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03.10.2008 | 18:53 Uhr

Heute ist Welttierschutztag. Und damit kennt sich Karen Alwardt besonders gut aus. Sie erklärt, was Kinder machen können.

Für Tierfreunde ist heute ein ganz besonderer Tag – der Welttierschutztag. Er soll daran erinnern, dass es vielen Tieren nicht so gut geht wie eurer Katze oder eurem Hund. Vielleicht habt ihr ja schon mal ein Tierheim besucht. Oft warten dort ganz viele Tiere auf ein neues Zuhause. Aber die Aufnahme und Pflege von Tieren in den Heimen ist nur ein Teil des Tierschutzes. Es gibt noch ganz viel mehr.

Eine, die sich da richtig gut auskennt, ist Karen Alwardt. Sie ist die Vorsitzende der Deutschen Tierschutzjugend. Das ist die Jugendorganisation des Deutschen Tierschutzbundes. Karen Alwardt leitet auch selbst eine Jugendgruppe in Ennepetal in Westfalen. Dort treffen sich zehn Kinder einmal pro Woche, um viel über Tiere und ihren Schutz zu erfahren und mitzumachen. Denn auch kleine Tierschützer können viel tun. „Letztens haben wir zum Beispiel für ein Tierheim Häuser für die Meerschweinchen gebaut und einen kleinen Garten für Futter angelegt”, erzählt Karen Alwardt. Oder Transparente gemalt gegen die sogenannte Massentierhaltung. „Den idealen Bauernhof gibt es oft nur im Bilderbuch, tatsächlich leben viele Tiere nur in engen Käfigen oder Ställen”, sagt die Expertin. Das werde gemacht, damit die Eier und das Fleisch möglichst billig verkauft werden können. Wer beim Einkauf auf den Tierschutz achten will, „sollte Fleisch aus artgerechter Tierhaltung kaufen”, rät Alwardt. Beim Kauf von Eiern ist die aufgedruckte Zahl wichtig: „Am besten sind die mit der Nummer 1, das bedeutet Freilandhaltung”, die Tiere haben also genügend Platz. „Eier mit der Nummer 3 stammen aus den schlimmen Legebatterien”, erklärt Karen Alwardt.

Aber nicht nur für Haus- und Nutztiere, auch draußen in der Natur kann man viel machen. „Auch unsere heimischen Wildtiere haben es nicht immer leicht. Die Lebensräume der Wildtiere werden immer kleiner, da überall neue Häuser und Straßen gebaut werden”, erklärt Karen Alwardt. Wer also zum Beispiel einen Garten hat, der kann für Vögel Futterstellen basteln. Und „nicht alles Laub wegräumen, darunter können sich Igel gut verstecken”.

Allein in unserem Bundesland Nordrhein-Westfalen gibt es 31 Jugendgruppen des Deutschen Tierschutzbundes. Wo eure nächste ist, erfahrt ihr unter  02323/51616. Es gibt aber auch noch andere Tierschutzorganisationen, bei denen ihr ebenfalls nachfragen könnt.

FRANZ VON ASSISI

Der 4. Oktober ist der Tag des Heiligen Franz von Assisi. Der lebte im 12. und 13. Jahrhundert, also vor 800 Jahren. Er gründete den Mönchsorden der „Franziskaner” – und war ein großer Tierfreund. Er sagte, dass vor Gott alle Lebewesen – also Menschen, Tiere und Pflanzen – gleich viel wert sind. Franz von Assisi gilt deshalb als Schutzpatron der Tiere. Den Welttierschutztag gibt es seit 1931, seit 1950 auch in Deutschland.

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