Das aktuelle Wetter NRW 17°C
Koalitionsverhandlungen

Schwarz-gelbe Wunschliste kostet 120 Milliarden Euro

17.10.2009 | 09:00 Uhr
Schwarz-gelbe Wunschliste kostet 120 Milliarden Euro

Berlin. Höheres Hartz-IV-Schonvermögen, nationales Stipendiensystem, Steuerentlastungen: Die schwarz-gelbe Wunschliste ist lang. Sie kostet in Summe 120 Milliarden Euro. Nun müssen CDU und FDP am Wochenende verhandeln, wo sie den Rotstift ansetzen wollen.

Union und FDP müssen in der Schlussrunde zu einem gemeinsamen Regierungsprogramm den Rotstift ansetzen. Die Ausgabenwünsche der seit knapp zwei Wochen tagenden Facharbeitsgruppen summieren sich für die Jahre 2009 bis 2013 inklusive der geplanten Steuerentlastungen auf rund 120 Milliarden Euro. „Angesichts der horrenden Staatsverschuldung muss diese Wunschliste nachhaltig zusammengestrichen werden”, erklärten übereinstimmend Finanzpolitiker von Union und FDP auf NRZ-Anfrage.

Die große Koalitionsrunde unter Leitung von Kanzlerin Angela Merkel wird sich am Samstag erstmals detailliert mit dem Thema Haushalt/Finanzen beschäftigen. Die FDP hatte im Wahlkampf Entlastungen von 35 Milliarden Euro angekündigt, die Union ihr Limit bei 15 Milliarden festgelegt.

Stipendiensystem soll 450 Millionen kosten

Ungeachtet der finanziellen Unwägbarkeiten wurde am Freitag weiterverhandelt. Zu den wichtigsten bildungspolitischen Übereinkünften zählt die Einführung eines nationalen Stipendiensystems. Laut Bundesbildungsministerin Annette Schavan soll der Anteil der Stipendiaten von zwei auf zehn Prozent steigen. Nach den Plänen kostet die Begabtenförderung pro Jahr bis zu 450 Millionen Euro, wovon der Bund und die Länder zusammen 250 Millionen Euro beisteuern. Der Rest soll aus der Privatwirtschaft kommen.

In diesem Kontext haben sich Union und FDP auf eine Änderung des BAföG-Rechts geeinigt, damit Studierende das Stipendium über 300 Euro im Monat zur bisherigen Finanzspritze obendrauf bekommen.

Einigkeit herrscht auch bei der Stammzellforschung. Diese solle auf der Grundlage des geltenden Rechts vorangetrieben werden. Soll heißen: „Das Embryonenschutzgesetz und das Stammzellgesetz werden nicht geändert”, stellte Schavan klar.

Daniel Freudenreich u. Dirk Hautkapp

Facebook
 
Kommentare
19.10.2009
12:13
Schwarz-gelbe Wunschliste kostet 120 Milliarden Euro
von gtsi | #20

...die schwarz-gelbe Koalition in Berlin könnte die Autobahnen PRIVATISIEREN und verkaufen. Dazu gab es schonmal Pläne seitens der Bauwirtschaft und einiger Banken vor der Finanzkrise. Das bringt angeblich 300.Mrd. Euro. Dann sind die meisten Geldsorgen gelöst und die Steuern könnten gesenkt werden.

18.10.2009
12:30
Schwarz-gelbe Wunschliste kostet 120 Milliarden Euro
von wimmel | #19

Die meissten bedenken dabei nicht das diese von uns Deutschen gewollte,weil gewählte Regierung,die einzusparende Summe,die für diese 120 Milliarden,ja irgendwo herkommen muß und da ist rein gar nix von Wiedereinführung der Vermögenssteuer,
Erbschaftssteuer, oder einer lange überfälligen Börsenumsatzsteuer, zu Hören.
Überigens alles Punkte die von SPD,LINKEN und
auch den GRÜNEN vor der Wahl gefordert wurde.
Nun mit dieser Schwarz/Gelben Regierung werden Arbeitnehmer, Rentner,Kranke und Arbeitslose dafür zu Kasse gebeten.
Wohl den Arbeitnehmer,ca. 1 Millionen soll es ja gegeben haben, die ihre Stimme in falscher Hoffnung,der wirtschaftsliberalen FDP haben zukommen lassen.

