Geldautomaten-Betrüger schlagen immer häufiger zu
07.09.2009 | 19:59 Uhr 2009-09-07T19:59:00+0200Brüssel. Immer mehr Menschen in Europa werden Opfer von Geldautomaten-Betrügern. Allein im vergangenen Jahr ist die Zahl der Betrugsversuche um 149 Prozent gestiegen. Der Schaden ist immens: Er beträgt etwa eine halbe Milliarde Euro jährlich.
Das Risiko, Opfer sogenannter Geldautomatenkriminalität zu werden, steigt rasant. Allein im vergangenen Jahr ist die Zahl der Betrugsversuche in Europa um 149 Prozent gestiegen, berichtete die Europäische Agentur für Netz- und Informationssicherheit (Enisa) gestern in Brüssel. Der Schaden sei immens: Er betrage etwa eine halbe Milliarde Euro jährlich.
Die Betrüger fahren immer zweigleisig, brauchen sie doch Kartendaten und geheime PIN-Nummer. Eine beliebte Methode: Über einen Aufsatz auf dem Kartenschlitz werden die Daten kopiert. Gleichzeitig können Betrüger über eine falsche Tastatur oder eine versteckte Kamera die Eingabe der Geheimzahl verfolgen. Allein 2008 wurden in Europa 10 302 solcher Vorfälle gemeldet. Doch die Kriminellen gehen laut Enisa teilweise noch raffinierter vor, stoppen etwa den Überweisungsvorgang, um ihn dann abzuschließen, wenn das Opfer den Geldautomaten verlassen hat.
Blick über die Schulter
„Wir merken auch in Deutschland, dass die Betrugsversuche zunehmen”, sagt Michaela Roth, Sprecherin des Deutschen Sparkassen- und Giroverbandes. Die gute Nachricht für Bankkunden: Gleichzeitig würden die Summen, die Betrüger erbeuten, geringer. Denn die Betrugsversuche fielen durch neuartige Software an den Automaten schneller auf. So schlägt das System Alarm, wenn mit einer EC-Karte Geld in Köln und eine halbe Stunde später bereits in Madrid abgehoben wird.
Bestimmte Sicherheitsstandards verhinderten, so Roth, dass ein Geldautomat überhaupt eine Fälschung annehme. Leider seien diese Standards längst nicht in allen europäischen Ländern gegeben. Nur so sei es Betrügern bislang überhaupt möglich, mit gefälschten Karten zu arbeiten.
Doch selbst die neueste Technik hilft nicht, wenn sich Bankkunden nicht über Sicherheitsrisiken bewusst sind. So sollten Verbraucher beispielsweise die Eingabe ihrer PIN mit der Hand abschirmen und sichergehen, dass niemand versucht, ihnen über die Schulter zu schauen. Automaten in Banken sind solchen, die außerhalb angebracht sind, vorzuziehen. NRZ
09:56
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08:57
Immerhin sind die Banken hetzt fast so weit zuzugeben, daß die Sicherheit dieser Geräte nicht gewährleistet ist. In den letzten 20 Jahren hörte sich das entschieden anders an, da hat man alles abgestritten und den dusseligen Kunden in die Schuhe geschoben. Scheinbar lässt sich die Blamage nicht mehr länger verheimlichen.
08:17
Da war der Kopf wohl größer als der Hut...was muß man bei derwesten.de eigentlich noch können, um Redakteur zu werden? Rechnen gehört anscheinend nicht dazu....
07:41
Eine halbe BILLION?!? Das wäre 500 Milliarden! Hat sich der redakteur da vielleicht mit der Übersetzung aus dem Englischen vertan? Da wären die Banken doch längst pleite, oder?!?
07:40
Eine halbe Billion? 500 Milliarden? Bei 10302 Betrugsvorfällen? Im Durchschnitt über 48 Mio €. Das lohnt sich wirklich... Vielleicht steckt die Bundesregierung dahinter, um unauffällig die Staatskassen wieder aufzufüllen :-)
Oder kann es sein, dass Frau Hut sich verschrieben hat?