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Für eine Stunde erwachsen

30.08.2010 | 17:41 Uhr
Für eine Stunde erwachsen
Tommy Krappweis und seine neue Buchreihe "Der kleine große Paul"

Tommy Krappweis hat „Bernd das Brot” erfunden. Doch er ist auch Kinderbuchautor. Seine neue Kinderbuchreihe für Jungen heißt: „Der kleine große Paul“ Darin geht es um einen Zehnjährigen, der sich in einen Erwachsenen verwandeln kann. Das funktioniert allerdings immer nur für eine Stunde, zwei Minuten und acht Sekunden. Dann ist der große Paul wieder ein ganz normaler Junge. Im Interview erzählt Tommy Krappweis von seiner eigenen Kindheit:

„Das darfst du noch nicht“ – Welche Erlebnisse aus deiner Kindheit verbindest du mit diesem Satz?

Tommy Krappweis: Ich hatte eine richtiggehende „Das-kannst-du-noch-nicht-Allergie“. Mir ging es da nie um Filme für Ältere oder irgendwelchen Schmuddelkram, sondern darum, wenn man mir etwas nicht zutraute. In der Leihbücherei durfte ich einmal einen „Peanuts“-Comic nicht ausleihen, weil die Dame der Meinung war, ich würde das noch nicht verstehen. Ich habe es mir daraufhin vom Taschengeld selbst gekauft.



Hast du als Kind ungewöhnliche Dinge ge-macht?

Tommy Krappweis: Ja, ich habe zum Beispiel auf der Schreibmaschine meiner Mutter ein „Pumuckl“- Theaterstück getippt oder mit der Kamera meines Vaters einen „Lego“-Film gedreht. Das war noch in der Grundschule. Ich wollte ausprobieren! Und innerhalb gewisser Grenzen sollte man Kindern unbedingt die Chance geben, sich auszutesten und die Welt zu erkunden. Auch die Welt der Erwachsenen. Die werden nämlich mal selber welche.

Angenommen, du könntest dich mit einer Taschenuhr in jemand anderen verwandeln. Wen würdest du wählen?

Tommy Krappweis: Heute will ich das eigentlich gar nicht mehr. Aber ganz früher wollte ich Jim Knopf sein, außerdem Popeye, dann Sherlock Holmes, Terence Hill, später Jackie Chan und gleichzeitig Eric Clapton, George Harrison, Ian Anderson und gleichzeitig alle von Pink Floyd… Da war ganz schön was los in meinem Kopf.

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