17.10.2009
10:14
Schwarz-gelbe Wunschliste kostet 120 Milliarden Euro
von Vanagas | #18

Wie war das noch ?

Die Sozis können nicht mit Geld umgehen !

17.10.2009
08:46
Schwarz-gelbe Wunschliste kostet 120 Milliarden Euro
von Arthur_Dent | #17

120 Milliarden? Ist doch ein Klacks!

30 Milliarden Steuerverschwendung pro Jahr für extrem unsinnige, wahnwitzige und dämliche Projekte (siehe aktuelles Schwarzbuch der Steuerzahler) geben da eine ganze Menge Spielraum her.

17.10.2009
08:18
Schwarz-gelbe Wunschliste kostet 120 Milliarden Euro
von B.Schmitz | #16

Es ist schon schlecht, wenn man vor der Wahl Versprechungen macht, die man hinterher nicht einhalten kann. Aber so ist das eben mit der Postengeilheit.
Der Rotstift wird wie immer bei dem Steuerzahler angesetzt.

16.10.2009
23:32
Schwarz-gelbe Wunschliste kostet 120 Milliarden Euro
von r.kant | #15

@ crock reder

Das sind die Kommentare eines typischen Baskets.

16.10.2009
23:22
Schwarz-gelbe Wunschliste kostet 120 Milliarden Euro
von crusader | #14

# 11 auf kante genäht

Schwarz-Gelb ist nun einmal international als extrem giftig in Nutzung.

Schwarz-Gelbes Dreieck mit der Blüte = Bio-Hazard

Schwarz-Gelbes Dreieck mit Propeller = Radioaktivität

Schwarz-Gelbes Ortseingangsschild = Ab hier ist Dein Lappen extrem gefährdet, weil die betreffende Kommune in der Regel pleite ist.

Schwarz-Gelbes Schild mir Blitz = Im Brandfall kein Wasser reinsprühen

usw. und so fort.

Westerwave hätte auch ein dezentes Himmelblau verwenden können.

Niemand hätte es ihm verübelt.

16.10.2009
23:10
Schwarz-gelbe Wunschliste kostet 120 Milliarden Euro
von Yo Pecador | #13

Eigentlich verdienen es die Deutschen nicht anders, wie du wählst su du dich quällst.

16.10.2009
23:09
Schwarz-gelbe Wunschliste kostet 120 Milliarden Euro
von Yo Pecador | #12

Wie viel haben wir den Banken zur Retung gegeben?.. Welche Sozialleistungen sollen den Búrgern gestrichen werden?..120 Mio. Nanu nana, wie kommt das nur?..

16.10.2009
23:03
Schwarz-gelbe Wunschliste kostet 120 Milliarden Euro
von r.kant | #11

Da wird von derWesten mal wieder massig gegen schwarz/gelb gegiftet.

Keiner anderen Zeitung ist ein so bescheuerter Aufreißer eingefallen.

Da werden dann einfach prognostizierte Ausgaben der nächsten 5 Jahre zusammengefasst, damit man auf eine möglich unwahrscheinliche und unseriöse Summe von 120 Milliarden kommt.

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/10829/create

Umfrage

Hat Schweden zurecht den ESC gewonnen?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Wohngemeinschaft
Bildgalerie
Tag der Begegnung
Deutsche Meisterschaften imTrapolinturnen
Bildgalerie
Fotostrecke
Oktoberfest in Emmerich
Bildgalerie
Fotostrecke
Stadtfest
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Präses Schneider: Gott will keinen Krieg
Video
Afghanistan-Debatte
Der Präses der Evangelischen Kirche im Video
Diether Posser - ein Anwalt der Humanität ist tot
Nachruf
Essen. 24 Jahre war er Landtagsabgeordneter, drei NRW-Landesregierungen gehörte er als Minister an. Ende der siebziger Jahre wäre er beinahe Ministerpräsident geworden. Am Samstag ist der Essener SPD-Politiker Diether Posser mit 87 Jahren in einem Pflegeheim gestorben.