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Opel-Verkauf steht auf der Kippe - GM-Entscheidung zieht sich hin

08.09.2009 | 18:53 Uhr

Vor Beginn der zweitägigen Sitzung des GM-Verwaltungsrats verdichten sich die Anzeichen, dass der US-Autobauer seine europäische Tochter Opel nun doch nicht verkaufen will. Allerdings soll die endgültige Entscheidung frühestens im Oktober fallen.

Bochum/Detroit. Vor Beginn der zweitägigen Sitzung des General-Motors-Verwaltungsrats gestern in Detroit verdichteten sich die Anzeichen, der US-Autobauer wolle Opel doch behalten. Laut „Handelsblatt” will das Gremium in dieser Woche aber noch keine Entscheidung fällen, sondern frühestens im Oktober. Die Bundesregierung, die einen Verkauf der Opel-Mehrheit an den Zulieferer Magna und die russische Sberbank favorisiert, hatten auf eine Verkaufs-Entscheidung in dieser Woche gedrängt.

Während Opel-Gesamtbetriebsratschef Klaus Franz nahezu kompromisslos die Magna-Lösung vertritt, schloss der Vorsitzende des Bochumer Opel-Betriebsrats, Rainer Einenkel, gestern im NRZ-Gespräch nur eines der vier im Raum stehenden Szenarien aus: „Eine Insolvenz ist für uns überhaupt kein Gesprächsansatz.” Bei den anderen drei Modellen – Verkauf an Magna/Sberbank, an den Finanzinvestor RHJ oder Verbleib bei GM – komme es immer auf das Schicksal der deutschen Werke an.

Einenkel hält es „nicht für unwahrscheinlich”, dass GM nach der Insolvenz Opel nun doch behält. „Ohne Opel ist GM in Europa schlecht aufgestellt.” Für diesen Fall habe der US-Konzern zwei Pläne vorgelegt. Einer sehe die Schließung der Werke in Bochum, Eisenach und Antwerpen vor. „Das ist mit uns nicht zu machen.” Doch GM habe noch einen weiteren Plan vorgelegt. „Ich möchte jetzt bald eine Lösung haben, in der das Bochumer Werk eine Zukunft hat”, betonte Einenkel. NRZ

Thomas Rünker

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