Nur Bottroper verdienen noch weniger
22.02.2008 | 18:08 Uhr 2008-02-22T18:08:00+0100Wirtschaft: Oberhausen liegt beim Durchschnittsgehalt landesweit an vorletzter Stelle.
3130 Euro brutto pro Monat verdiente laut Landesamt für Datenverarbeitung und Statistik (LDS) jeder NRW-Arbeitnehmer im dritten Quartal 2007. Im Durchschnitt wohlgemerkt, denn es gibt natürlich Ausschläge nach unten und oben. Und was verdienten die Oberhausener? Wenn es um Geld geht, wird es in der Regel schwer, vergleichbare zuverlässige Größen zu finden. So sind in der oben zitierten LDS-Statistik nicht alle Branchen enthalten, es fehlt zum Beispiel noch die Landwirtschaft. Außerdem liegen für diese Stadt und den entsprechenden Zeitraum noch gar keine Daten vor.
Belastbares und umfassendes Zahlenmaterial mit allen Wirtschaftszweigen ist laut Auskunft des LDS erst mit etwa zweijähriger Verzögerung zu erstellen. Halten wir uns also an die aktuellsten derzeit greifbaren Daten aus dem Jahr 2005. Die Liste mit allen 23 kreisfreien Städten in Nordrhein-Westfalen führt ziemlich erwartungsgemäß die Landeshaupstadt Düsseldorf mit insgesamt 16,26 Milliarden Euro Arbeitnehmerentgelten an. Umgerechnet bedeutet das immerhin 38 357 Euro Jahresgehalt pro Arbeitnehmer.
Oberhausen liegt mit einer Gesamtsumme von 2,55 Milliarden Euro und einem Pro-Kopf-Einkommen von 31 493 Euro pro Jahr am unteren Ende der Skala. Die Summe entspricht lediglich rund 94 Prozent des NRW-Durchschnittsgehaltes, das bei 33 604 Euro liegt.
Schlechter als Oberhausener verdienten im Jahre 2005 nur noch die Arbeitnehmer in Bottrop, die im Durchschnitt bei 31 101 Euro lagen. Selbst das krisengeschüttelte Gelsenkirchen rangiert im Ranking der 23 Städte mit 32 286 Euro besser. Dort gibt es zwar deutlich mehr Arbeitslose als hier, die aber fließen nicht in diese Statistik der Durchschnittsverdienste ein. (hf)
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