Eon beschließt Verkauf der Energietochter Thüga
11.08.2009 | 21:44 Uhr 2009-08-11T21:44:00+0200Essen. Die Energiebranche steht vor einem neuen Milliardendeal: Der Eon-Konzern wird sich von seinem Versorgerverbund Thüga trennen. Ihr gehören 110 Stadtwerke und Regionalversorger an. Käufer der Thüga sind kommunale Unternehmen. Der Verkauf bedeutet vor allem mehr Wettbewerb.
Auf dem Strom- und Gasmarkt zeichnen sich kräftige Veränderungen ab. Der Eon-Konzern hat nach NRZ-Informationen die Trennung von seiner Stadtwerketochter Thüga beschlossen, bei der er Beteiligungen an mehr als 110 Stadtwerken und regionalen Versorgern gebündelt hat.
Eon ist sich dem Vernehmen nach mit einer großen Gruppe von regionalen Versorgungsunternehmen bereits über den Verkauf einig. Die Zukunft der Thüga stand ebenso wie die Ernennung von Johannes Teyssen zum Nachfolger von Konzernchef Wulf Bernotat auf der Tagesordnung einer zweitägigen Strategiekonferenz des Eon-Aufsichtsrats am Montag und Dienstag. Das Ergebnis der Thüga-Beratungen wurde zunächst aber nicht bekanntgegeben.
Die Thüga beliefert über Beteiligungsgesellschaften drei Millionen Kunden mit Strom und vier Millionen mit Gas. Zur Übernahme dieses Energie-Schwergewichts hatten die Interessenten eigens eine Gesellschaft mit dem Namen Integra Energie gegründet. Dahinter stehen maßgeblich die großen Versorger Mainova aus Frankfurt, N-Energie aus Nürnberg und die Stadtwerke Hannover als ein Konsortium sowie eine andere Stadtwerke-Gruppierung „Kom9”, die sich rund um die Freiburger Badenova zusammengefunden hat.
Auch der dänische Dong-Konzern hat Interesse an einer Thüga-Beteiligung bekundet. Der Verkauf der Thüga ist ein Milliarden-Deal. Der Kaufpreis wird auf über drei Milliarden Euro geschätzt.
07:48
gestern kurzer bericht dazu im zdf mit der folgerung, dass solche rückkäufe der stadtwerke mitelfristig zu sinkenden energiepreisen führen werden. wie kommt man denn da drauf? die stadtwerke sind doch nicht bekloppt und lassen die kuh auf die weide statt zum melken. der konsument ist doch den hohen preis jetzt gewohnt und man kann ihn doch nicht mit sinkenden preisen verschrecken. die stadtwerke wollen nur auf den fahrenden zug springen und auch einen teil des geldkuchens erhalten. völlig vermessen zu sagen, dass die preise fallen werden.