Kinostars fechten in Bayern
02.09.2010 | 17:42 Uhr 2010-09-02T17:42:00+0200
In manchen Gassen der bayerischen Stadt Bamberg sieht es aus wie im Mittelalter. Dort ist es eng und verwinkelt, die Fassaden der Häuser sind viele Jahrhunderte alt. Diese Stimmung hat es auch dem englischen Filmregisseur Paul Anderson angetan. Er dreht in Bamberg gerade den Abenteuerfilm „Die drei Musketiere“. Für die Menschen, die in Bamberg wohnen, ist das eine spannende Zeit. Wenn sie Glück haben, sehen sie galoppierende Pferde, fechtende Schauspieler und sogar Stars aus Amerika.
Die Geschichte „Die drei Musketiere“ hat sich vor langer Zeit ein französischer Schriftsteller ausgedacht. Er hieß Alexandre Dumas. Musketiere nannte man in früheren Zeiten eine bestimmte Gruppe von tapferen Männern, die ähnlich wie Soldaten kämpften.
Die Geschichte der drei Musketiere Athos, Porthos und Aramis und ihres Freundes d’Artagnan ist schon oft verfilmt worden. Diesmal spielt Logan Lerman die Rolle des d’Artagnan. In dem Kinofilm „Percy Jackson - Diebe des Olymp“ war er der Hauptdarsteller. Logan Lerman ist erst 18 Jahre alt. Für die Dreharbeiten musste er sich einen Bart wachsen lassen. Außerdem wurden seine Haare künstlich verlängert, denn im 17. Jahrhundert trugen die Männer selten Kurzhaarschnitte.
Logan Lerman hat erzählt, dass er drei Monate lang täglich Reiten und Fechten trainiert hat. Auch die anderen drei Musketier-Schauspieler mussten kräftig üben. Doch allen hat das großen Spaß gemacht.
US-Schauspieler Orlando Bloom ist ebenfalls mit dabei. Er ist bekannt aus „Fluch der Karibik“ und „Herr der Ringe“ und spielt im Musketier-Film einen Herzog.
Viele Menschen, die in Bamberg wohnen, machen auch in dem Film mit. Sie sind Statisten. Das bedeutet, sie laufen im Hintergrund herum, zum Beispiel auf dem Markt oder in den Straßen, müssen aber keinen Text sagen. Die Bevölkerung der Stadt muss einiges aushalten, denn es werden nicht nur ab und zu Straßen und Plätze gesperrt. Die Dreharbeiten finden auch nachts statt und dann knallt es ganz schön, weil die Schauspieler nicht nur die Degen klirren lassen, sondern auch mit Platzpatronen aufeinander schießen. Trotzdem freuen sich die meisten Bamberger sehr über das Filmspektakel in ihrer Stadt.
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