Droht ein neuer Fall Hoyzer?
19.11.2009 | 18:35 Uhr 2009-11-19T18:35:00+0100Wettskandal im Fußball zeichnet sich ab - Staatsanwaltschaft Bochum informiert über Festnahmen und Durchsuchungen
Bochum. Der deutsche Fußball hat seine Unschuld verloren. Spätestens mit Robert Hoyzer, dem Schiedsrichter, der sich bezahlen ließ, um Spielausgänge zu manipulieren, gibt es ein Wort, das jeden Anhänger sofort aufschreckt. Es heißt Wettskandal, und exakt dieses Wort sorgt seit gestern wieder für Wirbel in den Medien. Möglicherweise, so die derzeit noch vorsichtige Sprachregelung, wird der internationale Fußball von einem erneuten Wettskandal erschüttert. Offenbar gibt es genügend Hinweise und Anhaltspunkte, die ein Ermittlingsverfahren rechtfertigen. Die Staatsanwaltschaft Bochum gab gestern jedenfalls bekannt, dass es „eine Vielzahl von Durchsuchungen und Festnahmen im gesamten Bundesgebiet sowie im Ausland” gegeben habe. Exaktere Informationen will die Berliner Morgenpost erfahren haben. So soll der Kopf der Bande nicht nur aus Berlin stammen, sondern obendrein schon eine Rolle im so genannten Hoyzer-Skandal gespielt haben, der vor knapp fünf Jahren den deutschen Fußball schwer beschädigte.
Noch weigern sich die Behörden, präzisere Auskünfte zu geben. Doch das, was bislang an Informationen geliefert wird, klingt beinahe Wort für Wort wie jene Formulierungen, die den Fall Hoyzer Anfang 2005 ins Rollen brachten: Der Bande werden „fortgesetzte, gewerbsmäßige Wettbetrügereien” zur Last gelegt; sie sei verdächtig, Spieler, Trainer, Schiedsrichter und Offizielle aus hochrangigen europäischen Fußball-Ligen veranlasst zu haben, den Ausgang von Spielen zu manipulieren. Gegen Geld versteht sich – und womöglich auch gegen Sachleistungen, wie das bei Robert Hoyzer auch der Fall war. Laut Berliner Morgenpost sollen sich die Verdächtigen, die angeblich aus Deutschland agieren, auf die Türkei konzentrieren und dort Erstligaspiele im großen Still manipuliert haben. Die Zeitung, die sich bei ihren Informationen auf Sicherheitskreise in der Hauptstadt beruft, berichtet von fünf vollstreckten Haftbefehlen, Ermittlungen gegen insgesamt 100 Tatverdächtige und sehr hohen Wettbeträgen.
DFB hat keine Erkenntnisse„über Spielmanipulationen”
Ob Deutschland tatsächlich ein neuer Robert Hoyzer droht, der im November 2005 vom Landgericht Berlin wegen Beihilfe zum Betrug zu einer Freiheitsstrafe von zwei Jahren und fünf Monaten ohne Bewährung verurteilt worden war, ist derzeit noch nicht absehbar. Noch gibt sich der Deutsche Fußball-Bund eher gelassen. „Die Uefa- und DFB-Frühwarnsysteme für die Überwachung des Wettmarktes haben keinerlei Erkenntnisse über Spielmanipulationen in Deutschland geliefert”, betonte Harald Stenger auf Anfrage. Allerdings wies der DFB-Mediendirektor zugleich darauf hin, dass man zu den Ermittlungen der Staatsanwaltschaft Bochum schon deshalb keinen Kommentar abgeben könne, „da uns die Ermittlungsergebnisse bisher nicht bekannt sind.”
Erst heute soll die Öffentlichkeit umfassender informiert werden. Die Staatsanwaltschaft Bochum hat bereits angekündigt, sich detailliert äußern zu wollen. Um 14 Uhr ist eine Pressekonferenz angesetzt, die allein schon durch die Tatsache, dass sich ein Vertreter der Europäischen Fußball-Union angekündigt hat, deutlich an Stellenwert gewinnt. Schließlich ist die Uefa an den aktuellen Ermittlungen beteiligt.
10:14
Ich habe mir soeben die 11 Kommentare der dt. Funktionäre, Ex-Spieler u.a. durchgelesen; es ist zum rauslaufen und laut schreien - diese gestellte Naivität.
Solange auf Ergebnisse und mehr gewettet werden kann und mit attraktiven Quoten Gewinne möglich sind, besteht immer die Gefahr der Manipulation. Die Gefahrenstelle in diesem System ist der Faktor Mensch.
Und deswegen helfen auch keine Regelungen und Schutzmechanismen; das ist eher reine Symbolik und Rechtfertigung. Wenn der Einzelne dieses System umgehen will, dann schafft er es - dieser neue Skandal beweist es.
Es muß daher anders gehen: Das Wettangebot muß wieder zurück gefahren werden; das mag zwar gegen die Freiheiten (im Binnenmarkt u.a.) verstoßen, doch hier genießt der Spprt vorrang; es kann nicht sein, dass eine vom Fußball abgeleitete Tätigkeit durch mißbräuchliche Inspruchnahme diesen Sport zerstört.
Wenn das Wettsystem also das Krebsgeschwür des Fußballs ist, dann weg damit, aber ganz schnell.
18:50
#5 Es wurden schon Spiele für ein Kasten Bier verschaukelt ??
Wir trinken den Kasten lieber selber leer, als dem Gegner die Kiste zugeben !!!!!!!
00:41
Es wurden schon spiele für ein Kasten Bier verschaukelt
21:06
Im TV wurde berichtet 3 Brüder aus Kroatien sind die Macher wie schon damals bei Hoyzer
21:04
Das sind Verbrecher und das bleiben Verbrecher die muss man Lebenslang einsperren sonst machen sie immer weiter ............ die hätte man beim letzten mal schon ausweisen müssen und nie wieder nach Deutschland einreisen lassen dürfen . Deutschland ein Eldorado und Rückzugsgebiet für Verbrecher ala Art ....
20:51
Entschuldigung Hoyzer ist gemeint. Der arme Holzer hat damit nichts zu tun.
20:49
Wieso droht?
Holzer ist überall!