Das aktuelle Wetter NRW 16°C
MSV Duisburg

Herzog die Nummer eins – Starke stinksauer

28.10.2008 | 19:16 Uhr

Duisburg. Beim MSV Duisburg hat sich Trainer Bommer bis zur Winterpause für einen Torwartwechsel entschieden und für Unruhe gesorgt. Am Mittwoch kommt St. Pauli.

Wachablösung im Tor des MSV Duisburg. Bis zur Winterpause ist der Schweizer Marcel Herzog die neue Nummer eins des Fußball-Zweitligisten, der heute um 17.30 Uhr den FC St. Pauli empfängt. Doch über der MSV-Arena braut sich nach dieser Entscheidung ein Gewitter zusammen. „Ich bin stinksauer. Aber aus Respekt gegenüber der Mannschaft möchte ich heute kein Interview geben”, so Tom Starke, der bis zu seinem Daumenbruch Anfang September unangefochtener Stammkeeper der Meidericher war.

Überragende Leistung

Tom Starke war bis zum Sonntag krank geschrieben, nun ist er wieder fit. Doch er muss sich bis zum Ende der Hinserie mit dem Platz auf der Bank begnügen. „Marcel hat zuletzt sehr überzeugend gespielt. Deshalb habe ich mich für ihn entschieden”, so MSV-Trainer Rudi Bommer. Sechsmal vertrat Herzog seinen verletzten Kollegen – am Sonntag rettete er dem MSV mit einer überragenden Leistung beim 0:0 in Mainz einen Punkt.

Herzog kam vor anderthalb Jahren aus Schaffhausen zum MSV, verlor jedoch das Rennen um Platz eins gegen Starke. Zwischenzeitlich war der Schweizer, der sich in Duisburg für die Nationalelf empfehlen wollte, sogar nur dritte Wahl und kam nur in Spielen der Amateure zum Einsatz.

Seine Unzufriedenheit brachte Herzog nie lautstark zum Ausdruck. Es deutet sich an, dass Tom Starke mit der Rolle anders umgeht. „Tom muss diese Pille nun schlucken”, sagt Rudi Bommer, der hinzufügt, „dass es normal ist, dass er säuerlich reagiert. Das gehört zum Geschäft, andernfalls würde etwas auch nicht stimmen.”

Starke, der bei den Fans als Nachfolger des Publikumslieblings Georg Koch von Beginn an einen schweren Stand hatte, galt beim MSV zuletzt als Führungsspieler – bis er sich im Spiel bei 1860 Münden den Daumen brach. So kam Herzog nach 14-monatiger Wartezeit zu seiner Chance. Nun ist er die neue Nummer eins. Herzog: „Ich empfinde das als Genugtuung.”

Dirk Retzlaff

Facebook
 
Kommentare
29.10.2008
14:23
Herzog die Nummer eins – Starke stinksauer
von raketenschorsch | #10

Ich finde die Entscheidung für Marcel Herzog auch richtig. Warum kann der Tom Starke die Entscheidung nicht einfach hinnehmen bzw. akzeptieren? Die ist doch nachvollziehbar, weil sportlich vertretbar von daher auch richtig.
Nicht richtig fand und finde ich die ewige Heldenverehrung eines Georg Koch, ohne dem was übles nachzusagen.

29.10.2008
14:03
Herzog die Nummer eins – Starke stinksauer
von onkelbenz | #9

Gute Entscheidung Herr Bommer, ich bin angenehm überrascht

29.10.2008
11:24
Herzog die Nummer eins – Starke stinksauer
von zebrahochzeit | #8

Ich kann mich nur anschliessen:

Es ist für Tom wirklich nicht schön, vielleicht kann er die Zeit noch für sich nutzen, sportlich die richtige Entscheidung Never change a running System. Marcel hat sich bisher bewährt. - Alles hat irgendwie so seinen Sinn, auch wenn dieser sich uns nicht sofort erschliesst

29.10.2008
10:41
Herzog die Nummer eins – Starke stinksauer
von zebraausob | #7

Sportlich wohl im Moment die richtige Entscheidung, aber auch Verständnis für die Reaktion von TS.

