgenwelchen Talkshows auftreten und sich damit BRÜSTEN Schwarzarbeit zu praktizeren und davon gibt es Tausende !!!!!!!!!!!!! Die die unfreiwillig in Hartz IV gestürzt sind ,die meint er bestimmt nicht und kann er auch nicht meinen , denn die haben die Misere dem Genossen Schröder und seiner sPD zu verdanken . Aber das die Schmarotzer in die Arbeitswelt eingebunden werden müssen , dass sehen Sie doch ein und für die Caritativen Zwecke wäre das doch eine tolle Maßnahme, oder?
12:56
Wer sich wirklich informieren möchte ließt NICHT die WAZ.
12:55
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12:36
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12:21
Einfach mal ein RICHTIGES GEHALT für die Zeit nach 6 Monaten anbieten und gut is.
09:34
Da plappert mal wieder die Geiz ist Geil Generation die Blöd-Zeitungsparolen nach und finden sich auch noch toll dabei.
Alle HartzIVler sind Schmarotzer und ich armer Tropf muss die bezahlen,nur das sie in ihr eindimensionalen Denken noch nicht bemerkt haben,wie schnell man selber ein Schmarotzer werden kann,oder sind sie es eventuell schon?
Ich wünschen denen das sie irgendwann mal auf jemanden angewiesen sind
Aber das sind dann die,die dann am lautesten Schreien.
So jetzt geht wieder die Blöd-Zeitung lesen und Pro 7 gucken.
09:24
selber von zivis bestens versorgt möchte ich aufzeigen;
1.die verbände jammern nur weil sie billige arbeitskräfte verlieren.es geht hier nicht um den menschen.die jungen menschen welche sich toll einbringen werden von den verbänden schamlos ausgenutzt und nicht von den behinderten oder sonstigen kranken menschen.
2.ein zivi hat nichts an einer krankenhauspforte zu suchen und auch keinen rasen zu mähen,er soll für die menschen da sein und sei es nur für handreichungen.
3.was macht z.b. ein zivi in der bettenzentrale eines krankenhauses?
es ist eine schande wie zivis verbraten werden und das kommt aus deren eigenen reihen.
auf der strecke bleiben die menschen welche auf einen zivi angewiesen sind.
die verbände sollen aufhören sich hinter dem mäntelchen der gemeinnützigkeit und menschlichkeit zu verstecken.sie sind wie alle anderen auch profitgierig.
so werden auch die pflegerinnen und pfleger in den altenheimen ausgebeutet.
die zivis sind keine handlanger in heimen gleich
welcher art ,sie werden voll eingesetzt.
wo wir als private menschen noch rücksicht auf den mensch zivi nehmen ist er in den isntitutionen nur noch eine maschine die zu funktionieren hat.
da sollte sich die politik mal gedanken drüber machen.