Ein Schokoriegel im letzten Drittel
31.03.2008 | 18:50 Uhr 2008-03-31T18:50:00+0200
Fire Devils und EVD-Trainerteam mit Füchse-Neuzugang Alexander Selivanov erspielten 4035 Euro.
Es hat sich gelohnt – wieder einmal. 4035 Euro erspielten die Fire Devils Duisburg, also das Eishockeyteam der Berufsfeuerwehr, und die Trainerauswahl des EV Duisburg beim insgesamt zwölften Duisburger Eishockey-Benefizspiel. Der Erlös kommt den Hinterbliebenen des Brandopfers und EVD-Fans Nicole Knüppel sowie der Duisburger Tafel zu Gute. „Es ist toll, dass das mittlerweile zu einer festen Einrichtung geworden ist”, freute sich Feuerwehrmann Patrick Schmitz, der selbst früher für die Füchse gespielt hat und beim Skaterhockey-Bundesligisten Duisburg Ducks zu den Leistungsträgern gehört, über die rund 600 Zuschauer. Allerdings hatten er und Manuel Ningel schon ein Spiel auf Rollen in den Knochen. „Im letzten Drittel musste ich mir da schon einen Schokoriegel reinschieben”, lachte Schmitz. Beim ersten Benefizspiel 1996 war er noch nicht dabei, „sondern erst 1998 oder 1999”. Damals spielte die Feuerwehr noch regelmäßig gegen Radio Duisburg, seit 2001 wechselt der Gegner jährlich. Höhepunkt war sicherlich das Spiel von 2002, als die Feuerwehr Duisburg gegen die Kollegen aus New York zu Gunsten der Terroropfer spielte. Überhaupt sind viele Ducks gleichzeitig auch bei der Feuerwehr beschäftigt. So griffen am Sonntag auch Trainer Ulf Steeger und Ex-Nationalverteidiger Heinz-Gerd Albers – auch sie sind frühere Füchse – zum Schläger. Auf dem Eis war es eine klare Angelegenheit. Die EVD-Trainer gewannen gegen die Feuerwehr mit 14:3 (4:1, 4:1, 6:1). Drei Tore erzielte übrigens der frühere Weltklassetorhüter und jetztige Duisburger DEL-Trainer Karel Lang, der diesmal nicht zwischen den Pfosten stand, sondern sich als Feldspieler versuchte – und das ziemlich gut. Drei Tore gingen auf das Konto des Tschechen. Den Platz im Tor teilten sich EVD-Rekordspieler und Jugendtrainer Frank Pribil und Carsten Brunet, der Coach des Frauenteams. Auch Alexander Morel, der Pressesprecher der Deutschen Eishockey-Liga, stand auf dem Eis. Einen seiner Mitspieler dürfte er noch aus seiner Zeit in Krefeld kennen – denn EVD-Neuzugang Alexander Selivanov spielte erstmals im Duisburger Trikot. „Den hätten sie nicht gebraucht”, augenzwinkerte Patty Schmitz angesichts des klaren Ergebnisses, „aber das Leute wie er oder auch Karel Lang auf dem Eis stehen, sorgt schließlich auch dafür, dass die Zuschauer zum Spiele in die Eissporthalle kommen.” Zu guter Letzt machten Karel Lang und Frank Pribil das, was sie damals für die Fans einerseits in Krefeld, andererseits in Duisburg schon als Torhüter immer getan haben: Sie legten eine Tanzeinlage aufs blanke Parkett. Diesmal sogar gemeinsam. Und dass Ex-DSC-Star Hans-Willi Mühlenhaus auf dem Eis einfach nur „Williiiii” heißt, wussten die Duisburger Zuschauer auch noch . . . Die Tore für das EVD-Trainerteam erzielten Karel Lang, Thomas Berk, Adam Grygiel, (je 3), Alexander Selivanov, Frank Antrecht (je 2) und Alexander Morel. Für die Fire Devils waren Heinz-Gerd Albers, Manuel Ningel und Marcel Laroche erfolgreich.
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