29.10.2008
10:26
Herzog die Nummer eins – Starke stinksauer
von DesertAngel | #6

Herzogs Leistungen in den letzten Spielen ging schon voll in Ordnung. Das Starke nun sauer auf die Entscheidung vom Trainer ist, ist Verständlich. Das er nun auf der Ersatzbank Platz nehmen muss ist schon arg bitter für ihn. Denn er hat in den letzten Spielen gut pariert und sich nichts zu Schulden kommen lassen!

Für Herzog wird der Druck jedenfalls nun größer werden. Man kann da nur Hoffen, dass er auch auf Dauer die Erfahrung mitbringt, dass seine Leistung und Konzentration dadurch nicht beeinflusst wird; denn jetzt muss der Schweizer konstante gute Leistung bringen; Patzer im Tor wären dann für Ihn Tödlich.

Armer Tom Starke, man könnte meinen, dass seine Verletzung nun auch noch mit der Ersatzbank betraft wird. „Keine Sorge Tom Starke deine Zeit im Duisburger Tor wird zurück kehren“.

29.10.2008
08:08
Herzog die Nummer eins – Starke stinksauer
von Kuestenzebra | #5

Die Entscheidung ist richtig. Jetzt liegt der Druck aber auf Herzog. Persönlich tut es mir leid für Tom Starke, denn er hat sich nichts zuschulden kommen lassen.
Ich finds nur von einigen sogenannten Fans blöde, die eigentlich sauer auf Bommer sind, auf Starke wegen angeblicher Unsicherheiten herumzuhacken.
Koch hatte in seiner letzten Spielzeit bei uns hundertmal schlimmere Aussetzer und ist immer noch der Volksheld....
Ich wünsche erstmal Marcel Herzog viel Glück, er wird es brauchen.

29.10.2008
08:02
Herzog die Nummer eins – Starke stinksauer
von mSvRokker | #4

Endlich mal eine Entscheidung die die Fans mittragen. Gut gemacht Rudi

29.10.2008
05:33
Herzog die Nummer eins – Starke stinksauer
von Saifon | #3

Wie geilist das denn

29.10.2008
00:11
Herzog die Nummer eins – Starke stinksauer
von Zebra02 | #2

Ich hätte ihn gegen St Pauli auch nicht rausgenommen -- er hat eine supe leistung gezeigt - und gibt sicherheit bei diesem Spiel -
aber der Tom tut mir auch leid - er hat sich immer gesteigert - und ist ein super torhüter beim msv -- gut das ich das nicht entscheiden musste - aber ich denke richtig gemacht --

28.10.2008
22:45
Herzog die Nummer eins – Starke stinksauer
von Zebra 2812 | #1

Es war keine leichte, aber ich denke die richtige Entscheidung. Herzog hat seine Chance nach seinen Spielen verdient.
Auch der richtige Schachzug von R.B um etwas Ruhe bei den Anhängern zu sorgen.

Es wäre für T. Starke bei der erstbesten Unsicherheit bestimmt nicht angenehm geworden....

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/1069665/create

Umfrage

Hat Schweden zurecht den ESC gewonnen?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Wohngemeinschaft
Bildgalerie
Tag der Begegnung
Deutsche Meisterschaften imTrapolinturnen
Bildgalerie
Fotostrecke
Oktoberfest in Emmerich
Bildgalerie
Fotostrecke
Stadtfest
Bildgalerie
Fotostrecke
Aus dem Ressort
Präses Schneider: Gott will keinen Krieg
Video
Afghanistan-Debatte
Der Präses der Evangelischen Kirche im Video
Diether Posser - ein Anwalt der Humanität ist tot
Nachruf
Essen. 24 Jahre war er Landtagsabgeordneter, drei NRW-Landesregierungen gehörte er als Minister an. Ende der siebziger Jahre wäre er beinahe Ministerpräsident geworden. Am Samstag ist der Essener SPD-Politiker Diether Posser mit 87 Jahren in einem Pflegeheim gestorben.