Salamitaktik
02.11.2008 | 20:10 Uhr 2008-11-02T20:10:09+0100Die Bahn und ihr dauerhaftes ICE-Fiasko
Die nächste Verzögerung, bitte. Bei der ICE-Flotte ist ein Ende der Achsprobleme nicht abzusehen. So richtig es ist, kein Risiko einzugehen: Ob die Bahn gut damit fährt, ihren Kunden per Salamitaktik unterzujubeln, dass sie weiterhin ihr Leben in vollen Zügen genießen müssen, ist zweifelhaft. Nur noch eine Woche, hieß es ja zunächst; dann bis Weihnachten; jetzt sicherlich bis Februar - derlei Informationspolitik klingt nach Ratlosigkeit. Wenn die Verantwortlichen die Lage im Griff hätten, gäbe es einen Lösungs-Fahrplan. Der würde im Detail kommuniziert. Fertig.Stattdessen wird hektisch an den Zügen gewerkelt - aber vor allem gestritten. Man gewinnt manchmal den Eindruck, als ob die Beantwortung der Schuldfrage sogar im Vordergrund steht. Dabei geht es natürlich um Schadenersatz und viel Geld. Dass die Hersteller sich nicht den schwarzen Peter zuschieben lassen wollen, ist nachvollziehbar, verzögert jedoch auch eine reibungslose Lösung der Probleme. Und der Kunde? Rangiert bei solchen millionenschweren Überlegungen unter "ferner liefen".
m.minholz@nrz.de
01:12
Da sieht man mal wie wichtig der Bahn es ist, das ihre Fahrgäste vernünftig von A nach B kommen, nähmlich überhaupt nicht. Das einzige Thema aus dem hause Mehdorn in den letzten Monaten war doch der Börsengang, der dank des Kurseinbruches jetzt erstmal verschoben wurde. Ob es den gestressten ÖPNV Kunden hilft? Wohl kaum.