Erbärmlich unglaubwürdig
29.12.2009 | 19:04 Uhr 2009-12-29T19:04:00+0100Die Proteste gegen Chinas Hinrichtungspraxis
Der Westen ist also mal wieder entsetzt über China. Keine Frage, die Proteste gegen die Hinrichtung des offenbar psychisch kranken Briten Akmal Shaikh sind angebracht. Zeigt diese Exekution doch erneut, wie willkürlich und an europäischen Maßstäben gemessen himmelschreiend ungerecht das chinesische Justizsystem ist. Ja, man könnte Verständnis für die Proteste haben. Wenn sie nur nicht so verdammt heuchlerisch wären.
Der Westen – dessen selbsternannte Führungsmacht jenseits des Atlantiks selbst die Barbarei der Todesstrafe exzerziert - empört sich immer wieder über China. Wenn Dissidenten für ihre Meinung Jahre hinter Gitter verschwinden. Wenn in Tibet oder Xingjiang Unabhängigkeitsbestrebungen brutal und blutig niedergeschlagen werden. Die EU ist und bleibt trotzdem weltweit der größte wirtschaftliche Partner Chinas. Ein Handelsvolumen von fast einer halben Billion US-Dollar deklassiert die Menschenrechts-Charta eben zu einer Randnotiz. Und das ist es, was die so routiniert aufbrandete Empörung erbärmlich unglaubwürdig macht.
17:37
Und immer lockt der Mammon !!
13:47
Es ist doch in unserem Lande übliche Praxis gewisse Missetäter als psychisch krank einzustufen,und dann in die Psychiatrie auf Nimmerwiedersehen einzuweisen.
Da stellt sich die Frage:Was ist humaner?