Ein echter Schimanski
20.07.2008 | 22:28 Uhr 2008-07-20T22:28:00+0200Anmerkungen zur 15. Folge der Reihe mit dem Titel "Schicht im Schacht".
Da war er wieder - der Schimi von nebenan, der mit dem großen Herzen auf dem rechten Fleck. Der, der sich um alles kümmert. Und der sich von seinem Freund und Ex-Kollegen Hänschen (Chiem van Houweninge) beim Angeln auch mal anhören muss: „Du bist nicht für alles, was in Duisburg passiert, verantwortlich.”
Auch in diesem 15. Fall der Krimi-Reihe war aber wieder mal Götz George rundum verantwortlich: Er gab den ruhiger und älter gewordenen Schimanski mit vielen Zwischentönen, mal ruppig, mal zart, dann nachdenklich, zweifelnd - und immer großartig. Längst sind die „Schimanski”-Krimis keine Actionfilme mehr, sondern Milieustudien, die von der Atmosphäre und vom Dialog leben und in kleinen humoristischen Sequenzen die nötige Brechung erfahren. „Das ist ein Stichling, das ist nicht Moby Dick”, schnauzt Schimanski, als Hänschen sich ungeschickt beim Angeln anstellt.
Nur selten war ein „Schimanski”-Krimi so wehmütig und melancholisch gezeichnet. Ein Rentner, der zu Hause weinend alte Filmaufnahmen vom Kampf der Stahlkocher in Rheinhausen sieht. Ein Schimanski, der davon träumt, wie er damals mit einem Gleitdrachen über Duisburg geflogen ist. Erinnerungen an Zeiten, die vorbei sind.
Und wie so oft war auch diese Drogen- und üble Vergewaltigungstory so verzwickt und verzweigt erzählt, dass manchmal der rote Faden verloren zu gehen drohte. Doch es fügte sich am Ende alles zusammen, plausibel, klar - und illustriert mit drastischen Rückblenden auf das Opfer, das zur Täterin wurde.
Das alles passend zur dunklen Story vor dem Hintergrund eines dunkel und trist gezeichneten Rheinhausen. Das kennt man. Dafür steht die Reihe. Es war nie Absicht der Krimiserie, Hochglanzprospekte über Duisburg zu erstellen oder die aktuelle Entwicklung der Stadt zu dokumentieren. Schon im allerersten Duisburger „Tatort” mit Schimanski wurde 1981 die marode Kupferhüttensiedlung gezeigt und eben nicht die attraktive Sechs-Seen-Platte.
Schimanski ist und bleibt Fiktion. Die Stadt dient als Kulisse. Und selbst wenn Schimanski garantiert ebenso gehandelt hätte: Es war Götz George, der sich damals zusammen mit Eberhard Feik auf die Seite der streikenden Stahlkocher gestellt und für sie Geld gesammelt hat. Das ist die Realität.
10:40
Schimanski (George) en Hans Scherpenzeel (Chiem van Houweninge) Geven op een geweldige manier de omgeving van een duitse stad, in dit geval Duisburg,weer. Jammer dat Thanner, (Eberhard Feik) er niet meer bij kan zijn. Dat maakt me melancholisch en verdrietig. Je mist hem toch. Bij het zien van de Tatorts in het algemeen leef je je elke keer weer in , in de omgeving en verhalen zoals je die ook in je eigen omgeving zou kunnen tegenkomen.In die zin is de moord in het verhaal een beetje bijzaak. De omgeving en het verhaal , de mensen en de achtergrond zijn een belangerijk deel van de algehele indruk. Tatort is dus niet alleen een krimi, maar ook een beleving. De plaatselijke bezwaren van de gemeente Duisburg over de film
Schicht im Schacht doet voor de kijker op afstand niet zoveel terzake, het is nu eenmaal een fictief
gebeuren.
Verreweg op de eerste plaats in mijn optiek.
Viel Erfolg, veel succes
Martin Veenstra Gasselternijveen
14:40
Es ist schon erstaunlich, daß Schimanski nach so vielen Jahren immer noch als Prell- und Sündenbock herhalten muß. Ich persönlich wohne schon viele Jahre ( freiwillig und gerne!!! ) in Duisburg. Und mit Ausnahme des Films Rattennest, mit den brennenden Mülltonnen und den zugedröhnten Kindern, spiegeln sowohl der Tatort als auch die Filmreihe Duisburg dann doch sehr realitätsnah wieder. Es handelt sich nun mal um eine Stadt, wo malocht wird, wo man in der Kneipe, an der Bude oder in seinem Schrebergarten glücklich ist. Sowas hinterläßt nun einmal Spuren. Für Schickimicki ist in so einer Stadt kein Platz. Dort darf man rumpoltern und auch mal ******* brüllen, ohne das anderen die Schamesröte ins Gesicht steigt.
Schimanski fügt sich in dieses Bild prima ein. Und mal ehrlich: Niemand würde ohne Schimanski diese Stadt nur annähernd kennen.
Wenn man mal auswärtigen Besuch hat, hört man sogar Aussagen wie: Diesen Platz habe ich schon mal im Tatort gesehen. Werbezweck erfüllt würde ich sagen.
Und zu der Aussage, es würden mögliche Investoren abgeschreckt: lächerlich!!! Welches nationale oder internationale Unternehmen macht seine Investition von einem Krimi abhängig? In welcher Welt leben sie denn??
Es ist echt mal an der Zeit aufzuhören mit der dauernden Jammerei, denn eben diese macht die Stadt unattraktiv.
Seid stolz auf eure Stadt, seid stolz auf euer Image und seid stolz auf euren größten Werbeträger (der noch nicht einmal Steuergelder kostet)!!
15:07
Das von Götz George gesammelte Geld für die Stahlarbeiter, wird den Image-Schaden, den die Stadt Duisburg durch Schimanski-Filme genommen hat, sicher nicht kompensieren.
Diese Schimanski-Folge unterscheidet sich kaum von den vorangegangenen, in denen Duisburg die Bronx von Deutschland mit einer proletarischen Monokultur darstellt.
Duisburgs Ruf ist seit diesen Darstellungen aus den achtzigern nur schlecht und diese Darstellung erstreckt sich auf das gesamte restliche Ruhrgebiet.
Als Folge werden Unternehmen bei ihrer Standortwahl einem solch traurigen Ort keine Vorzüge einräumen. Somit beschwört die in Schimanski-Filmen dargestellte Szenerie das Gezeigte sogar noch herauf.
Dass die Stadt Duisburg solche Darstellungen auch noch unterstützt, ist vor dem Hintergrund der Aussenwahrnehmung eher kontraproduktiv.
Aber vielleicht sammelt der Götz ja auch mal für die Angestellten der Stadt Duisburg.