Spät abends in der Bücherei
05.11.2009 | 18:48 Uhr 2009-11-05T18:48:00+0100In der „Nacht der Bibliotheken” darf man auch mal länger aufbleiben: Autoren lesen vor, es wird gebastelt und gebaut
Alle zwei Jahre laden die Büchereien in Nordrhein-Westfalen an einem Abend zur „Nacht der Bibliotheken”. Weil diese Nacht in den Jahren 2005 und 2007 so viele Besucher angelockt hat, wird sie heute zum dritten Mal gefeiert. Diesmal steht die Nacht unter dem Motto „Bibliotheken bauen Brücken”.
Eine Brücke ist eine Verbindung zwischen zwei Ufern oder anderen Dingen. Heute Abend wollen die Menschen daran erinnern, dass sich in einer Bücherei unterschiedlichste Menschen treffen. Zum Beispiel lernen Menschen, die aus einem anderen Land nach Deutschland gezogen sind, leichter die deutsche Sprache, wenn sie Bücher lesen. In einer Bücherei kann man auch viele Bücher über andere Länder und Sprachen ausleihen. Dadurch sind Büchereien auch Brücken zu anderen Kulturen.
Mit Veranstaltungen, Lesungen und Ausstellungen wollen über 200 Büchereien heute Abend zeigen, was für ein großes Angebot sie haben. Auch für Kinder ist was dabei.
Ein paar Beispiele:
In der Stadtbibliothek in Essen liest der Fantasy-Autor Alfred Bekker um 19.15 Uhr aus seinen Romanen „Das Juwel der Elben” und ”Das Reich der Elben” sowie um 21 Uhr aus seinem neuen Buch „Drachenfluch”.
In der Stadtbücherei Kamp-Lintfort kann man von 18 bis 19.30 Uhr Bücher tauschen. Man muss ein Buch mitbringen, das man loswerden will, und darf ein anderes mit nach Hause nehmen. Gleichzeitig gibt es eine Mitmachaktion für Kinder zu dem chinesischen Bilderbuch „Tigerprinz”. Unter anderem werden Tigermasken gebastelt.
Die Stadtbüchereien Düsseldorf-Bilk und Kleve laden ein zur Gruselnacht (ab 18.30 Uhr/19 Uhr).
Die Stadtbücherei Rheinberg veranstaltet ab 19 Uhr eine Brückenbauwerkstatt.
Die Stadtbücherei Hilden feiert ein Familienfest (19 Uhr).
Alle Veranstaltungen stehen auf der Internetseite:
www.nachtderbibliotheken.de
DIE BIBLIOTHEK
Das Wort „Bibliothek” ist ein anderes Wort für „Bücherei”. Es kommt aus dem Griechischen und heißt „Büchersammlung”. Zu den größten Bibliotheken der Welt zählen die Russische Staatsbibliothek in Moskau und die Bibliothek des Kongresses in Washington (USA).
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