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"Jeder braucht einen Tag ohne Sorgen"

10.04.2009 | 21:31 Uhr

Efteling-Chef Bart de Boer ist davon überzeugt, dass Freizeitparks die Finanzkrise kaum fürchten müssen

Efteling. Trifft die Krise auch die Freizeitparks? Darüber sprach die NRZ mit Bart de Boer, Vorstands-Chef von Efteling, das in den Niederlanden, unweit der Grenze zu NRW, einen der größten Freizeitparks Europas betreibt.

Sie stehen seit knapp einem Jahr an der Spitze von Efteling. Eine gute erste Bilanz?

Im Jahr 2008 waren 3,2 Millionen Besucher hier, und wir hatten einen Umsatz von 111 Millionen Euro. Das war ein gutes Jahr.

Bremst Sie in diesem Jahr die Finanzkrise Ihre Branche?

Nein, das glaube ich nicht. Große Reisen werden vielleicht gestrichen, aber Ausflüge bestimmt nicht. Wir bieten bei uns einen Tag ohne Sorgen. Das ist jetzt doch wichtiger denn je. Ich sehe der Entwicklung positiv entgegen.

So positiv, dass Sie weiter investieren?

Bestimmt! Vor zwei Jahren haben wir den „Fliegenden Holländer” eröffnet und dafür jetzt den internationalen Preis „Beste Attraktion” bekommen. Gerade haben wir mit „Aschenputtel” auf spektakuäre Weise eine Lücke in unserem Märchenpark geschlossen. Die Premierenbesucher waren verblüfft und begeistert vom Realismus der Figuren.

Was kommt noch?

Investitionen von 40 Millionen Euro! Dazu gehört ein Bungalow-Park für 1150 Gäste, damit die Besucher mehrere Tage bei uns bleiben. In zwei bis drei Jahren wollen wir den Freizeitpark zum Ganzjahresbetrieb ausgebaut haben. Unser Winter-Efteling ist jetzt schon ein voller Erfolg.

Efteling ist längst mehr als ein Freizeitpark...

Ja. Wir machen Radio, produzieren Fernsehsendungen, Spielzeug und Musicals. Unsere TV-Serie „Märchenbaum” läuft jetzt auch bei NRW.TV. Darauf sind wir stolz. Efteling ist ein Markenzeichen mit dem hohen Anspruch, der auch schon unseren Familienfreizeitpark zum Erfolg geführt hat. Bei uns und mit uns sollen Kinder und Erwachsene eine großartige Zeit haben.

Interview: Peter Toussaint

Peter Touissant

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