Ringen um die Loveparade
18.01.2009 | 19:22 Uhr 2009-01-18T19:22:00+0100
Ist der diesjährige Techno-Umzug doch noch zu retten? Veranstalter prüfen die von Verkehrsminister Wittke kurzfristig angeregte Verlegung auf die A 40. Unverhohlenes Werben aus Berlin.
BOCHUM/ESSEN. Es klingt nach einem Schnellschuss aus der Hüfte: NRW-Verkehrsminister Oliver Wittke hat vorgeschlagen, die Loveparade über die A 40 zu führen. Sein Ministerium werde prüfen, ob sich der Ruhrschnellweg für einen Tag teilweise sperren lässt, um das in Bochum absagte Techno-Spektakel in diesem Jahr doch noch möglich zu machen, kündigte der CDU-Politiker am Wochenende an.
Also noch Hoffnung für die Loveparade? Die Veranstalter haben zugesagt, den Wittke-Vorschlag seriös zu prüfen. Heute wollen sie mit den Wirtschaftsförderern der Metropoleruhr GmbH beraten, die das Spektakel in die Region geholt hatten. Metropoleruhr-Chef Hanns-Ludwig Brauser gab sich gestern auf NRZ-Anfrage zurückhaltend: „Jeder, der die Region unterstützt und mit dafür sorgen will, dass die Loveparade hierbleibt, ist herzlich willkommen.” Allerdings, so schob Brauser hinterher, müsse es sich auch um „umsetzbare Vorschläge” handeln.
Bisher hatten die Veranstalter einen alternativen Austragungsort für 2009 ausgeschlossen. Man wolle sich intensiv den Planungen für Duisburg (2010) und Gelsenkirchen (2011) zuwenden, hieß es. Angesichts der erwarteten Besuchermassen - 1,6 Millionen waren es im vergangenen Jahr in Dortmund - wird es auch in den beiden Städten nicht einfach, die Parade zu stemmen.
Ironie der Geschichte: Ausgerechnet in Berlin, der Geburtsstadt der Loveparade, wo sich die Technofans zuletzt nicht mehr recht geliebt fühlten – dort hofft man jetzt, von Bochums Absage zu profitieren. Für den 11. Juli ist in der Hauptstadt die B-Parade geplant; 500 000 Raver werden dazu erwartet.
Mit eigenem Logo auf die Plakate
50 Trucks sollen durch den Tiergarten rollen, eine Abschlusskundgebung ist an der Siegssäule geplant. Der seit 2006 geplante Techno-Umzug galt als Ersatz für die an die Ruhr abgewanderte Loveparade. Nun wirbt der Berliner Organisator Ralf Lips offen um Unterstützung: „Wir wären froh, wenn sich die Love Parade an unserer Parade beteiligt”, sagte Lips dem „Tagesspiegel”. Denkbar sei, dass alle Trucks und DJs aus Bochum zur B-Parade wechselten. Zudem könne die Loveparade mit eigenem Logo auf Plakaten und Flugblättern erscheinen. (NRZ)
20:07
Interessant ist, dass Schaller dann nicht nach Berlin wollte. Sowieso habe ich den Eindruck, dass es Schaller heimlich recht war, dass es 2009 keine Loveparade gab (Wirtschaftskrise - vielleicht gings ja McFit auch nicht sonderlich gut) und so die cca. 3 Mio EUR sparen konnte. Auffällig dann, wie 2010 an vielem gespart wurde (z.B. nur die Hälfte der Floats, fehlende Rahmenprogramme an der Strecke und an der Sicherheit), mit den bekannten Folgen.
21:14
Na da hoffe ich mal, dass das was wird.