Das aktuelle Wetter NRW 17°C
Fernsehen

Tatort Kulturhauptstadt

27.03.2009 | 18:56 Uhr

Das beliebte Kölner Krimiduo Max Ballauf (Klaus J. Behrendt) und Freddy Schenk (Dietmar Bär) ermittelt im Ruhrgebiet.

Oberhausen. Es zieht am Gasometer. Ob's am rasanten Tempo einer Verfolgungsjagd liegt, ist ein Geheimnis. Die Gegend um das Oberhausener Wahrzeichen hat sich in ein Produktionsset verwandelt. Das Kölner Tatort-Team Ballauf und Schenk ermittelt in Sachen Ruhr.2010 und ist damit Teil des WDR-Sendungsrepertoires, das der Kölner Sender im Rahmen der Kulturhauptstadt ausstrahlen will.

„Klassentreffen” heißt der Kölner Tatort. 30 Jahre nach dem Abi fährt Max Ballauf laut Drehbuch zum Treffen nach Essen. Als er am nächsten Tag aufwacht, gibt's einen Toten: Das Opfer ist der Mann von Max Ballaufs erster großer Liebe – und ein Bauunternehmer, dessen Firma sich mit Aufträgen für die Kulturhauptstadt beschäftigt. Ballauf gerät selbst in Verdacht. Deswegen kommt ihm Freddy Schenk (Dietmar Bär) zu Hilfe, obwohl es auch in Köln einen Fall aufzuklären gibt. Beide Fälle hängen irgendwie zusammen. Gut, da müssen die beiden nicht alleine ermitteln. Die Leitung liegt aber in den Händen der Essener Kollegen, also von Hauptkommissarin Vossbeck, die von Angelika Bartsch verkörpert wird.

„Es ist schön, es ist toll”, sagt Klaus J. Behrendt über Essen, die Region und das Ereignis Ruhr.2010. Der Schauspieler und gelernte Bergmechaniker findet es gut, „das Ganze anzuschieben”. Behrendt, der im „Wunder von Lengede” einen Bergmann spielte, hat durch seine Ausbildung im westfälischen Ibbenbühren ein besonderes Verhältnis zum Bergbau. Jetzt vor Kulissen wie der Zeche Zollverein oder dem Oberhausener Gasometer zu drehen, steht für den Wandel und „hält Erinnerungen wach”, erzählt Behrendt. Essen und das Ruhrgebiet seien reizvoll.

Der Tatortkommissar interessiert sich in seiner Freizeit für Geschichte. Gerade liest er ein Buch über das Ende des Ersten Weltkrieges. Deswegen hat er die Villa Hügel in Essen besucht. Der 49-Jährige wollte mehr über die Geschichte der Familie Krupp erfahren. Dafür sei er extra früher aus Köln los gefahren.

Die Villa Hügel steht nämlich nicht auf dem Drehplan. Am Baldeneysee findet sich in einem fiktiven Hotel der Tote, ermittelt wird auf Zollverein, auf der Margarethenhöhe und rund um den Gasometer. Es sind die Postkartenmotive der Region, die der Zuschauer sehen wird. Klischees müsse man sich auch bedienen. „Den Wechsel von Alt nach Neu und der Wandel im Ruhrgebiet kommt in den Dialogen vor”, verspricht Regisseur Kaspar Heidelbach und macht den Menschen aus dem Ruhrgebiet ein Kompliment: „Die Leute sind richtig nett und freuen sich, wenn man hier dreht.”

Kein Wunder, im Moment ist nur Fernsehkommissar Lutter in Essen fürs ZDF im Einsatz. Haferkamps Dienstzeiten dort sind seit knapp 20 Jahren vorbei und der Duisburger Schimanski ermittelt maximal einmal im Jahr. NRZ

Stefanie Bersin

Facebook
 
Kommentare
Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/553888/create

Umfrage

Hat Schweden zurecht den ESC gewonnen?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Wohngemeinschaft
Bildgalerie
Tag der Begegnung
Deutsche Meisterschaften imTrapolinturnen
Bildgalerie
Fotostrecke
Oktoberfest in Emmerich
Bildgalerie
Fotostrecke
Stadtfest
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Präses Schneider: Gott will keinen Krieg
Video
Afghanistan-Debatte
Der Präses der Evangelischen Kirche im Video
Diether Posser - ein Anwalt der Humanität ist tot
Nachruf
Essen. 24 Jahre war er Landtagsabgeordneter, drei NRW-Landesregierungen gehörte er als Minister an. Ende der siebziger Jahre wäre er beinahe Ministerpräsident geworden. Am Samstag ist der Essener SPD-Politiker Diether Posser mit 87 Jahren in einem Pflegeheim gestorben.