Ein Schiff versinkt im Silbersee
21.06.2009 | 18:31 Uhr 2009-06-21T18:31:00+0200
Bei den Karl-May-Festspielen kämpfen Winnetou und Old Firehand gegen Banditen. Der Höhepunkt ist ein Schiffsuntergang.
Seit über 50 Jahren ist Indianerhäuptling Winnetou der Held eines kleinen Ortes im Sauerland. Die Karl-May-Festspiele in Elspe sind berühmt und Winnetou-Darsteller Benjamin Armbruster ist es auch. Am Samstag hatte das neue Stück dieser Saison Premiere. Es heißt „Der Schatz im Silbersee”. Darin geht zum ersten Mal in der Festspiel-Geschichte ein Schiff unter. Die Zuschauer waren begeistert.
„Der Schatz im Silbersee” handelt von dem Banditen Brinkley und seiner Bande, die einen Goldschatz der Utah-Indianer stehlen wollen. Um an ihr Ziel zu kommen, erschießen sie auch Menschen. Winnetou und sein Freund Old Firehand können sie aber besiegen. In dem Moment, als die Banditen den Schatz auf einen Raddampfer laden und fliehen wollen, sprengt Winnetou einen Damm. Wasser stürzt den Berg herab, eine Explosion zerstört das Schiff - es sinkt.
Viel Technik ist nötig, um die Explosionen so dramatisch aussehen zu lassen. Aber auch die Schauspieler müssen fit sein. Sie reiten, nur eine Hand am Zügel, rasend schnell auf insgesamt 40 Pferden über die Freilichtbühne. Ein Stuntman wird hinter einer brennenden Kutsche hergeschleift. Auch zwei Kinder machen diesmal in Elspe mit. Sie spielen ein Siedlermädchen und den Sohn des Utah-Häuptlings Großer Wolf.
DIE FESTSPIELE
Die Karl-May-Festspiele in Elspe gibt es schon seit 1958. Benjamin Armbruster spielt dort seit fast 20 Jahren die Rolle des Winnetou. Karl May war ein deutscher Schriftsteller. Vor dem Stück „Der Schatz im Silbersee” gibt es täglich drei weitere Shows: eine Greifvögelshow, eine Stuntshow und eine Musikshow. Die Festspiele laufen bis zum 30. August. Karten kosten 22,70 Euro, für Kinder (4-15 Jahre) 18,70 Euro.
Infos: www.elspe.de
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