Das aktuelle Wetter NRW 16°C
NRZ-Info

Grünen-Chef fordert Strategiewechsel

28.08.2008 | 18:34 Uhr

AFGHANISTAN. Reinhard Bütikofer: Zivile Strukturen müssen gestärkt werden. Bundeswehrverband klagt über Personalsorgen.

ESSEN/DENVER Grünen-Chef Reinhard Bütikofer fordert einen Strategiewechsel in Afghanis-tan. Im Vordergrund müsse der Aufbau ziviler Strukturen stehen, so Bütikofer. Auch „noch so viel Militär kann den Kampf um die Herzen und Köpfe der afghanischen Menschen nicht gewinnen”, sagte der Grünen-Chef in einem Interview mit der NRZ, das vor dem jüngsten Anschlag auf die Bundeswehr beim Parteitag der US-Demokraten geführt wurde. Der sicherheitspolitische Sprecher der Partei, Winfried Nachtwei, forderte nach dem Attentat eine Regierungserklärung von Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU): Sie müsse den Bürgern erklären, „was mit dem Einsatz eigentlich erreicht werden soll”, so Nachtwei. Wie Bütikofer kritisiert auch Nachtwei eine fehlende „einheitliche strategische Zielrichtung”.  Einen Tag nach dem Anschlag auf die Bundeswehr im nordafghanischen Kundus haben die Soldaten dort mit einer Trauerfeier Abschied von ihrem getöteten Kameraden genommen. „Der gefallene Kamerad wurde sehr würdig verabschiedet”, sagte ein Bundeswehr-Sprecher in Kundus. Danach sei die Leiche zum Luftwaffenstützpunkt Termes in Usbekistan geflogen worden. Die Ankunft des Toten in Deutschland werde „nach derzeitigem Stand” am Samstag erwartet. Der 29 Jahre alte Hauptfeldwebel war am Mittwoch bei einem Sprengstoffanschlag getötet worden, zu dem sich die radikalislamischen Taliban bekannten. Auch die drei Soldaten, die bei dem Anschlag leicht verletzt worden waren, seien an Bord der Maschine und würden zurück nach Deutschland fliegen, hieß es. Derweil warnt der Bundeswehrverband vor immer größeren Personalsorgen in der Truppe: Speziell bei hochqualifizierten Kräften wie Ärzten und Piloten gebe es eine „Kündigungswelle”, so Sprecher Wilfried Stolze. Begründet werde das auch mit den „enormen Belastungen” durch Auslandseinsätze. (NRZ)     MAGAZIN

Facebook
 
Kommentare
29.08.2008
08:39
Grünen-Chef fordert Strategiewechsel
von rumpelstilzchen | #1

Aufbau ziviler Strukturen, Herr Bütikofer??
Welche denn?
Im Land herrscht Chaos - verursacht durch die Taliban!
Hier herrschen nur die Clans!

Fahren Sie doch mal selber persönlich hin und bringen Sie Tee + Gebäck mit.
Opium wird eh gereicht.

Was meinen Sie wohl, was mit Hilfsgütern geschieht, die nicht militärisch gesichert werden?
Vermehren die sich vielleicht??
Welcher zivile Hilfsdienst wie THW - oder Rotes Kreuz würde zudem ein solches Risiko auf sich nehmen?

Gelder versickern sofort in irgendwelche dunklen Kanäle.

Welche Tabletten nehmen Sie und wovon träumen Sie nachts?

Am besten Sie fliegen gleich nach Kundus und bauen dort eigenhändig eine Hilfsorganisation auf.
Kommen Sie aber nicht vor 5 Jahren nach Deutschland zurück - das würde nach mangelndem Engagement aussehen. :-)

Nehmen Sie auch gerne Gelder aus der Parteikasse der GRÜNEN mit und sammeln Sie Spenden. Das wäre ein gutes Signal

Die Steuergeldverschwendung muss aufhören + sofortiger Abzug der Bundeswehr!

...ach wie gut das niemand weiss, dass ich grüneunterfünfprozent heiss...

Trackbacks

Die Trackback URL zu diesem Artikel ist: http://www.derwesten.de/services/trackbacks/article/996352/create

Umfrage

Hat Schweden zurecht den ESC gewonnen?

 
Aktuelle Fotos und Videos
Wohngemeinschaft
Bildgalerie
Tag der Begegnung
Ornette Coleman beim Moers Festival
Bildgalerie
Fotostrecke
Moersfestival am Sonntag
Bildgalerie
Festival
39. Moers Festival
Bildgalerie
Musik
Aus dem Ressort
Präses Schneider: Gott will keinen Krieg
Video
Afghanistan-Debatte
Der Präses der Evangelischen Kirche im Video
Diether Posser - ein Anwalt der Humanität ist tot
Nachruf
Essen. 24 Jahre war er Landtagsabgeordneter, drei NRW-Landesregierungen gehörte er als Minister an. Ende der siebziger Jahre wäre er beinahe Ministerpräsident geworden. Am Samstag ist der Essener SPD-Politiker Diether Posser mit 87 Jahren in einem Pflegeheim gestorben.